{"id":583861,"date":"2025-11-18T06:16:11","date_gmt":"2025-11-18T06:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583861\/"},"modified":"2025-11-18T06:16:11","modified_gmt":"2025-11-18T06:16:11","slug":"papier-auf-die-brille-hygiene-tipps-fuer-oeffentliche-klos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583861\/","title":{"rendered":"Papier auf die Brille? Hygiene-Tipps f\u00fcr \u00f6ffentliche Klos"},"content":{"rendered":"<p>Furtwangen (dpa\/tmn) &#8211; Igitt! So manche \u00f6ffentliche Toilette empf\u00e4ngt einen mit so viel Schmutz und Mief, dass man mit dem Aufsto\u00dfen der Kabinent\u00fcr direkt umdrehen m\u00f6chte.\u00a0<\/p>\n<p>Aber Blase oder Darm dr\u00fccken so fies &#8211; was raus muss, muss eben raus. Also ist die Strategie: Luft an- und den Ekel aushalten. Dass sich dieses Gef\u00fchl beim Anblick verschmutzter Toiletten meldet, ist \u00fcbrigens ganz normal. \u00abMutter Natur m\u00f6chte nicht, dass wir Menschen uns mit Krankheitserregern infizieren\u00bb, sagt Markus Egert, Professor f\u00fcr Mikrobiologie und Hygiene an der Hochschule Furtwangen. \u00abDeswegen ekeln wir uns wohl angeboren vor zwei Dingen &#8211; Leichen und F\u00e4kalien.\u00bb<\/p>\n<p>Keime am Po machen nicht krank\u00a0<\/p>\n<p>Doch wie gro\u00df ist das Risiko, sich auf \u00f6ffentlichen Toiletten einen Magen-Darm-Infekt einzufangen? Wie viele Infektionen tats\u00e4chlich ihren Ursprung im Besuch (\u00f6ffentlicher) Toiletten haben &#8211; dazu gibt es dem Forscher zufolge keine Studien.\u00a0<\/p>\n<p>Dass uns auf Toiletten potenziell krankmachende Keime begegnen, ist aber nat\u00fcrlich m\u00f6glich. Zum Beispiel dann, wenn zuvor eine am Norovirus erkrankte Person mit ihrem Durchfall auf dem Klo sa\u00df. Bei diesem Erreger reicht schon eine vergleichsweise geringe Virusmenge f\u00fcr eine Ansteckung.\u00a0<\/p>\n<p>Es gibt aber eine wichtige Einschr\u00e4nkung. Und die d\u00fcrfte so manchem etwas mehr Gelassenheit beim Draufsetzen auf \u00f6ffentliche Klobrillen schenken: \u00abWas nur an Oberschenkeln, Hose oder Hintern landet, das macht uns nicht krank. Daf\u00fcr m\u00fcssen die Keime schon in den Mund gelangen\u00bb, sagt Markus Egert.\u00a0<\/p>\n<p>Was aus seiner Sicht die Gefahr ist: Dass wir auf \u00f6ffentlichen Toiletten Oberfl\u00e4chen anfassen, auf denen F\u00e4kalkeime sitzen, und danach dem Alltag weiter nachgehen, ohne dass unsere H\u00e4nde in der Zwischenzeit Wasser und Seife gesehen haben.\u00a0<\/p>\n<p>Daher ist der allerwichtigste Tipp nicht \u00fcberraschend: Nach dem Toilettengang ist H\u00e4ndewaschen angesagt. Und zwar gr\u00fcndlich. Das hei\u00dft: H\u00e4nde nass machen, f\u00fcr 20 bis 30 Sekunden gr\u00fcndlich einseifen, dann absp\u00fclen und vollst\u00e4ndig abtrocknen, am besten mit einem Einweg-Handtuch.<\/p>\n<p>Lieber nicht Klobrille mit Papier auslegen\u00a0<\/p>\n<p>Auch schon w\u00e4hrend des Toilettengangs kann man daf\u00fcr sorgen, dass m\u00f6glichst wenig Keime auf den H\u00e4nden landen. \u00abDer Trick ist, m\u00f6glichst wenig anzufassen\u00bb, sagt Markus Egert.\u00a0<\/p>\n<p>Jetzt m\u00fcssen allerdings alle stark sein, die die Klobrille mit Toilettenpapier bedecken, ehe sie darauf Platz nehmen. Aus Sicht des Hygiene-Professors macht das wenig Sinn. \u00abJe mehr Bastelarbeiten ich in der Kabine mache, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Dinge anfasse, die ich sonst nicht ber\u00fchrt h\u00e4tte\u00bb, sagt Egert. Man patscht also h\u00e4ufiger an Klopapier und -brille &#8211; insbesondere \u00abwenn man sich hinsetzt und alles verrutscht &#8211; und man dann alles wieder zurecht ruckeln muss\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Wer partout mit dem Ges\u00e4\u00df nicht die Klobrille ber\u00fchren mag, kann Egert zufolge durchaus auf das Prinzip \u00abSkihocke\u00bb setzen. Hei\u00dft: sich so \u00fcber die Toilette hocken, dass der Po dar\u00fcber schwebt. Gut trainierte Oberschenkel sind hier von Vorteil. Und auch Treffgenauigkeit z\u00e4hlt: Schlie\u00dflich sollten die Ausscheidungen auch wirklich im Klo und nicht auf der Brille landen &#8211; zuk\u00fcnftige Klobenutzerinnen und -benutzer werden es danken.\u00a0<\/p>\n<p>Tr\u00f6pfchen im Raum: Deckel zu beim Sp\u00fclen!<\/p>\n<p>Was man f\u00fcr ein hygienischeres Klo-Erlebnis noch tun kann: beim Sp\u00fclen den Deckel zuklappen. So sorgt man daf\u00fcr, dass weniger Tr\u00f6pfchen, die Bakterien und Viren enthalten k\u00f6nnen, in der Klokabine unterwegs sind &#8211; und senkt auch damit das Infektionsrisiko.\u00a0<\/p>\n<p>Ein weiterer Tipp, den aber wahrscheinlich ohnehin jeder auf \u00f6ffentlichen Toiletten intuitiv befolgt: m\u00f6glichst kurz dort sein. Je l\u00e4nger man sich dort aufh\u00e4lt, desto mehr Aerosole &#8211; also dieser feinen Tr\u00f6pfchen &#8211; atmet man ein. Markus Egert kann aber Entwarnung geben: \u00abIch w\u00fcrde aber auch nicht die Luft anhalten.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Furtwangen (dpa\/tmn) &#8211; Igitt! 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