{"id":583386,"date":"2025-11-18T01:34:11","date_gmt":"2025-11-18T01:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583386\/"},"modified":"2025-11-18T01:34:11","modified_gmt":"2025-11-18T01:34:11","slug":"weltweites-phaenomen-k-pop-die-bedeutung-entsteht-online-im-kollektiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583386\/","title":{"rendered":"Weltweites Ph\u00e4nomen K-Pop: Die Bedeutung entsteht online im Kollektiv"},"content":{"rendered":"<p class=\"Initial paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Die Geschichte von K-Pop wird oft entlang seiner Erfolge in der westlichen Musikindustrie erz\u00e4hlt. <a href=\"https:\/\/taz.de\/YouTube-Hit-Gangnam-Style\/!5076440\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Psys \u201eGangnam Style\u201c<\/a> im Jahr 2012 gilt gemeinhin als der Moment, in dem K-Pop \u201eim Westen ankam\u201c. Es war das erste Youtube-Video, das die Zwei-Milliardenmarke knackte, eine globale Tanzbewegung, die als Meme in den Social Media zirkulierte \u2013 ein popkulturelles Gro\u00dfereignis, das sich so perfekt in die Logik des damals aufkommenden Plattformzeitalters einf\u00fcgte, dass es fast wie daf\u00fcr gemacht schien. Wobei: Was hei\u00dft \u201eschien\u201c? K-Pop war daf\u00fcr gemacht.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Es folgten weitere Momente: BTS\u2019 Sieg bei den Billboard Music Awards 2017, Blackpink als erste K-Pop-Band beim Coachella 2019, NewJeans, die kaum deb\u00fctiert, schon f\u00fcr die \u201eGroup of the Year\u201c bei den VMAs nominiert wurden. Immer wieder neue Verk\u00fcndigungen, dass K-Pop den Westen erobert habe.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Das ist eine alte, aber offenbar anhaltende hegemoniale Geste \u2013 als m\u00fcsse ein Hype erst durch die Best\u00e4tigung der angloamerikanisch gepr\u00e4gten Musikindustrie legitimiert werden. Dabei ist K-Pop bereits seit Jahren tonangebend: Wie Popkultur im Zeitalter sozialer Medien funktioniert, haben sich Beyonc\u00e9, Taylor Swift oder Doja Cat nicht zuletzt von EXO, aespa, BTS, Red Velvet oder Blackpink abgeschaut. Nicht nur politisch scheint die Hegemonie des Westens vor\u00fcber \u2013 auch popkulturell ist es multipolar geworden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">\n        <strong>Der Sog der Songs<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">Mit <a href=\"https:\/\/taz.de\/Girlpower-und-Daemonenjaegerinnen\/!6103381\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eK-Pop Demon Hunters\u201c<\/a> hat diese Geschichte nun ihren vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt erreicht: In unz\u00e4hligen Reaction-Videos auf den Titelsong \u201eGolden\u201c wird sp\u00fcrbar, dass sich selbst mit Heavy Metal sozialisierte V\u00e4ter dem Sog von K-Pop nicht mehr entziehen k\u00f6nnen. In einigen Comedy-Clips sieht man sie erst irritiert abwinken, dann schmunzelnd die Melodie summen \u2013 und schlie\u00dflich lauthals mitsingen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Wer trotzdem bis vor Kurzem noch glaubte, K-Pop sei maximal etwas f\u00fcr nerdige Teenager, die Idols w\u00fcrden alle gleich aussehen und die Songs sich alle identisch anh\u00f6ren, dem d\u00fcrfte \u201eK-Pop Demon Hunters\u201c eine hilfreiche Gebrauchsanweisung zum besseren Verst\u00e4ndnis des Genres gewesen sein.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">In dem Film st\u00fcrmt die fiktive Girlgroup Huntr\/x tags\u00fcber die Charts mit catchy Hooks und perfekt austarierter Choreografie. Nachts jedoch jagen sie D\u00e4monen. Ihre Waffen? Tanzmoves als Exorzismus-Rituale, Gesang als sch\u00fctzender Barrierenzauber und Fan-Chants als kollektive Energiequelle. Das trifft ins Herz dessen, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Post-Gender-K-Pop-Konzert-von-XLOV\/!6116428\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">was K-Pop ausmacht<\/a>: eine empowernde Kraft, die aus dem Zusammenwirken zwischen Stars und Fans entsteht.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Die rivalisierenden Saja Boys hingegen \u2013 eine d\u00e4monische Boyband, deren Konzerte als Rituale dienen, bei denen die Seelen der Fans gestohlen werden \u2013 verk\u00f6rpern <a href=\"https:\/\/taz.de\/Popkultur-aus-Suedkorea\/!6044008\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die bekannten Schattenseiten der K-Pop-Industrie<\/a>. Allen voran die Ausbeutung der K\u00fcnstler:innen, deren Seelen (Kreativit\u00e4t, Freizeit, Privatsph\u00e4re) f\u00fcr den Erfolg geopfert werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">\n        <strong>\u00d6kosystem der digitalen Interaktion<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"10\">Wie Hollywood nicht ohne das Kino m\u00f6glich geworden w\u00e4re, w\u00e4re K-Pop nicht ohne Social Media denkbar. Fr\u00fch baute die koreanische Unterhaltungsindustrie ein \u00d6kosystem, das auf digitale Interaktion ausgerichtet war. Plattformen wie Lysn erm\u00f6glichten direkte Idol-Fan-Kommunikation, Weverse schuf eigene R\u00e4ume f\u00fcr Fandoms.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"11\">Videos werden nicht nur geschaut \u2013 sie werden zigfach angesehen, geliked, geteilt, geremixt, in Fan Fiction fortgeschrieben oder in Reaction-Videos analysiert und interpretiert. K-Pop-Fans wissen, dass Popularit\u00e4t durch Sichtbarkeit und Sichtbarkeit durch messbare Reaktionen entsteht. Dem eigenen Fansein werden sie deshalb nicht nur durch K\u00e4ufe von Tontr\u00e4gern und Merch, sondern vor allem durch das Mitwirken an hohen Klickzahlen gerecht.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"12\">Popkultur hat sich durch soziale Medien grundlegend ver\u00e4ndert. Im Zeitalter der Massenmedien bestimmten vor allem Institutionen wie Plattenfirmen, TV-Sender und Verlage, was gespielt wurde und dementsprechend zum Mainstream werden konnte. Gatekeeper kuratierten und filterten Inhalte vor der Ver\u00f6ffentlichung.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"13\">Heute entscheidet vor allem viraler Erfolg dar\u00fcber, was Reichweite erlangt. Ein Youtube- oder Tiktok-Video kann \u00fcber Nacht Millionen erreichen. Verantwortlich daf\u00fcr sind vor allem Zuschauer und Fans, die aktiv selbst an den Geschichten und an dem Erfolg ihrer Stars mitwirken.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"14\">\n        <strong>Shows m\u00fcssen reaktionstauglich sein<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-18\" pos=\"15\">Sehr fr\u00fch hat die K-Pop-Industrie verstanden, dass sie nicht einfach nur eine gute Show abliefern muss (was sie trotzdem tut), sondern dass diese m\u00f6glichst reaktionstauglich sein muss: Choreografien m\u00fcssen zum Nachtanzen anregen, Geschichten dazu einladen, sie weiterzuerz\u00e4hlen, Symbole so platziert werden, dass sich Interpretationen aufdr\u00e4ngen, \u00fcber die man sich austauschen m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-19\" pos=\"16\">Mein Lieblingsbeispiel? Red Velvets \u201eFeel My Rhythm\u201c (2022). Da wird Bachs \u201eOrchestersuite Nr. 3 in D-Dur\u201c gesampelt und Barockmusik mit Hyperpop-Beats und Rap verschmolzen. Die vertraute Bach-Melodie schwebt sanft dahin, bis \u00fcberraschend ein Bass einsetzt. Klassische Streicherarrangements treffen auf verzerrte Synthesizer. S\u00fc\u00dfe Vocals wechseln sich mit schnellen Rap-Parts ab, w\u00e4hrend im Hintergrund die barocke Melodie weiterl\u00e4uft.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"17\">Im Musikvideo werden Gem\u00e4lde wie <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neues-Musikvideo-von-Taylor-Swift\/!6121414\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eOphelia\u201c von John Everett Millais<\/a> (1852), \u201eDie Schaukel\u201c von Jean-Honor\u00e9 Fragonard (1767\u20131768) oder Ausschnitte aus Hieronymus Boschs \u201eDer Garten der L\u00fcste\u201c (um 1500) reinszeniert, all das immer wieder unterbrochen durch Szenen, in denen der Schwanensee von Tschaikowski getanzt wird. Musikalisch ein radikaler Mashup, visuell ein R\u00e4tselkabinett \u2013 genau diese Kombination macht den Song zum perfekten Reaktionsobjekt. Man muss einfach dar\u00fcber sprechen und Interpretationen austauschen!<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-21\" pos=\"18\">\n        <strong>R\u00e4tsel, die es zu l\u00f6sen gilt<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-22\" pos=\"19\">Die ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten \u201eEaster Eggs\u201c von <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neues-Album-von-Taylor-Swift\/!6117576\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Taylor Swift<\/a>? Eine Praxis, die im K-Pop kultiviert wurde. Jedes \u201eComeback\u201c einer Gruppe oder eines Idols ist ein R\u00e4tsel, das es zu l\u00f6sen gilt. Ein mysteri\u00f6ses Symbol im Teaser? Innerhalb von Stunden entstehen Theorien, werden Reaction-Videos geschnitten, Memes gepostet.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-23\" pos=\"20\">Diese sogenannte Lore-Kultur \u2013 Storylines rund um Idole, Gruppenuniversen, fiktionale Geschichten um einzelne Platten \u2013 ist kein blo\u00dfes Marketing-Gimmick, sondern das Herz von K-Pop. BTS\u2019 Bangtan Universe, aespas Kwangya-Welt oder Stray Kids\u2019 SKZ-Lore sind bewusst offen gehaltene Skripte, die sich nur im Dialog mit dem Fandom vervollst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-24\" pos=\"21\">Die erste Gruppe, die eine derart umfassende Erz\u00e4hlung pr\u00e4sentierte, war EXO. Gem\u00e4\u00df ihrem fiktiven Universum stammen sie von einem unbekannten Exoplaneten und jedes Mitglied verf\u00fcgt \u00fcber \u00fcbernat\u00fcrliche Kr\u00e4fte \u2013 von der F\u00e4higkeit, Wasser, Licht, Feuer oder Wind zu kontrollieren, bis hin zu Teleportation und Zeitmanipulation. Diese gehen einher mit Farbzuordnungen, musikalischen und choreografischen Eigenheiten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-25\" pos=\"22\">Bereits vor der Ver\u00f6ffentlichung ihrer Deb\u00fct-EP \u201eMAMA\u201c erschienen 23 Teaser-Trailer \u2013 eine Fragmentierung, die an St\u00e9phane Mallarm\u00e9s Poetik der Suggestion erinnert. In einem Interview mit Jules Huret erkl\u00e4rte Mallarm\u00e9, einer der bekanntesten Symbolisten des 19. Jahrhunderts: \u201eEs soll nur Anspielungen geben.\u201c Das Objekt soll heraufbeschworen werden, um eine Stimmung zu entfalten, die der Betrachter durch Entschl\u00fcsseln selbst vervollst\u00e4ndigt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-26\" pos=\"23\">\n        <strong>Fragmente laden zu Beiligung ein<\/strong>\n      <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-27\" pos=\"24\">Im Plattformzeitalter ist das Fragment vor allem eine Einladung zur Beteiligung. Die Bedeutung entsteht nicht im Song selbst, sondern in der kollektiven Entzifferung. Das ist keine Fanservice-Kultur, es ist Co-Kreation. Die Deutung selbst wird zur Performance, die Fans generieren ihrerseits mit ihren Profilen Sichtbarkeit und Kapital (f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr ihre Idols).<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-28\" pos=\"25\">Was Fans als \u201eEXO-logy\u201c bezeichnen, die Praxis, sich auf das Geheimnisvolle, Mysteri\u00f6se einzulassen, indem man Symbole sucht und interpretiert, ist nichts anderes als digitaler Symbolismus. Jeder View eines Theory-Videos, jeder X- oder Reddit-Thread \u00fcber Verbindungen zwischen Songs oder Symboldeutungen \u00fcbersetzt sich in Sichtbarkeit, in Algorithmusrelevanz, in Chartplatzierungen. Symbolismus wird zur perfekten Strategie f\u00fcr die digitale Reaktionskultur: Je mehr R\u00e4tsel, desto mehr Engagement. EXOs Erfolg l\u00f6ste, k\u00f6nnte man zugespitzt sagen, eine symbolistische Welle im K-Pop aus. Pl\u00f6tzlich hatte jede Gruppe ihre eigene Lore und auch die westliche Popwelt nahm es zur Kenntnis.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-29\" pos=\"26\">Hier offenbart sich die eigentliche kulturelle Revolution von K-Pop: Er hat die symbolistische \u00c4sthetik des 19. Jahrhunderts in die Logik des 21. Jahrhunderts \u00fcbertragen. Der entscheidende Unterschied aber ist: W\u00e4hrend die Symbolisten das Fragment und das Geheimnis gegen die aufkommende Massenkultur setzten, macht K-Pop sie zu deren Treibstoff. Das unvollst\u00e4ndige Werk ist nicht mehr Ausdruck elit\u00e4rer Verweigerung, sondern inklusiver Teilnahme.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-30\" pos=\"27\">In dieser Synthese liegt die vielleicht wichtigste Erkenntnis \u00fcber die globale Popkultur der Gegenwart: Dass Komplexit\u00e4t und Popularit\u00e4t, Tiefgr\u00fcndigkeit und Viralit\u00e4t keine Gegens\u00e4tze mehr sind. K-Pop hat bewiesen, dass das eine das andere nicht ausschlie\u00dft, sondern bedingt. Das R\u00e4tsel braucht die Masse, um sich zu entfalten. Es muss nicht gel\u00f6st werden. Und die Fans brauchen die unvollst\u00e4ndige Erz\u00e4hlung, um sich als Ko-Autoren einer Geschichte zu verstehen, die gr\u00f6\u00dfer ist als sie selbst und die doch ohne sie nicht existieren w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Geschichte von K-Pop wird oft entlang seiner Erfolge in der westlichen Musikindustrie erz\u00e4hlt. 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