{"id":583404,"date":"2025-11-18T01:43:22","date_gmt":"2025-11-18T01:43:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583404\/"},"modified":"2025-11-18T01:43:22","modified_gmt":"2025-11-18T01:43:22","slug":"wadephul-bereist-sechs-staaten-speeddating-auf-dem-westbalkan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583404\/","title":{"rendered":"Wadephul bereist sechs Staaten: Speeddating auf dem Westbalkan"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/johann-wadephul-124.jpg\" alt=\"Johann Wadephul steigt am Flughafen von Podgorica in Montenegro aus dem Flugzeug. \" title=\"Johann Wadephul steigt am Flughafen von Podgorica in Montenegro aus dem Flugzeug.  | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.11.2025 17:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Sechs L\u00e4nder in 65 Stunden: Au\u00dfenminister Wadephul ist unterwegs in den Westbalkan-Staaten, wirbt f\u00fcr die EU. Seine Botschaft: Bewegt euch. Denn die N\u00e4he mancher L\u00e4nder zu Russland macht ihm Sorgen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/nicole-kohnert-105.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Nicole Kohnert\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/nicole-kohnert-107.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-ts-126.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Georg Schwarte\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761559037_57_georg-schwarte-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es regnet in Str\u00f6men, als Au\u00dfenminister Johann Wadephul drinnen im Luftwaffen-Airbus steht und aufz\u00e4hlt, in welche L\u00e4nder er die n\u00e4chsten 65 Stunden reist. Von Bosnien und Herzegowina \u00fcber Montenegro, Albanien, Serbien, Kosovo bis Nordmazedonien will er im Stundentakt in allen Westbalkan-L\u00e4ndern Gespr\u00e4che f\u00fchren. Er muss seine Route vom Papier ablesen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Denn auch f\u00fcr Au\u00dfenminister Wadephul, der gerne mal seine Reiserouten in den vergangenen Wochen spontan \u00e4ndert, ist es eine Mammut-Aufgabe. Erstmal seit geraumer Zeit bestehe eine realistische Chance, dass der Beitrittsprozess der L\u00e4nder entscheidend vorankomme, sagt er. Der Subtext: Jetzt oder nie, bewegt euch in die EU und treibt schnell in euren L\u00e4ndern Reformen voran.<\/p>\n<p>    Komplizierte Beitrittskandidaten, mangelnde Reformen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wadephul startete seine Gespr\u00e4che in Bosnien und Herzegowina. Vor genau 30 Jahren haben sie in Dayton den Frieden ausgehandelt. Vor Ort, ob in der Altstadt oder an den gro\u00dfen Stra\u00dfen in Sarajevo, sind die Einschussl\u00f6cher in den H\u00e4usern von der Belagerung Sarajevos immer noch zu sehen. Heute ist das von Krieg und Kriegsgreueln gepeinigte Land ein EU-Beitrittskandidat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es ist ein komplizierter Kandidat, wird in Sarajewo klar, als Wadephul Christian Schmidt trifft, den Hohen Repr\u00e4sentanten der internationalen Gemeinschaft. Der ehemalige CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt soll den Friedensprozess \u00fcberwachen. Kein leichter Job. So wie der EU-Beitritt kein Spaziergang ist, sagt Wadephul mahnend. &#8222;Dabei ist klar, der Beitrittsprozess ist und bleibt leistungsbasiert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das bedeute f\u00fcr die L\u00e4nder des westlichen Balkans tiefgreifende, oft auch schwierige Reformen. &#8222;An ihnen f\u00fchrt kein Weg vorbei, auch keine Abk\u00fcrzung.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>    Wadephuls Westbalkan-Strategie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Alle sechs EU-Beitrittskandidaten sollen sich trotz aller Desinformations- und Manipulationsversuche autorit\u00e4rer Staaten wie Russland nicht vom Kurs abbringen lassen. Mit dieser Botschaft tourt Wadephul durch die L\u00e4nder, kn\u00fcpft an Gespr\u00e4che an, die schon die damalige Kanzlerin Angela Merkel f\u00fchrte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wadephuls\u00a0Amtsvorg\u00e4ngerin Annalena Baerbock hatte den Westbalkan als einer ihrer drei Priorit\u00e4ten genannt. Wadephul will da nicht nachstehen, schlie\u00dflich leitete er jahrelang die Westbalkan-Gruppe in der Unionsfraktion. Jetzt kann er als Au\u00dfenminister Akzente setzen. Die Position des Westbalkan-Beauftragten wurde im Ausw\u00e4rtigen Amt erstmal gestrichen. Wadephul k\u00fcmmert sich selbst, es bleibt ein Kraftakt.<\/p>\n<p>    Wer es schneller in die EU schafft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Derzeit gelten Montenegro und Albanien als aussichtsreiche Beitrittsl\u00e4nder.\u00a0Montenegro, das mit seiner Einwohnerzahl von gut 600.000 Menschen ungef\u00e4hr so gro\u00df ist wie Stuttgart, hat viele Reformen hinter sich und ist ungeduldig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutsche Investoren und Touristen seien jederzeit willkommen, wirbt der montenegrinische Au\u00dfenminister Ervin Ibrahimovic f\u00fcr sein Land.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Besuch beim Amtskollegen in Podgorica: Wadephul lobte den Reformprozess in Montenegro.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wadephul lobt bei seinem Besuch in der Hauptstadt Podgorica den Reformprozess des Landes. Montenegro werde oft als &#8222;Front-Runner&#8220; im EU-Beitrittsprozess bezeichnet, sagt er. Zu Recht, findet Wadephul, weil das Land viele Fortschritte gemacht habe, aber es sei eben noch ein Weg zu gehen, die letzte Etappe sei immer die schwierigste.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Thema Korruption ist eines, das eng mit der Region verbunden ist und dem Au\u00dfenminister Sorgen macht. Nicht zuf\u00e4llig trifft er sich bei seiner n\u00e4chsten Station in Albanien mit dem Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft und l\u00e4sst sich in Tirana erkl\u00e4ren, wie sie nun Korruption und organisierte Kriminalit\u00e4t bek\u00e4mpfen wollen.<\/p>\n<p>    Sorgenkind Serbien<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das gr\u00f6\u00dfte Sorgenkind bleibt aber Serbien. Denn die N\u00e4he zu Russland und China w\u00e4chst in dem Land. Nur noch 38 Prozent der Serben finden einen EU-Beitritt sinnvoll. Serbiens autokratisch regierender Pr\u00e4sident Alexander Vucic macht es der EU und damit auch Deutschland nicht leichter. Er unterl\u00e4uft Sanktionen, beeinflusst Wahlen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit einem hohen Lithium-Aufkommen ist Serbien allerdings wirtschaftlich wichtig f\u00fcr die EU, auch f\u00fcr Deutschland. Will man mehr Batterien f\u00fcr E-Autos bauen und unabh\u00e4ngiger von China werden, braucht man Serbien. Das war schon Ex-Kanzler Olaf Scholz klar, als er Gespr\u00e4che mit Serbien f\u00fchrte.\u00a0Wadephul wird in Serbien freundlich um einen EU-Beitritt werben, wissend, dass die Ann\u00e4herung des Landes Richtung Russland voranschreitet.<\/p>\n<p>    Truppenbesuch im Kosovo<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Letzte Stationen des Au\u00dfenministers: Truppenbesuch der deutschen Soldaten in Kosovo und Nordmazedonien. Wir haben euch alle im Blick, so Wadephuls Botschaft. Doch eine Frage bleibt auf der Reise: Ob es wirklich alle von ihm bereisten Westbalkan-Staaten in die EU schaffen werden?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.11.2025 17:10 Uhr Sechs L\u00e4nder in 65 Stunden: Au\u00dfenminister Wadephul ist unterwegs in den Westbalkan-Staaten, wirbt f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":583405,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,30616,139033],"class_list":{"0":"post-583404","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-wadephul","17":"tag-westbalkan"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115568169467802805","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=583404"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583404\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/583405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=583404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=583404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=583404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}