{"id":586051,"date":"2025-11-19T03:58:13","date_gmt":"2025-11-19T03:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586051\/"},"modified":"2025-11-19T03:58:13","modified_gmt":"2025-11-19T03:58:13","slug":"freigabe-von-epstein-akten-wird-wahrscheinlicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586051\/","title":{"rendered":"Freigabe von Epstein-Akten wird wahrscheinlicher"},"content":{"rendered":"<p>Washington (dpa) &#8211; Die Ver\u00f6ffentlichung der US-Ermittlungsakten zum Skandal um den gestorbenen Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein wird wahrscheinlicher. Zuerst billigte das Repr\u00e4sentantenhaus am Dienstag (Ortszeit) den daf\u00fcr notwendigen Gesetzentwurf mit nur einer Gegenstimme &#8211; dann leitete der Senat ein Schnellverfahren ein, mit dem die Vorlage direkt an Pr\u00e4sident Donald Trump weitergeleitet und auf eine finale Abstimmung in der zweiten Parlamentskammer verzichten werden kann. Sollte es tats\u00e4chlich so kommen, m\u00fcsste Trump nur noch unterschreiben. Ob und wann das geschieht, ist aber unklar.<\/p>\n<p>Heikel f\u00fcr Trump<\/p>\n<p>Vor seinem Wahlsieg im November 2024 hatte Trump versprochen, die Epstein-Akten vollst\u00e4ndig offenzulegen. Da dieses Versprechen seit seinem Amtsantritt im Januar jedoch nicht eingel\u00f6st wurde, steht der Republikaner unter wachsendem Druck &#8211; auch innerhalb seiner eigenen Partei. Neben vielen Demokraten und Opfern Epsteins forderten zuletzt auch einige Republikaner die Freigabe aller Akten und volle Transparenz. H\u00e4tten sie sich weiter gesperrt, w\u00e4re sie bei den Kongresswahlen 2026 wom\u00f6glich vom W\u00e4hler bestraft worden.<\/p>\n<p>Wegen der breiten Kontakte Epsteins in die amerikanische High Society gibt es viele Spekulationen \u00fcber eine m\u00f6gliche Verwicklung einflussreicher Kreise in den Missbrauchsskandal. Zuletzt ver\u00f6ffentlichten Demokraten E-Mail-Ausz\u00fcge aus Epsteins Nachlass, in denen Trumps Name auftaucht. Dies l\u00f6ste neue Spekulationen dar\u00fcber aus, ob und wie viel der Republikaner von Epsteins Straftaten wusste.<\/p>\n<p>Worum geht es im Epstein-Fall?<\/p>\n<p>Der einflussreiche US-Multimillion\u00e4r Epstein hatte \u00fcber viele Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderj\u00e4hrige zum Opfer fielen. Auch er selbst verging sich an seinen Opfern. Nach seiner Verurteilung als Straft\u00e4ter wurde der Fall Jahre sp\u00e4ter nochmals aufgerollt und Epstein erneut festgenommen. Noch bevor ein weiteres Urteil gef\u00e4llt werden konnte, starb der Finanzier aus New York 2019 mit 66 Jahren in seiner Gef\u00e4ngniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.<\/p>\n<p>Epsteins pl\u00f6tzlicher Tod befeuerte die Spekulationen \u00fcber prominente Mitwisser, zumal viele Reiche und M\u00e4chtige bei ihm ein und aus gingen. Auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen.<\/p>\n<p>Die Akten: Flugprotokolle, Infos zur Haft<\/p>\n<p>Laut dem vom Repr\u00e4sentantenhaus gebilligten Entwurf sollen die Epstein-Akten sp\u00e4testens 30 Tage nach Inkrafttreten des Gesetzes ver\u00f6ffentlicht werden. Es geht um Unterlagen des US-Justizministeriums, der Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei FBI, die die Ermittlungen gegen Epstein dokumentieren und auch Informationen zu seiner Haft enthalten. Akten zu seiner einstigen Vertrauten und Komplizin Ghislaine Maxwell sollen ebenfalls ver\u00f6ffentlicht werden. Maxwell wurde im Zuge des Skandals verurteilt und sitzt im Gef\u00e4ngnis.\u00a0<\/p>\n<p>Freigegeben werden sollen auch Flugprotokolle des Privatjets Epsteins samt Passagierlisten &#8211; also Informationen zu Personen, die mit ihm verkehrten. Und Dokumente zu Unternehmen, gemeinn\u00fctzigen Organisationen und staatlichen Stellen, die m\u00f6glicherweise Verbindungen zu Epstein hatten.<\/p>\n<p>Republikaner stimmen f\u00fcr Freigabe der Akten<\/p>\n<p>Die mehr als 400 Republikaner und Demokraten im Repr\u00e4sentantenhaus stimmten am Dienstag partei\u00fcbergreifend und nahezu einstimmig f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung der Epstein-Akten. Trump hatte sich lange dagegen ausgesprochen, schwenkte dann aber am Wochenende pl\u00f6tzlich um &#8211; als absehbar war, wie das Ergebnis ausfallen w\u00fcrde. Im Senat ist nun ein beschleunigtes Verfahren angestrengt, damit der Gesetzesentwurf ohne weitere Abstimmung in der Parlamentskammer an das Wei\u00dfe Haus weitergeleitet werden kann. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington (dpa) &#8211; Die Ver\u00f6ffentlichung der US-Ermittlungsakten zum Skandal um den gestorbenen Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein wird wahrscheinlicher. 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