{"id":585761,"date":"2025-11-19T01:00:18","date_gmt":"2025-11-19T01:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585761\/"},"modified":"2025-11-19T01:00:18","modified_gmt":"2025-11-19T01:00:18","slug":"deutschland-will-fahrplan-fuer-abkehr-von-oel-gas-und-kohle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585761\/","title":{"rendered":"Deutschland will Fahrplan f\u00fcr Abkehr von \u00d6l, Gas und Kohle"},"content":{"rendered":"<p>Bel\u00e9m (dpa) &#8211; Auf der Weltklimakonferenz k\u00e4mpft Deutschland zusammen mit Dutzenden anderen Staaten f\u00fcr einen Fahrplan zur Abkehr von \u00d6l, Gas und Kohle. Vertreter eines breiten B\u00fcndnisses aus rund 80 Staaten traten daf\u00fcr im brasilianischen Bel\u00e9m kurzfristig vor die Presse. Umweltminister Carsten Schneider sagte, es gehe darum, sich von fossilen Energietr\u00e4gern \u00abzu befreien\u00bb. Der SPD-Politiker erg\u00e4nzte: \u00abWir wollen, dass diese Konferenz die Abkehr von fossilen Brennstoffen auf gerechte und inklusive Weise gestaltet.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Weiter sagte der Minister, die meisten seiner \u00abeurop\u00e4ischen Freunde\u00bb unterst\u00fctzten den Vorsto\u00df ebenfalls. Ausdr\u00fccklich appellierte er an die brasilianische COP30-Pr\u00e4sidentschaft, die Forderung in die Beschlusstexte aufzunehmen.\u00a0<\/p>\n<p>Das zweiw\u00f6chige Mammuttreffen von rund 200 Staaten endet planm\u00e4\u00dfig am Freitagabend (22.00 Uhr MEZ). Verl\u00e4ngerungen um Stunden oder gar Tage sind aber seit Jahren die Regel.<\/p>\n<p>Abkehr von fossilen Energietr\u00e4gern bereits beschlossen<\/p>\n<p>Dass die Welt sich von den fossilen Energietr\u00e4gern verabschieden soll, hat die UN-Klimakonferenz in Dubai bereits vor zwei Jahren beschlossen \u2013 aber konkret mit Zwischenzielen und Fristen ist das nicht hinterlegt. Das Thema eines Fahrplans hatte dann in Bel\u00e9m \u00fcberraschend der brasilianische Pr\u00e4sident Luiz In\u00e1cio Lula da Silva aufgebracht.\u00a0<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung kam in den vergangenen Tagen unter anderem von D\u00e4nemark, Kolumbien, Gro\u00dfbritannien sowie Kenia. Zun\u00e4chst waren die Forderungen der Gruppe im Detail nicht bekannt.\u00a0<\/p>\n<p>Es seien rund 80 Staaten im Boot, hie\u00df es aus Verhandlungskreisen. Darunter ist die Gruppe von 39 kleinen Inselstaaten (Aosis) sowie eine Gruppe von sieben lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Ailac). Neben Kolumbien sind dies Chile, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Panama und Peru.\u00a0<\/p>\n<p>Kenias Klimabotschafter Ali Mohamed sagte: \u00abDie Dringlichkeit der Klimakrise l\u00e4sst keinen Aufschub zu. Die Wissenschaft ist eindeutig, und die Auswirkungen sind jeden Tag zu sp\u00fcren.\u00bb Gegen den Plan wehren sich aber unter anderem reiche Golfstaaten wie Saudi-Arabien, die mit \u00d6l und Gas weiterhin viele Milliarden verdienen.<\/p>\n<p>St\u00fcrme und Katastrophen auch w\u00e4hrend der COP30<\/p>\n<p>Tina Stege, die Klimadiplomatin der vom steigenden Meeresspiegel bedrohten Marschall-Inseln, sagte, die COP30 sei von Super-Taifunen und Hurrikans \u00fcberschattet, die \u00abunsere Br\u00fcder und Schwestern in der Karibik, in Vietnam und auf den Philippinen heimsuchten\u00bb. Dies sei nur ein kleiner Teil einer langen Liste von Katastrophen, die mittlerweile zu den t\u00e4glichen Nachrichten geh\u00f6rten.\u00a0<\/p>\n<p>Viele Staaten haben l\u00e4ngst schon f\u00fcr sich konkrete Schritte vereinbart. So hat die Europ\u00e4ische Union beschlossen, dass Neuwagen ab 2035 im Betrieb kein klimasch\u00e4dliches Kohlenstoffdioxid (CO2) mehr aussto\u00dfen d\u00fcrfen. Das h\u00e4tte faktisch zur Folge, dass Neuwagen mit Benzin- und Dieselmotor nicht mehr zugelassen werden d\u00fcrfen. Bereits zugelassene Verbrenner d\u00fcrfen aber weiter unterwegs sein. Die EU-Kommission hat aber bereits im M\u00e4rz angek\u00fcndigt, das 2035-Ziel noch vor Jahresende \u00fcberpr\u00fcfen zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bel\u00e9m (dpa) &#8211; Auf der Weltklimakonferenz k\u00e4mpft Deutschland zusammen mit Dutzenden anderen Staaten f\u00fcr einen Fahrplan zur Abkehr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":585762,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3274,5697,3364,29,30,984,1563,8970,1209,26],"class_list":{"0":"post-585761","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-kirche","9":"tag-brasilien","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-international","14":"tag-klima","15":"tag-muenster","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-un"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115573661597285873","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585761","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=585761"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585761\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/585762"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=585761"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=585761"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=585761"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}