{"id":585983,"date":"2025-11-19T03:16:19","date_gmt":"2025-11-19T03:16:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585983\/"},"modified":"2025-11-19T03:16:19","modified_gmt":"2025-11-19T03:16:19","slug":"muenchen-44-millionen-euro-weniger-fuer-soziale-unterstuetzung-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/585983\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: 44 Millionen Euro weniger f\u00fcr soziale Unterst\u00fctzung &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wie hart es in der Haushaltskrise f\u00fcr die schw\u00e4cheren und schw\u00e4chsten Menschen in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> kommen k\u00f6nnte, das zeigte sich k\u00fcrzlich schon im Stadtrat. Die Hilfe f\u00fcr Gefl\u00fcchtete wurde in den zust\u00e4ndigen Aussch\u00fcssen auf dem Niveau von 2024 eingefroren. Insbesondere Kinder und Familien m\u00fcssen deshalb k\u00fcnftig mit einer deutlich weniger intensiven Betreuung rechnen als bisher. Der Schl\u00fcssel von professionellen Beratern pro Unterkunft werde sich \u201esignifikant verschlechtern\u201c, k\u00fcndigte Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) in der Beschlussvorlage an.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-haushalt-sparvorgaben-finanzplanung-li.3337858\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Geld wird knapp, die Ausgaben m\u00fcssen runter<\/a>, das gilt in der Planung des Haushalts 2026 f\u00fcr die gesamte Stadtverwaltung. Doch in keinem anderen Bereich bezahlt M\u00fcnchen so viele freiwillige Leistungen wie im Sozialen. Da bei den Pflichtaufgaben der Stadt nicht vergleichbar viel abgezwackt werden kann, droht ein Sparpaket hier stets besonders drastisch einzuschlagen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Selbst wenn die Vorgaben in Prozent moderater klingen als in anderen Gebieten, die H\u00f6he des Sozialetats von etwa zwei Milliarden Euro* macht Einschnitte hier automatisch besonders bitter. Gut 44 Millionen Euro sollen laut Sozialreferat im Jahr 2026 weniger zur Verf\u00fcgung stehen als vorgesehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zum Beispiel in der Asylbetreuung. Bisher gilt M\u00fcnchen hier als Vorbild. Doch schon die Sparvorgaben f\u00fcr 2025 hatten deutlich sp\u00fcrbare Folgen. Frei werdende Fachstellen durften bei den Tr\u00e4gern, die dort viele Aufgaben der Stadt \u00fcbernehmen, drei Monate lang nicht besetzt und p\u00e4dagogische Hilfskr\u00e4fte gar nicht ersetzt werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Mittel f\u00fcr Fortbildungen und Dolmetscher wurden um 50 Prozent gek\u00fcrzt. Nun k\u00f6nnte es aus Sicht der Wohlfahrtsverb\u00e4nde, die der Stadt einen Gro\u00dfteil der Arbeit mit den Gefl\u00fcchteten abnehmen, im Jahr 2026 noch h\u00e4rter kommen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Denn die Tr\u00e4ger m\u00fcssen ihren Besch\u00e4ftigten nach Tarifabschl\u00fcssen zum Teil deutlich h\u00f6here L\u00f6hne bezahlen. Und die Zahl der Betreuungspl\u00e4tze soll laut Sozialreferat bis Ende 2026 auf 18 300 ansteigen. Im August 2014 waren es den Wohlfahrtsverb\u00e4nden zufolge noch etwa 14 000 Pl\u00e4tze. Dazu w\u00fcrde nach den derzeitigen Sparpl\u00e4nen das Geld f\u00fcr die spezielle Betreuung von Kindern und Familien in den Unterk\u00fcnften um fast die H\u00e4lfte gek\u00fcrzt, hei\u00dft es in einer Mitteilung der Verb\u00e4nde. Das bedeutet: Weniger Betreuer werden sich wohl um deutlich mehr Menschen k\u00fcmmern m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das geplante Sparpaket trifft bei Besch\u00e4ftigten im Sozialbereich auf Widerstand. Am Donnerstag um 17 Uhr wollen sie mit einer Demonstration vor dem Sozialreferat am Orleansplatz gegen Einschnitte protestieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Aufgerufen hat der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit, zu den Unterst\u00fctzern geh\u00f6ren die Gewerkschaften Verdi und GEW. Die soziale Infrastruktur der Stadt sei bedroht, \u201emit drastischen Folgen f\u00fcr die Menschen, die auf soziale Unterst\u00fctzung angewiesen sind, und f\u00fcr diejenigen, die sie tagt\u00e4glich leisten\u201c, hei\u00dft es in dem Aufruf.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zu den sch\u00e4rfsten Kritikern der Sparma\u00dfnahmen geh\u00f6rt Stefan Jagel, Fraktionschef der Linken im Stadtrat. \u201eWir erleben aktuell die massivsten K\u00fcrzungen in der Geschichte M\u00fcnchens\u201c, sagt er. M\u00fcnchen sei so eine reiche Stadt und trotzdem m\u00fcssten Migrationsprojekte und die Arbeitslosenzentren \u201edran glauben\u201c. F\u00fcr den geplanten Protest hat Jagel gro\u00dfes Verst\u00e4ndnis. \u201eDiese Demo ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig, und ich bin froh, dass sich nun ein so breites B\u00fcndnis klar positioniert.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-auszubildende-abgeschoben-migration-asyl-li.3325227\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;bayerns_beste_auszubildende_muss_ausreisen&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;leben_und_gesellschaft_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3325227&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenmuenchen-auszubildende-abgeschoben-migration-asyl-li3325227\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1763522179_116_def38f56-01b8-43fe-8f41-0b19e2cc66b5.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Asylpolitik<\/p>\n<p>:Bayerns beste Auszubildende muss ausreisen<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Natia Beridse kommt aus Georgien, um sich in M\u00fcnchen eine Zukunft aufzubauen. Die B\u00e4ckerei, in der sie ihre Ausbildung macht, ist stolz auf sie. Doch sie begeht einen Fehler \u2013 und bekommt die\u00a0 neue Sch\u00e4rfe in der Migrationsdebatte zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Kathrin Aldenhoff<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">So breit wie man es tats\u00e4chlich erwarten k\u00f6nnte, ist das B\u00fcndnis allerdings nicht. Auff\u00e4llig am Demo-Aufruf ist, dass wichtige soziale Tr\u00e4ger fehlen. Die gro\u00dfen Wohlfahrtverb\u00e4nde wie die Caritas, die Diakonie oder der Parit\u00e4tische Wohlfahrtsverband unterst\u00fctzen zumindest nach au\u00dfen hin die Proteste nicht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sie sind in der \u201eArbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege\u201c organisiert und versuchen gerade in Kooperation mit der Stadt sowie dem Kreisjugendring und dem M\u00fcnchner Trichter, einer Organisation von freien Tr\u00e4gern, die Einschnitte in das soziale Netz m\u00f6glichst gering zu halten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eUnser Ziel ist, dass wir in dem Prozess die bundesweit sehr gute soziale Struktur in der Landeshauptstadt M\u00fcnchen weitestgehend erhalten\u201c, sagt Sozialreferentin Dorothee Schiwy. In einem gemeinsamen \u201eZukunftssicherungsprozess\u201c will sie mit den Partnern der Stadt herausarbeiten, wo rote Linien sind, und Kriterien finden, wie die soziale Struktur so umgebaut werden kann, dass auch mit weniger Geld niemand auf der Strecke bleibt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die gr\u00fcn-rote Koalition sieht das Sozialreferat auf dem richtigen Weg. \u201eEinen sehr guten Prozess\u201c nennt Clara Nitsche, Vize-Fraktionschefin der Gr\u00fcnen, diese gemeinsamen Bem\u00fchungen. Das findet auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Anne H\u00fcbner. Es w\u00fcrden keine Zusch\u00fcsse gek\u00fcrzt, sondern schlicht nicht mehr ausgeweitet, sagt sie. Dazu m\u00fcssten Strukturen vereinfacht und Synergien genutzt werden. Die Vorgaben der Stadt sollten flexibler werden, um trotz knapper Mittel nicht an der falschen Stelle zu sparen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass viele Tr\u00e4ger, die mit der Stadt zusammenarbeiten, unter Druck kommen, das sieht H\u00fcbner schon auch: \u201eDas Delta zwischen dem, was n\u00f6tig ist, und dem, was die Stadt zur Verf\u00fcgung stellt, w\u00e4chst immer weiter.\u201c Doch kaputt reden lassen will sich die gr\u00fcn-rote Koalition die sozialen Leistungen der Stadt auch nicht. Gerade weil sie noch zehn Millionen im Sparpaket umgeschichtet hat, sodass statt urspr\u00fcnglich 54 nur 44 Millionen gespart werden m\u00fcssen. Und es gilt die Regel: Ger\u00e4t ein Tr\u00e4ger in Existenznot, wird eine Extra-L\u00f6sung gesucht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gerade die Asylbetreuung sei ein Beispiel, dass M\u00fcnchen nach wie vor enorm viel in dem Bereich leiste, finden H\u00fcbner und Nitsche. Die acht Millionen Euro an freiwilligem Zuschuss der Stadt, der eigentlich 2025 ausgelaufen w\u00e4re, seien im Haushalt 2026 enthalten und dauerhaft gerettet. Die Organisation sei verschlankt worden und die Tr\u00e4ger k\u00f6nnten ihr Personal im Gegensatz zu fr\u00fcher je nach Bedarf in verschiedenen Unterk\u00fcnften einsetzen. M\u00fcnchen k\u00fcmmere sich um Gefl\u00fcchtete trotz des Sparpakets immer noch sehr viel mehr als die meisten Kommunen, sagt Nitsche.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">*In einer fr\u00fcheren Version haben wir versehentlich geschrieben, der Sozialetat betrage nur etwa 1,3 Milliarden Euro. Dies haben wir korrigiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie hart es in der Haushaltskrise f\u00fcr die schw\u00e4cheren und schw\u00e4chsten Menschen in M\u00fcnchen kommen k\u00f6nnte, das zeigte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":585984,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[12616,772,29,30,48652,3311,1268,3661,6620,5731,149],"class_list":{"0":"post-585983","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-arbeit-und-soziales","9":"tag-bayern","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-gruene-muenchen","13":"tag-leben-und-gesellschaft-in-muenchen","14":"tag-muenchen","15":"tag-politik-muenchen","16":"tag-sozialpolitik","17":"tag-spd-muenchen","18":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115574196868738900","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=585983"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/585983\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/585984"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=585983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=585983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=585983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}