{"id":583550,"date":"2025-11-18T03:11:24","date_gmt":"2025-11-18T03:11:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583550\/"},"modified":"2025-11-18T03:11:24","modified_gmt":"2025-11-18T03:11:24","slug":"chinesische-anbieter-draengen-mit-billigware-auf-deutschen-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583550\/","title":{"rendered":"Chinesische Anbieter dr\u00e4ngen mit Billigware auf deutschen Markt"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/container-hafen-china-104.jpg\" alt=\"Hafen in Tangshan, China\" title=\"Hafen in Tangshan, China | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.11.2025 15:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Deutschland wird einer aktuellen Studie zufolge immer mehr zum Ausweichmarkt f\u00fcr chinesische Unternehmen. Infolge des Handelsstreits mit den USA werden massenhaft g\u00fcnstige Waren umgeleitet.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wegen des Zollkonflikts mit den USA hat China einer Studie zufolge massenhaft Ware nach Deutschland umgeleitet, um sie hierzulande vergleichsweise billig zu verkaufen. Der deutsche Markt sei &#8222;geflutet&#8220; worden, hei\u00dft es in einer vom Ausw\u00e4rtigen Amt gef\u00f6rderten Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in K\u00f6ln. Im ersten Halbjahr 2025 seien die chinesischen Importe nach Deutschland um elf Prozent gestiegen und im Preis um nahezu vier Prozent gesunken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zeitgleich seien die chinesischen Exporte in die USA um knapp 16 Prozent abgesackt. Insgesamt sind den Angaben zufolge bei 1.558 Warengruppen, in denen die US-Importe aus dem Reich der Mitte zur\u00fcckgingen, die deutschen Warenimporte im zweiten Quartal von dort mengenm\u00e4\u00dfig um mindestens zehn Prozent zum Vorjahreszeitraum gewachsen.<\/p>\n<p>    Auff\u00e4lligkeiten im Autosektor und der chemischen Industrie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Besonders stark nahm laut der IW-Studie die Einfuhr aus China bei Hybrid-Elektroautos (Plug-in) zu: So hat sich der Wert der Pkw im zweiten Quartal mehr als verdoppelt (plus 131 Prozent), w\u00e4hrend der Export dieser Warengruppe aus dem asiatischen Staat in die USA fast zum Erliegen gekommen ist (minus 99 Prozent).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Autoteile w\u00fcrden vermehrt in Deutschland landen. Bei Schaltgetrieben verdoppelte sich der Einfuhrwert fast, w\u00e4hrend er in die USA um gut f\u00fcnf Prozent sank. In der chemischen Industrie gab es dem IW zufolge ebenfalls auff\u00e4llige Zuw\u00e4chse. So seien die deutschen Importe von Polyamiden um 100 Prozent gestiegen, w\u00e4hrend sie in den USA um fast elf Prozent zur\u00fcckgegangen seien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">China zahlt deutlich mehr Z\u00f6lle f\u00fcr Exporte in die USA als fr\u00fcher, dadurch k\u00f6nnen die Produkte dort nicht mehr so billig verkauft werden wie noch zu Jahresbeginn. Die Untersuchung verdeutlicht, dass viele asiatische Exporteure wegen des Gegenwinds aus den USA deshalb umgesattelt und ihr Europagesch\u00e4ft verst\u00e4rkt haben &#8211; dabei setzen sie auf niedrige Preise, was die heimische Wirtschaft unter Druck setzt.<\/p>\n<p>    Forderung nach Handeln der EU &#8211; Klingbeil in China<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Weil sich die USA st\u00e4rker von China abschotten, wird Deutschland zunehmend zum Ausweichmarkt f\u00fcr chinesische Unternehmen&#8220;, sagte IW-Fachmann J\u00fcrgen Matthes. Dadurch gerieten deutsche Schl\u00fcsselindustrien wie die ohnehin angeschlagene Automobilbranche unter Druck. Weil der chinesische Staat seine Wirtschaft gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctze und die chinesische W\u00e4hrung Yuan unterbewertet sei, profitiere die dortige Industrie von unfairen Wettbewerbsverzerrungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie k\u00f6nne ihre Ware zu extremen Niedrigpreisen anbieten. &#8222;Br\u00fcssel muss deshalb st\u00e4rker und umfassender auf Ausgleichsz\u00f6lle setzen, um wieder faire Wettbewerbsbedingungen zu erm\u00f6glichen&#8220;, forderte der IW-Experte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bundesregierung pocht derweil in China auf Zugest\u00e4ndnisse in der Handelspolitik. &#8222;Wir scheuen den Wettbewerb nicht&#8220;, sagte Finanzminister Lars Klingbeil <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/klingbeil-china-handel-100.html\" title=\"Peking-Reise: Klingbeil auf Mission f\u00fcr deutsche Unternehmen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">heute beim Deutsch-Chinesischen Finanzdialog in Peking<\/a>. Es brauche aber einen fairen Wettbewerb. &#8222;Jede Partnerschaft erfordert eine verl\u00e4ssliche Zusammenarbeit.&#8220; Zusammen mit hochrangigen Managern von Banken und Versicherungen will Klingbeil auf seiner China-Reise einen besseren Marktzugang in der Volksrepublik erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.11.2025 15:22 Uhr Deutschland wird einer aktuellen Studie zufolge immer mehr zum Ausweichmarkt f\u00fcr chinesische Unternehmen. 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