{"id":584831,"date":"2025-11-18T15:47:19","date_gmt":"2025-11-18T15:47:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/584831\/"},"modified":"2025-11-18T15:47:19","modified_gmt":"2025-11-18T15:47:19","slug":"berlin-feiert-seine-historischen-klo-haeuschen-tageskarte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/584831\/","title":{"rendered":"Berlin feiert seine historischen Klo-H\u00e4uschen: Tageskarte"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0Im 19. Jahrhundert muss es in Berlin ziemlich gestunken haben. Moderne Wasser- und Abflussleitungen gab es lange Zeit kaum. Wer auf Toilette musste, entsorgte sein Gesch\u00e4ft in Nachtt\u00f6pfen oder Jauchegruben.\u00a0<\/p>\n<p>Der Inhalt landete meistens in der Spree. Ab dem Jahr 1863 sorgten die ersten \u00f6ffentlichen Toiletten f\u00fcr Erleichterung. Anl\u00e4sslich des Welttoilettentags am Mittwoch (19. November) beleuchtet die Umweltverwaltung ein besonders h\u00fcbsches Klo-H\u00e4uschen, das damals entstand und bis heute in Berlin zu sehen ist: das sogenannte Caf\u00e9 Achteck.<\/p>\n<p>Die Pissoirs bestehen aus acht gusseisernen W\u00e4nden und wurden wegen ihrer gr\u00fcnen Farbe zun\u00e4chst auf den Namen Waidmannslust getauft. \u00abDoch die Berlinerinnen und Berliner gaben ihnen schnell ihren bis heute bekannten Spitznamen Caf\u00e9 Achteck \u2013 in Anspielung auf ihre Form und die Tatsache, dass man dort seinen &#8222;Kaffee loswird&#8220;\u00bb, erkl\u00e4rt die Umweltverwaltung. Hergestellt wurden die H\u00e4uschen von einer Eisengie\u00dferei, die auch Br\u00fccken und Bahnh\u00f6fe baute.<\/p>\n<p>Burger-Restaurant und Museums-Pavillon<\/p>\n<p>142 dieser \u00f6ffentlichen Toiletten seien bis zum Jahr 1920 in verschiedenen Varianten in Berlin installiert worden. Heute sind noch elf davon \u00fcbrig. \u00abEinige von ihnen stehen unter Denkmalschutz, dienen aber demselben Zweck wie vor 146 Jahren.\u00bb\u00a0Eines davon steht zum Beispiel am R\u00fcdesheimer Platz in Wilmersdorf, inzwischen auf mit Klos f\u00fcr Frauen. Manche werden heute aber auch ganz anders genutzt, etwa als Burger-Restaurant an der U-Bahn-Haltestelle Schlesisches Tor oder als Pavillon eines Museums.<\/p>\n<p>Erste Bem\u00fchungen, \u00f6ffentliche Toiletten aufzustellen, gingen damals \u00fcbrigens von der Berliner Polizei aus. Die war laut k\u00f6niglichem Befehl f\u00fcr alles verantwortlich, was auf und unter den wichtigsten Stra\u00dfen der Stadt geschah.\u00a0<\/p>\n<p>Heute gibt es in Berlin mehrere hundert \u00f6ffentliche Toiletten. Die mit Abstand am h\u00e4ufigsten genutzte Toilettenanlage war vergangenes Jahr das WC-Center am Alexanderplatz mit t\u00e4glich rund 900 Nutzerinnen und Nutzern. (dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a0Im 19. Jahrhundert muss es in Berlin ziemlich gestunken haben. Moderne Wasser- und Abflussleitungen gab es lange Zeit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":584832,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,12612,140244,29,30,89701,23198,53991],"class_list":{"0":"post-584831","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-buerger","10":"tag-cafe-achteck","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-klo","14":"tag-toiletten","15":"tag-umnutzung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115571487220945102","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/584831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=584831"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/584831\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/584832"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=584831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=584831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=584831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}