{"id":585120,"date":"2025-11-18T18:45:15","date_gmt":"2025-11-18T18:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585120\/"},"modified":"2025-11-18T18:45:15","modified_gmt":"2025-11-18T18:45:15","slug":"metropolregion-berlin-brandenburg-bluehende-landschaften-jedenfalls-in-oel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585120\/","title":{"rendered":"Metropolregion Berlin-Brandenburg: Bl\u00fchende Landschaften \u2013 jedenfalls in \u00d6l"},"content":{"rendered":"<p class=\"Initial paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">E s war ein sehr regnerischer Novembertag. Irgendwann an diesem Tag gab es auch sicherlich wieder eine Meldung, dass irgendwo in Deutschland wieder etwas wirtschaftlich den Bach runter gegangen sein soll. Und schr\u00e4g gegen\u00fcber im Brandenburger Landtag sitzt die AfD als gr\u00f6\u00dfte Oppositionspartei, in Umfragen mit zuletzt 34 Prozent weit vorne. Insofern sind die Umst\u00e4nde am Montagabend nicht die besten f\u00fcr den Wirtschaftsverband UVB, um im Museum Barberini in Potsdam sein 75-j\u00e4hrigen Bestetehen zu feiern.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Aber es gibt ja drei Redner, die sich der Verband \u2013 das K\u00fcrzel steht ausgeschrieben f\u00fcr Unternehmensverb\u00e4nde Berlin-Brandenburg \u2013 eingeladen hat. Und die treten auf wie Motivationsk\u00fcnstler oder Fu\u00dfballtrainer in einer aufr\u00fcttelnden Kabinenpredigt. Wobei das mit dem Fu\u00dfball in einer Wunde r\u00fchrt: Wer an diesem Abend im Barberini ist, verpasst zumindenst die erste Halbzeit des WM-Qualifikationsspiels gegen die Slowakei \u2013 jener, wie sich zeigen wird, vielleicht besten seit dem legend\u00e4ren 7:1 gegen Brasilien bei der WM 2014.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Aber das ist ja gl\u00fccklicherweise zu Beginn des Abends noch nicht absehbar. Die drei Redner vor der illustren Schar von Regierungsmitgliedern und Abgeordneten aus beiden Bundesl\u00e4ndern samt Kirchenleuten, Gewerkschaftern sind die beiden Ministerpr\u00e4sidenten Kai Wegner und Dietmar Woidke \u2013 und der Chef eines f\u00fchrenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituts, Michael H\u00fcther. H\u00fcther war auch einer jener vier \u00d6konomen, die im Fr\u00fchjahr entscheidenden Einfluss auf das 500 Milliarden schwere Sonderverm\u00f6gen des Bundes hatten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Qua Amt, Funktion und Reputation sind das also nicht unbedingt berufsm\u00e4\u00dfige Dampfplauderer wie bei manchem Motivationsseminar oder einer Promotion-Tour. Trotzdem sehen diese drei im Kern nur Chancen f\u00fcr die Region und malen das auch mit Superlativ aus. Was auch f\u00fcr das Berliner Umland gelten soll mit seinen malerischen brandenburgischen Seen.<\/p>\n<p>      Sich blo\u00df keine Konkurrenz machen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Der Begriff f\u00e4llt nicht, aber da k\u00f6nnen einem schnell die \u201ebl\u00fchenden Landschaften\u201c in den Kopf kommen, die der fr\u00fchere Bundeskanzler Helmut Kohl von der CDU nach der Wiedervereinigung versprach. Das gilt umso mehr, weil es gleich hinter den W\u00e4nden des Vortragssaals im Barbini genau solche sch\u00f6nen Landschaften gibt, vorrangig in \u00d6l und gemalt von Claude Monet und seinen impressionistischen Zeitgenossen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Blo\u00df eine einzige Voraussetzung nennen alle drei Redner: Dass n\u00e4mlich \u2013 sinngem\u00e4\u00df zusammen gefasst \u2013 Berlin und Brandenburg an einem Strang ziehen. Was weniger bildhaft ausgedr\u00fcckt konkret hei\u00dfen soll: Sich auf keinen Fall Konkurrenz machen, etwa bei Ausschreibungen und Ansiedlungen. Gemeinsam planen und Dinge nicht teuer doppelt und parallel vorantreiben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Der Woidke und Wegner w\u00fcnschen sich zudem \u00fcber Pareigrenzen hinweg mehr Fairness von der Bundesregierung, sehen sich als Ostdeutsche nachrangig behandelt, f\u00fcr die es weit weniger Infrastrukturprojekte und Direktverbindungen vom Flughafen BER aus gebe.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">Die beiden Regierungschef loben sich \u00fcberhaupt \u00fcber alle Ma\u00dfen. Glaubt man Wegner, so ist der SPDler Woidke bei Treffen der Ministerpr\u00e4sidenten, bei den der Berliner Regierungschef zwischen Bayern und Brandenburg sitzt, f\u00fcr ihn der erholende Ausgleich zu seinem formalen Unionsparteienfreund Markus S\u00f6der. Er freue sich immer, nach Potsdam zu kommen, ist von Wegner zu h\u00f6ren, weil er dann die Chance habe, Woidke zu treffen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"10\">Falls der dann gerade nicht da ist, der Himmel wieder grau und die Landschaft doch nicht so bl\u00fchend, kann Wegner ja auch wieder ins Museum Barberini gehen. Die Landschaften an den W\u00e4nden dort leuchten bei jedem Wetter und jeder Tageszeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"E s war ein sehr regnerischer Novembertag. 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