{"id":583867,"date":"2025-11-18T06:19:12","date_gmt":"2025-11-18T06:19:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583867\/"},"modified":"2025-11-18T06:19:12","modified_gmt":"2025-11-18T06:19:12","slug":"hitzestress-in-der-modebranche-kampagne-fuer-saubere-kleidung-mahnt-cop30-zu-ehrgeiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583867\/","title":{"rendered":"Hitzestress in der Modebranche: Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung mahnt COP30 zu Ehrgeiz &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">18.11.2025 \u2013 07:15<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Clean Clothes Campaign - Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/77911\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Clean Clothes Campaign &#8211; Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Berlin\" title=\"News aus Berlin \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> (ots)<\/p>\n<p><b>Millionen Textilarbeiter*innen weltweit sind durch steigende Temperaturen akut gef\u00e4hrdet<\/b><\/p>\n<p> Das globale Netzwerk der Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) ruft Modeunternehmen, zuliefernde Fabriken und Regierungen dringend auf, Arbeiter*innen in der globalen Bekleidungsindustrie besser vor extremer Hitze und ihren Folgen zu sch\u00fctzen. <\/p>\n<p> Rund 72 Millionen Menschen arbeiten weltweit in diesem Sektor. In ihrem aktuellen <b>Positionspapier &#8222;Hitze und Rechte von Textilarbeiter*innen<\/b>&#8220; warnt die Kampagne: Steigende Temperaturen gef\u00e4hrden Gesundheit, Sicherheit und Einkommen von Millionen Besch\u00e4ftigten in Produktionsl\u00e4ndern. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern den Schutz grundlegender Arbeitsrechte und die konsequente Einbeziehung der Perspektiven der Besch\u00e4ftigten. Vor dem Hintergrund der laufenden Klimakonferenz COP30 gewinnt diese Forderung noch einmal deutlich an Dringlichkeit. <\/p>\n<p> &#8222;Die Weltklimakonferenz muss zentrale Impulse f\u00fcr den Klimaschutz und die Anpassung an die Klimakrise setzen: von klimaresistenten Infrastrukturen bis hin zur Finanzierung eines gerechten und inklusiven Wandels&#8220;, fordert Helen Gimber von der Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung. &#8222;Die Modeindustrie tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zum Voranschreiten der Klimakrise bei. Der Schutz ihrer Besch\u00e4ftigten ist eine dr\u00e4ngende Aufgabe &#8211; und ein Pr\u00fcfstein f\u00fcr die Gaubw\u00fcrdigkeit ihrer Klimapolitik.&#8220; <\/p>\n<p><b>Kernforderungen im Positionspapier: Die CCC fordert verbindliche Ma\u00dfnahmen und klare Verantwortlichkeiten, um Besch\u00e4ftigte in der Modeindustrie vor Hitze zu sch\u00fctzen:<\/b><\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li><b>Gesundheitsschutz:<\/b> Inklusive, arbeiter*innenorientierte Ma\u00dfnahmen gegen Hitzestress, z. B. die \u00dcberwachung von Temperaturen und Trinkwasserversorgung <\/li>\n<li><b>Existenzsicherung:<\/b> Lohnfortzahlung und sozialer Schutz bei Produktionsausf\u00e4llen oder Krankheiten <\/li>\n<li><b>Achtung der Menschenrechte:<\/b> Besonders f\u00fcr Frauen, Migrant*innen und Heimarbeiter*innen, die z.B. Lohnausf\u00e4lle und durch Stress verst\u00e4rkte Diskriminierung besonders hart treffen <\/li>\n<li><b>Klimaverantwortung:<\/b> Reduktion der Emissionen und nachhaltige Produktionspraktiken entlang der Lieferketten <\/li>\n<\/ul>\n<p><b>&#8222;Frauen sind gezwungen, bis zur Ohnmacht zu arbeiten&#8220;<\/b><\/p>\n<p> In Arbeitsst\u00e4tten mit sich stark aufheizenden Metalld\u00e4chern und kaum Bel\u00fcftung arbeiten Besch\u00e4ftigte ohne ausreichende Pausen. Frauen etwa in Fabriken in Sri Lanka sind teilweise gezwungen, \u00fcber Stunden in extremer Hitze zu arbeiten, oft bis sie ohnm\u00e4chtig werden. Die Frauenrechtsaktivistin vom Women&#8217;s Centre Sri Lanka Gayani Gomes berichtet, dass mit steigenden Temperaturen auch F\u00e4lle von geschlechtsspezifischer Gewalt und Bel\u00e4stigung zunehmen. <\/p>\n<p><b>Emelia Yanti von<\/b> der <b>Gabungan Serikat Buruh Indonesia <\/b>Gewerkschaft aus Indonesien fordert: &#8222;Wir m\u00fcssen sicherstellen, dass Arbeiter*innen nicht den Preis zahlen, wenn Fabriken zu hei\u00df zum Arbeiten sind. Marken m\u00fcssen Verantwortung \u00fcbernehmen, sichere Arbeitspl\u00e4tze schaffen und ihre Auftr\u00e4ge anpassen, wenn die Temperaturen das Arbeiten unsicher machen.&#8220; <\/p>\n<p> Modeunternehmen und Regierungen m\u00fcssen handeln <\/p>\n<p> Schutzma\u00dfnahmen sind bekannt: Bessere Bel\u00fcftung, zus\u00e4tzliche Pausen oder angepasste Arbeitszeiten k\u00f6nnten Abhilfe schaffen. Das zeigen Recherchen des Business &amp; Human Rights Resource Centre (2025). Trotzdem hat kaum ein Modeunternehmen eine \u00f6ffentliche Strategie zu Umgang mit Hitze. <\/p>\n<p> &#8222;Die COP30 ist eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass dieGefahr von Hitze am Arbeitsplatz ernst genommen wird. Dazu m\u00fcssen Besch\u00e4ftigtenvertretungen sowie Vertretungen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte des informellen Sektor bei der Klimakonferenz zu Wort kommen. Entgegen aller pessimistischen Einsch\u00e4tzungen zu den aktuellen Klimaverhandlungen m\u00fcssen Regierungen die Chance nutzen und Ma\u00dfnahmen vereinbaren, die die Klimakrise begrenzen. Sozial gerechte Anpassungen m\u00fcssen in verschiedensten Sektoren erm\u00f6glicht werden,&#8220; erkl\u00e4rt Dr. Jiska Gojowczyk vom S\u00dcDWIND-Institut. &#8222;Regierungen m\u00fcssen zeigen, dass sie es mit dem Plan einer Just Transition ernst meinen, auch \u00fcber den Energiesektor hinaus.&#8220; <\/p>\n<p><b>Hitze als systemische Bedrohung der Arbeitsrechte<\/b><\/p>\n<p> Hitze am Arbeitsplatz ist kein isoliertes Risiko, sondern eine Frage von Gerechtigkeit, Gesundheit und \u00dcberleben. Sie gef\u00e4hrdet das Leben der Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben. &#8222;Extreme Temperaturen verst\u00e4rken bestehende Missst\u00e4nde &#8211; von Ausbeutung und Bel\u00e4stigung bis zu Einkommensverlusten. Unternehmen m\u00fcssen f\u00fcr sichere Arbeitspl\u00e4tze sorgen. Und sie sind daf\u00fcr verantwortlich, die L\u00f6hne und die Lebensgrundlagen der Besch\u00e4ftigten zu sch\u00fctzen, wenn extreme Temperaturen die Produktion einschr\u00e4nken.&#8220; erg\u00e4nzt Helen Gimber von der Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung. <\/p>\n<p><b>Herunterladen:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/saubere-kleidung.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Hitze-und-Rechte-von-Textilarbeiter_innen-1.pdf\">das vollst\u00e4ndige Positionspapier alsPDF<\/a><\/b><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Kontakt<br \/>Helen Gimber, Koordinatorin, Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung, <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/77911\/mailto: koordination@saubere-kleidung.de\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> koordination@saubere-kleidung.de<\/a>, +491511 64 739 42<\/p>\n<p>Dr. Jiska Gojowczyk, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, S\u00dcDWIND-Institut, <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/77911\/mailto: gojowczyk@suedwind-institut.de\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> gojowczyk@suedwind-institut.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Clean Clothes Campaign &#8211; Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"18.11.2025 \u2013 07:15 Clean Clothes Campaign &#8211; Kampagne f\u00fcr Saubere Kleidung Berlin (ots) Millionen Textilarbeiter*innen weltweit sind durch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":386213,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[6442,70019,3364,29,30,141,6801,54,1548,350,1209,178,180,179,181,11060,4418],"class_list":{"0":"post-583867","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-arbeitsrecht","9":"tag-cop30","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-gesundheit","14":"tag-governance","15":"tag-industrie","16":"tag-klimaschutz","17":"tag-mode","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-presse","20":"tag-pressemeldung","21":"tag-pressemitteilung","22":"tag-pressemitteilungen","23":"tag-textil","24":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115569253727282193","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583867","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=583867"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583867\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/386213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=583867"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=583867"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=583867"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}