{"id":584908,"date":"2025-11-18T16:42:12","date_gmt":"2025-11-18T16:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/584908\/"},"modified":"2025-11-18T16:42:12","modified_gmt":"2025-11-18T16:42:12","slug":"merz-europa-wird-digitale-abhaengigkeit-von-usa-und-china-abbauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/584908\/","title":{"rendered":"Merz: Europa wird digitale Abh\u00e4ngigkeit von USA und China abbauen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (Reuters) &#8211;     Kanzler Friedrich Merz hat angek\u00fcndigt, dass Europa eigene digitale F\u00e4higkeiten entwickeln und der Staat verst\u00e4rkt Produkte aus Europa einsetzen wird.<\/p>\n<p>\n              &#8222;Wir sehen die systemische Rivalit\u00e4t der USA und Chinas, zweier Gro\u00dfm\u00e4chte, auch zweier Digitalgro\u00dfm\u00e4chte, die um die Technologief\u00fchrerschaft ringen. Europa darf ihnen dieses Feld nicht \u00fcberlassen&#8220;, sagte Merz am Dienstag auf dem deutsch-franz\u00f6sischen Digitalgipfel in Berlin. Er verwies auf die St\u00f6rungen bei gro\u00dfen US-Cloud-Anbietern und die chinesischen Lieferengp\u00e4sse bei Chips. &#8222;Diese St\u00f6rungen zeigen: Wir sind abh\u00e4ngig von digitalen Technologien, sowohl aus China als auch aus den Vereinigten Staaten von Amerika&#8220;, warnte er.<\/p>\n<p>\n              Deshalb m\u00fcssten Deutschland und die EU aufholen. Das betreffe insbesondere die Schl\u00fcsseltechnologien von K\u00fcnstlicher Intelligenz \u00fcber Quantentechnologie und Cloud-Computing bis hin zur Mikroelektronik, f\u00fcgte der Kanzler hinzu. &#8222;Nur so schaffen wir Alternativen und eben auch Wahlm\u00f6glichkeiten.&#8220; Auch die Bundeswehr und Beh\u00f6rden m\u00fcssten in der Lage sein, Cyberangriffe und Desinformation mit eigenen technologischen Mitteln abzuwehren. Bisher dominieren in diesem Bereich etwa US-amerikanische oder israelische Programme. <\/p>\n<p>\n              Ausdr\u00fccklich setzte sich Merz daf\u00fcr ein, US-Anbieter etwa bei Daten-Clouds EU-Regeln zu unterwerfen. &#8222;Ich begr\u00fc\u00dfe ausdr\u00fccklich, dass der Digital Markets Act auch auf gro\u00dfe Cloud-Anbieter anwendbar sein soll, sobald sie als sogenannte Gatekeeper eingestuft sind&#8220;, betonte er. Dies bringe europ\u00e4ische Cloud-Anbieter leichter in den Markt. &#8222;Wir wollen denjenigen, die souver\u00e4ne Clouds f\u00fcr die Speicherung ihrer Daten in Europa nutzen, mehr Flexibilit\u00e4t bei der Nutzung dieser Daten einr\u00e4umen.&#8220;<\/p>\n<p>\n              Au\u00dferdem k\u00fcndigte Merz an, dass der Staat sogenannter Ankerkunde europ\u00e4ischer Digitalanbieter werde und unter anderem Software von US-Firmen ersetzen werde. &#8222;Denn der Staat muss seine Arbeit auch in Krisenzeiten stabil ausf\u00fchren k\u00f6nnen&#8220;, betonte Merz. Erste Beh\u00f6rden wie das Robert-Koch-Institut seien bereits umgestiegen. Auch im Bundeskanzleramt w\u00fcrden Komponenten aus OpenDesk, also offener Software, genutzt. Er k\u00fcndigte an, dass Deutschland und Frankreich gemeinsame Kriterien f\u00fcr die Beschaffung souver\u00e4ner digitaler Dienste entwickeln wollen. Die n\u00e4chste Generation von KI soll auch in Europa gestaltet werden. <\/p>\n<p>\n              Merz mahnte zudem die Unternehmen, nicht nur auf die billigsten L\u00f6sungen zu setzen, die vielleicht aus dem nicht-europ\u00e4ischen Ausland kommen. &#8222;Ja, digitale Souver\u00e4nit\u00e4t hat Kosten. Aber die digitale Abh\u00e4ngigkeit hat noch h\u00f6here Kosten.&#8220; Das Ziel digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t sei richtig, auch wenn man keine Abschottung und keinen Protektionismus wolle.<\/p>\n<p> (Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Hans Busemann; Bei R\u00fcckfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com  (f\u00fcr Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com  (f\u00fcr Unternehmen und M\u00e4rkte).)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (Reuters) &#8211; Kanzler Friedrich Merz hat angek\u00fcndigt, dass Europa eigene digitale F\u00e4higkeiten entwickeln und der Staat verst\u00e4rkt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":584909,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,665,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-584908","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115571703511185268","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/584908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=584908"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/584908\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/584909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=584908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=584908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=584908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}