{"id":583888,"date":"2025-11-18T06:32:26","date_gmt":"2025-11-18T06:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583888\/"},"modified":"2025-11-18T06:32:26","modified_gmt":"2025-11-18T06:32:26","slug":"glasfaser-im-stau-warum-deutschland-ohne-open-access-nicht-vorankommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583888\/","title":{"rendered":"Glasfaser im Stau: Warum Deutschland ohne Open Access nicht vorankommt"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">18.11.2025 \u2013 07:15<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von BearingPoint GmbH\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/68073\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BearingPoint GmbH<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/f6411509-6439-4d48-a229-1b05a6c3d10a\/BearingPoint_Open_Access.jpg.jpg\" data-description=\"Bildquelle: BearingPoint, Marktstudie Open Access \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/68073 \/ Die Verwendung dieses Bildes f\u00fcr redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zul\u00e4ssig und dann auch honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung ausschlie\u00dflich mit Bildrechte-Hinweis.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"691b40ed270000fd2cffdd71\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/glasfaser-im-stau-warum-deutschland-ohne-open-access-nicht-vorankommt.jpeg\"   alt=\"Glasfaser im Stau: Warum Deutschland ohne Open Access nicht vorankommt\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Frankfurt%20am%20Main\" title=\"News aus Frankfurt am Main \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankfurt am Main<\/a> (ots)<\/p>\n<p><b>Eine neue Marktstudie von BearingPoint zeigt, was andere L\u00e4nder besser machen und warum offene Netze \u00fcber den Erfolg der digitalen Infrastruktur entscheiden.<\/b><\/p>\n<p> Der technische Glasfaserausbau in Deutschland schreitet voran, ebenso die Zahl individueller Vereinbarungen zwischen Telekommunikationsanbietern, um ihren Kunden Glasfaser zug\u00e4nglich zu machen. Dennoch bleibt Deutschland weit entfernt von einem &#8222;echten&#8220; Open-Access-Markt. Es droht eine Entwicklung hin zu Marktstrukturen, die den Interessen des Endkunden nicht ausreichend gerecht werden: &#8222;Kunden wollen die Auswahl zwischen m\u00f6glichst vielen Anbietern, um das Angebot zu w\u00e4hlen, das am besten zu ihnen passt. Stattdessen verirrt sich der Markt in \u00fcberwiegend regionalmonopolistischen Strukturen, die f\u00fcr den Kunden un\u00fcbersichtlich sind und die Netze der ausbauenden Unternehmen halb leer lassen. Daher braucht es konsequenten Fokus auf Open Access&#8220;, sagt Julius Hafer, Partner bei BearingPoint. <\/p>\n<p> Open Access bezeichnet in diesem Zusammenhang den diskriminierungsfreien Zugang zu bestehenden Glasfasernetzen &#8211; unabh\u00e4ngig davon, welcher Anbieter die Infrastruktur gebaut hat. So k\u00f6nnen verschiedene Telekommunikationsunternehmen dieselben Netze nutzen und Endkunden erhalten mehr Auswahl und bessere Konditionen. <\/p>\n<p> L\u00e4nder wie Schweden, D\u00e4nemark oder die Niederlande setzen l\u00e4ngst auf offene Netze und erzielen deutlich h\u00f6here Nutzungsraten. <\/p>\n<p><b>Deutschland im internationalen Vergleich abgeschlagen<\/b><\/p>\n<p> Ende 2024 lag Deutschland mit einer Glasfaserverf\u00fcgbarkeit von rund 43 Prozent und einer Take-Up-Rate von lediglich 26 Prozent im unteren Mittelfeld Europas. Zum Vergleich: Schweden erreichte eine Verf\u00fcgbarkeit von 87 Prozent und eine Take-Up-Rate von 82 Prozent, die Niederlande lagen bei 93 Prozent Verf\u00fcgbarkeit und 38 Prozent Nutzung. Selbst die Schweiz, mit vergleichbarer Infrastruktur, erzielte mit 50 Prozent eine fast doppelt so hohe Nutzungsquote wie Deutschland. Zwar hat sich die Glasfaserverf\u00fcgbarkeit in Deutschland bis Juni 2025 auf 53 Prozent erh\u00f6ht, allerdings ist die Take-Up-Rate im gleichen Zeitraum lediglich minimal auf 27 Prozent gestiegen. <\/p>\n<p> Die Ursachen sind strukturell: W\u00e4hrend andere L\u00e4nder auf zentrale Open-Access-Plattformen, klare regulatorische Leitplanken und kommunale Netzmodelle setzen, dominiert in Deutschland ein fragmentierter, technisch gepr\u00e4gter Markt mit exklusiven Einzelvereinbarungen und fehlenden Standards. <\/p>\n<p> &#8222;Der Glasfaserausbau schreitet voran, aber die Nutzung bleibt hinter den M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck. Die Marktlogik folgt noch oft dem Prinzip der Gebietssicherung statt der \u00d6ffnung. Ein verbindlicher Rahmen f\u00fcr Open Access kann helfen, bestehende Infrastrukturen besser zu nutzen und den Wettbewerb nachhaltig zu st\u00e4rken&#8220;, so Julius Hafer. <\/p>\n<p><b>Best Practices aus Europa: Was Deutschland lernen kann<\/b><\/p>\n<p> Die Studie identifiziert mehrere internationale Erfolgsmodelle, die als Blaupause f\u00fcr Deutschland dienen k\u00f6nnen: <\/p>\n<p> Schweden: Kommunale Stadtnetzgesellschaften betreiben offene Netze, die allen Diensteanbietern diskriminierungsfrei zur Verf\u00fcgung stehen. Das Modell basiert auf klarer Trennung von Infrastruktur und Dienstleistung &#8211; mit wirtschaftlichem Erfolg. <\/p>\n<p> D\u00e4nemark: Die Einf\u00fchrung standardisierter Open-Access-Plattformen wie OpenNet A\/S hat die Skalierung erleichtert und die Take-Up-Raten signifikant erh\u00f6ht. Einheitliche Schnittstellen und zentrale Serviceportale gelten als Erfolgsfaktoren. <\/p>\n<p> Niederlande: Flexible Open-Access-Modelle und eine starke politische F\u00f6rderung haben zu einem wettbewerbsfreundlichen Markt mit hoher Anbieterwahl gef\u00fchrt. <\/p>\n<p><b>Fragmentierung bremst Skalierung<\/b><\/p>\n<p> Trotz wachsender Zahl an Kooperationen zwischen Netzbetreibern und Diensteanbietern bleibt der deutsche Markt stark fragmentiert. Exklusive Individualvereinbarungen dominieren, w\u00e4hrend echte Open-Access-Modelle bislang die Ausnahme sind. Die Studie zeigt, dass nur 17 Prozent der angeschlossenen Haushalte \u00fcber Open Access realisiert wurden. <\/p>\n<p><b>Handlungsempfehlungen f\u00fcr Deutschland<\/b><\/p>\n<p> Die Studie formuliert konkrete Empfehlungen, wie Deutschland von internationalen Best Practices profitieren kann: <\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li> Einf\u00fchrung verbindlicher technischer Standards f\u00fcr Open Access <\/li>\n<li> F\u00f6rderung zentraler Plattformen zur Netzintegration <\/li>\n<li> Klare regulatorische Leitplanken f\u00fcr diskriminierungsfreien Zugang <\/li>\n<li> St\u00e4rkung kommunaler Netzbetreiber durch gezielte Investitionsanreize <\/li>\n<li> Trennung von Infrastruktur und Dienstleistung zur Vermeidung von Interessenkonflikten <\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Drei Szenarien f\u00fcr Deutschland bis 2030<\/b><\/p>\n<p> Die Studie skizziert drei m\u00f6gliche Entwicklungspfade f\u00fcr den deutschen Markt: <\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li> Szenario A &#8211; Duopol: Ein dominanter Anbieter und eine Open-Access-Community teilen den Markt. <\/li>\n<li> Szenario B &#8211; Oligopol: Exklusive Modelle konkurrieren mit offenen Strukturen. <\/li>\n<li> Szenario C &#8211; Community: Ein interoperabler Markt mit hoher Anbieter- und Tarifvielfalt entsteht. <\/li>\n<\/ul>\n<p> Julius Hafer res\u00fcmiert: &#8222;Derzeit stehen Netzbetreiber vor einem Connectivity-Dilemma: In einem ges\u00e4ttigten Markt sinken die Preise f\u00fcr Internetanschl\u00fcsse kontinuierlich, was langfristig trotz steigender Nachfrage kaum Raum f\u00fcr Wachstum l\u00e4sst. Open Access erm\u00f6glicht es Netzbetreibern, diesem Dilemma zu entkommen: Durch Wettbewerb statt Monopol entstehen vollere Netze, effizientere Auslastung und echte Kundenzentrierung. Jetzt ist der Moment, gemeinsam tragf\u00e4hige Strukturen zu schaffen.&#8220; <\/p>\n<p> Die vollst\u00e4ndige Studie &#8222;Open Access Marktstudie 2025&#8220; steht auf der BearingPoint-Website zum Download bereit:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/ots.de\/ZNhaLh\">https:\/\/ots.de\/ZNhaLh<\/a><\/p>\n<p><b>\u00dcber BearingPoint<\/b><\/p>\n<p> BearingPoint ist eine unabh\u00e4ngige Management- und Technologieberatung mit europ\u00e4ischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Gesch\u00e4ftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische Beratungsgesch\u00e4ft mit dem Dienstleistungsportfolio People &amp; Strategy, Customer &amp; Growth, Finance &amp; Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services f\u00fcr gesch\u00e4ftskritische Prozesse. Capital deckt die Aktivit\u00e4ten im Bereich M&amp;A, Ventures, und Investments von BearingPoint ab. <\/p>\n<p> Zu BearingPoints Kunden geh\u00f6ren viele der weltweit f\u00fchrenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterst\u00fctzt Kunden in \u00fcber 70 L\u00e4ndern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen f\u00fcr einen messbaren und langfristigen Gesch\u00e4ftserfolg. <\/p>\n<p> BearingPoint ist eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und \u00f6kologische Standards erf\u00fcllt. <\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><\/p>\n<p> Homepage:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.bearingpoint.com\/de-de\/branchen\/telecommunications\">https:\/\/www.bearingpoint.com<\/a><\/p>\n<p> LinkedIn:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"http:\/\/www.linkedin.com\/company\/bearingpoint\">www.linkedin.com\/company\/bearingpoint<\/a><\/p>\n<p> Instagram:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.instagram.com\/bearingpoint_dach\/\">https:\/\/www.instagram.com\/bearingpoint_dach<\/a><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Alexander Bock<br \/>Global Senior Manager Communications<br \/>Tel: +49 89 540338029<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/68073\/mailto: alexander.bock@bearingpoint.com\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> alexander.bock@bearingpoint.com<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: BearingPoint GmbH, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n<p>                <script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"18.11.2025 \u2013 07:15 BearingPoint GmbH Frankfurt am Main (ots) Eine neue Marktstudie von BearingPoint zeigt, was andere L\u00e4nder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":583889,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3477,3364,29,30,15329,13,198,14,3923,15,3921,178,180,179,181,12,11748,425,3795,6742],"class_list":{"0":"post-583888","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-bild","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-glasfaser","17":"tag-headlines","18":"tag-internet","19":"tag-nachrichten","20":"tag-nachrichten-aus-deutschland","21":"tag-news","22":"tag-news-aus-deutschland","23":"tag-presse","24":"tag-pressemeldung","25":"tag-pressemitteilung","26":"tag-pressemitteilungen","27":"tag-schlagzeilen","28":"tag-studie","29":"tag-technologie","30":"tag-telekommunikation","31":"tag-unternehmensberatung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115569305066996918","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=583888"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583888\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/583889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=583888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=583888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=583888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}