{"id":585281,"date":"2025-11-18T20:13:16","date_gmt":"2025-11-18T20:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585281\/"},"modified":"2025-11-18T20:13:16","modified_gmt":"2025-11-18T20:13:16","slug":"lebendige-antike-gipsabguesse-und-bronzen-in-goettingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585281\/","title":{"rendered":"Lebendige Antike: Gipsabg\u00fcsse und Bronzen in G\u00f6ttingen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gipsabguss-104.webp\" alt=\"Die Augen der Gipskopie des &quot;Wagenlenkers&quot; werden bemalt\" title=\"Die Augen der Gipskopie des &quot;Wagenlenkers&quot; werden bemalt | NDR, Wieland Gabcke\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Von Gips bis Bronze: Antike Skulpturen an der Uni G\u00f6ttingen (4 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 18.11.2025 12:45 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Rund 2.000 Abg\u00fcsse antiker Skulpturen finden sich in der gut 260 Jahre alten Gipsabgusssammlung der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. Eine neue Sonderausstellung zeigt die antike Kunst der Bronzeplastik.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Wieland Gabcke<\/p>\n<p class=\"\">Die dunkelbraunen Augen des Wagenlenkers blicken leuchtend in den Olympiasaal der Gipsabgussammlung. Der Blick ist schwer zu deuten. Irgendwo zwischen freundlich und erhaben wirkt die Erscheinung der bronzefarben bemalten Statue. &#8222;Den Gipsabguss des Wagenlenkers besitzen wir seit 1902&#8220;, sagt Restauratorin Jorun Ruppel. Es handelt sich also nicht um ein antikes Original, sondern um einen originalgetreuen Abguss einer Statue. Das Original wurde einst bei franz\u00f6sischen Ausgrabungen in Delphi gefunden, hei\u00dft es im <a href=\"https:\/\/viamus.uni-goettingen.de\/\" title=\"Das Virtuelle Museum der Gipsabgusssammlung &quot;Viamus&quot;\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Virtuellen Antikenmuseum Viamus<\/a>, der Onlineversion der Gipsabgusssammlung.<\/p>\n<p>    Strahlende Augen, makellose F\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gipsabguss-110.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gipsabguss-110.webp\" alt=\"Restauratorin Jorun Ruppel bemalt die Augen der Skulptur &quot;Der Wagenlenker&quot;\" title=\"Restauratorin Jorun Ruppel bemalt die Augen des Wagenlenkers neu. | NDR, Wieland Gabcke\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Restauratorin Jorun Ruppel bemalt die Augen des Wagenlenkers neu.<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr die Sonderausstellung \u00fcber antike Bronzeplastik hat Jorun Ruppel den Wagenlenker aufgefrischt. &#8222;Er war von Anfang an bronzefarben bemalt, aber die Farben waren an einigen Stellen abgebl\u00e4ttert, so dass der Gips zum Vorschein kam&#8220;, sagt Ruppel. Auf einer Leiter stehend zieht sie mit feinen Pinselstrichen die Iris der braunen Augen nach. Auch die F\u00fc\u00dfe sehen wieder durchgehend blaugrau aus, die Abplatzungen sind verschwunden. Kustos Daniel Graepler, der die Gipsabgusssammlung betreut, steht mit einer Buchvorlage daneben und tauscht sich mit seiner Kollegin aus, wie die Statue originalgetreu restauriert werden muss.<\/p>\n<p>    Wie genau die griechischen Originale aussahen, ist umstritten<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gipsabguss-118.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gipsabguss-118.webp\" alt=\"Der Kustos der Gipsabgusssammlung Daniel Graepler.\" title=\"Kustos Daniel Graepler leitet die Gipsabgusssammlung an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. | NDR, Wieland Gabcke\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Kustos Daniel Graepler leitet die Gipsabgusssammlung an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p class=\"\">Sonderausstellungen bereiteten sie nicht jeden Tag vor, sie seien aber beim Publikum beliebt, sagt Graepler. F\u00fcr die Ausstellung erh\u00e4lt die Sammlung sogar zwei wertvolle Leihgaben des Arch\u00e4ologen-Ehepaars Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann aus Frankfurt am Main &#8211; echte Bronzeplastiken antiker Kriegerstatuen. Ebenfalls keine Originale, sondern Rekonstruktionen von zwei Funden, die 1972 vor der italienischen K\u00fcste entdeckt wurden. Wie genau diese Figuren einmal ausgesehen haben, ist laut Graepler umstritten. &#8222;Wir haben auch spezielle Theorien zur Erkl\u00e4rung dieser Figurenentwicklung, die wir dann hier auch zur Diskussion stellen wollen&#8220;, sagt der Leiter der Sammlung. In der Sonderausstellung soll der Herstellungsprozess und die Gestaltung antiker Bronzeplastiken gezeigt werden.<\/p>\n<p>    Bemalte Gipsabg\u00fcsse: Antike Kunst wird in G\u00f6ttingen wieder lebendig<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gipsabguss-112.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gipsabguss-112.webp\" alt=\"Ein bemalter Gipsabguss, der zeigt, wie Skulpturen in der Antike einmal aussahen\" title=\"Der bemalte Abguss der Artemis von Pompeji. | NDR, Wieland Gabcke\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Der bemalte Abguss der Artemis von Pompeji.<\/p>\n<p class=\"\">Ob Bronzestatue oder Gipsabguss: In beiden F\u00e4llen gibt es Spielraum f\u00fcr Interpretation, wenn es darum geht, die Kunst der Antike wieder lebendig zu machen. Im Kurossaal, einen Raum weiter, steht die freundlich l\u00e4chelnde Archaistische Artemis. Das r\u00f6mische Original stammt aus Pompeji und steht im Arch\u00e4ologischen Nationalmuseum in Neapel. Jorun Ruppel hatte davon einen Gipsabguss erstellt und nach wissenschaftlichen Kriterien so bemalt, dass er dem antiken Original m\u00f6glichst nahekommt. &#8222;Es w\u00e4re ausgeschlossen, dass man Originale anmalt, aber an Gipsabg\u00fcssen ist das nat\u00fcrlich sehr gut m\u00f6glich&#8220;, sagt die Restauratorin. Pigmente des Originals aus Pompeji lieferten die Hinweise auf die Bemalung. Beim Publikum kommen diese bemalten Skulpturen gut an, sagt Ruppel. W\u00e4hrend der Sonderausstellung hat das Publikum nun zus\u00e4tzlich den Vergleich zwischen reinwei\u00dfen Gips- oder \u00fcppig gestalteten Bronzeskulpturen.<\/p>\n<p class=\"\">Die Sonderausstellung &#8222;hautnah. Die farbige Kunst der griechischen Bronzestatuen: Kunst und Technik&#8220; ist vom 20.11.2025 bis zum 31.05.2026 im Arch\u00e4ologischen Institut der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Von Gips bis Bronze: Antike Skulpturen an der Uni G\u00f6ttingen (4 Min) Stand: 18.11.2025 12:45 Uhr Rund&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":585282,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[90219,6425,1793,6429,33844,29,214,30,28965,140328,25890,1565,2075,1794,21058,5162,215,193],"class_list":{"0":"post-585281","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-antike","9":"tag-archaeologie","10":"tag-art-and-design","11":"tag-braunschweig","12":"tag-bronze","13":"tag-deutschland","14":"tag-entertainment","15":"tag-germany","16":"tag-gips","17":"tag-gipsabguss","18":"tag-goettingen","19":"tag-griechenland","20":"tag-kunst","21":"tag-kunst-und-design","22":"tag-rom","23":"tag-universitaet","24":"tag-unterhaltung","25":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115572535027913379","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=585281"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585281\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/585282"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=585281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=585281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=585281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}