{"id":585459,"date":"2025-11-18T22:07:25","date_gmt":"2025-11-18T22:07:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585459\/"},"modified":"2025-11-18T22:07:25","modified_gmt":"2025-11-18T22:07:25","slug":"bevollmaechtigte-rieth-hinsehen-nicht-wegschauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585459\/","title":{"rendered":"Bevollm\u00e4chtigte Rieth: \u201eHinsehen, nicht wegschauen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Neben dem Gespr\u00e4ch brauche es vor allem Vernetzung, zu dem der Thementag ein wichtiger Baustein sei. \u201eAls Frau, die gestartet ist, um gemeinsam mit M\u00e4nnern, patriarchale Strukturen aufzubrechen und Systeme zu hinterfragen, bin ich Ihnen sehr dankbar f\u00fcr Ihr Engagement und allen Teilnehmenden f\u00fcr ihr Interesse &#8211; heute an diesem Tag und weit dar\u00fcber hinaus. Wir als Katholische Kirche im Bistum Mainz stehen dabei an Ihrer Seite.\u201c<\/p>\n<p>Sie sei froh, dass der Thementag von katholischen Tr\u00e4gern angeboten worden sei. Schlie\u00dflich sei die Frage berechtigt, ob nicht gerade die Katholische Kirche f\u00fcr ein System stehe, \u201edas bis heute in tiefen patriarchalen und mehr noch klerikalen Strukturen verhaftet ist\u201c. Rieth erl\u00e4uterte das Anliegen, das mit dem im Bistum Mainz im Jahr 2022 neu geschaffenen Amt der Bevollm\u00e4chtigten des Generalvikars verbunden ist: \u201eWir haben uns f\u00fcr dieses Amt entschieden, weil wir aus der Geschichte unserer Kirche wissen, dass patriarchale, einseitige Strukturen anf\u00e4llig f\u00fcr Missbrauch sind, Missbrauch in jeglicher Weise beg\u00fcnstigen. Und wir wissen auch aus der Geschichte &#8211; nicht zuletzt aus der Aufarbeitungsstudie des Bistums (EVV), dass es der Missbrauch von Macht ist, der die Ursache f\u00fcr jegliche weitere Form von Missbrauch ist: den spirituellen, psychischen, k\u00f6rperlichen oder sexuellen.\u201c<\/p>\n<p>Dabei geht es nicht darum, Macht klein- oder schlecht zu reden, sagte Rieth: \u201eEs braucht ein Machtbewusstsein, das hei\u00dft auch eine Sensibilit\u00e4t f\u00fcr Machtgef\u00e4lle, eine Kultur der Achtsamkeit, die dazu f\u00fchrt dass wir Macht angemessen nutzen, verantwortet damit umgehen.\u201c Und weiter: \u201eWelche Perspektive bringe ich dabei mit ein: eine, die meine beiden m\u00e4nnlichen Kollegen in der Bistumsleitung nicht haben, weil sie Kleriker sind, weil sie keine Frau, keine Kinder haben, nicht t\u00e4glich erleben, was es bedeutet, wenn Kinder zu Jugendlichen und Erwachsenen werden und sich dabei mit der eigenen Identit\u00e4t, mit Rollenmustern und -Bildern auseinandersetzen m\u00fcssen und gesund und stark gro\u00dfwerden wollen mit einem Selbststand, der hilft eine Gesellschaft in die richtige Richtung zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Bei der vorangegangenen\u00a0Podiumsdiskussion\u00a0mit der rheinland-pf\u00e4lzischen Staatsministerin Katharina Binz, Evin Jakob\u00a0vom Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, Alexandra Esch vom Verein FEMMA, der das M\u00e4dchenhaus in Mainz betreibt, und Martina Turgut von SOLWODI ging es unter anderem darum, ein Bewusstsein daf\u00fcr zu schaffen, dass Zwangsheirat sehr wohl auch in Deutschland vorkommt, es aber eine sehr hohe Dunkelziffer in diesem Bereich gibt. Neben eindr\u00fccklichen Berichten aus beraterischer und polizeilicher Praxis verwies Turgut auf die verschiedenen Mainzer Fachberatungen von M\u00e4dchenhaus, Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und SOLWODI. Die Diskussion<strong> <\/strong>wurde von der Journalistin Anja Schneider (SWR) moderiert.<strong>\u00a0<\/strong>Im Rahmen des Thementages wurde au\u00dferdem eine\u00a0Ausstellung\u00a0mit Kunstwerken von betroffenen Frauen und M\u00e4dchen sowie Fakten und Informationen zum Thema gezeigt. Am Nachmittag fand dar\u00fcber hinaus ein Fachgespr\u00e4ch statt, bei dem insbesondere die Situation in Pakistan beleuchtet wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neben dem Gespr\u00e4ch brauche es vor allem Vernetzung, zu dem der Thementag ein wichtiger Baustein sei. \u201eAls Frau,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":585460,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-585459","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115572981653346792","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=585459"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585459\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/585460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=585459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=585459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=585459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}