{"id":586136,"date":"2025-11-19T04:47:20","date_gmt":"2025-11-19T04:47:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586136\/"},"modified":"2025-11-19T04:47:20","modified_gmt":"2025-11-19T04:47:20","slug":"brandenburg-stimmt-in-koalitionskrise-ueber-rundfunkreform-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586136\/","title":{"rendered":"Brandenburg stimmt in Koalitionskrise \u00fcber Rundfunkreform ab"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            Potsdam. Brandenburg entscheidet mitten in einer Krise der SPD\/BSW-Koalition als letztes Bundesland \u00fcber die Reform des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Fraktion des B\u00fcndnisses Sahra Wagenknecht (BSW) ist jedoch mehrheitlich dagegen \u2013 damit h\u00e4tte die Koalition keine eigene Mehrheit. Doch voraussichtlich wird die CDU-Opposition die Reform von ARD, ZDF und Deutschlandradio retten. Es geht au\u00dferdem um eine Ausweitung des Jugendmedienschutzes.\u00a0 <\/p>\n<p>SPD und BSW regieren in Brandenburg seit knapp einem Jahr. Sie haben im Landtag zwei Stimmen Mehrheit. Nachdem das Kabinett im Fr\u00fchjahr mit BSW-Beteiligung zugestimmt hatte und zun\u00e4chst ein Ja zu den beiden Medienstaatsvertr\u00e4gen besprochen war, k\u00fcndigte die BSW-Fraktion Anfang November das Mehrheits-Nein an. Der BSW-Bundesvorstand hatte zuvor die beiden Vertr\u00e4ge zur Rundfunkreform und zum Jugendmedienschutz abgelehnt. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Krise im B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht <\/p>\n<p>Die BSW-Fraktion war wegen des Parteiaustritts von vier Abgeordneten in der vergangenen Woche in die Krise gest\u00fcrzt und ist gespalten. Die vier gaben als Gr\u00fcnde f\u00fcr den Austritt unter anderem \u201eautorit\u00e4re Tendenzen\u201c im BSW an, wollen aber nach eigenen Angaben in der Fraktion bleiben und stehen zur Koalition. Bei der Abstimmung planen sie, den Saal zu verlassen, um die Mehrheitslinie nicht zu gef\u00e4hrden. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Die-vier-Ausgetretenen-wollen-den-Saal-verlassen-Archivbild-1179798.jpg\" title=\"Brandenburg stimmt in Koalitionskrise \u00fcber Rundfunkreform ab\" alt=\"Die vier Ausgetretenen wollen den Saal verlassen. (Archivbild)\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p>Die vier Ausgetretenen wollen den Saal verlassen. (Archivbild) &#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\tFoto: Soeren Stache\/dpa-Zentralbild\/dpa<\/p>\n<p>BSW-Finanzminister Robert Crumbach wird voraussichtlich mit Ja stimmen. Die SPD will das Verhalten des BSW tolerieren, fordert aber k\u00fcnftig eine einheitliche Linie der Koalition. BSW-Fraktionsvize Christian Dorst forderte Crumbach am Dienstag auf, er solle freiwillig auf sein Mandat verzichten, weil er nicht der Mehrheitslinie folgt. Das wies Ex-Landeschef Crumbach zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Wagenknecht: H\u00e4tten fr\u00fchzeitiger Bedenken anmelden m\u00fcssen\u00a0 <\/p>\n<p>BSW-Gr\u00fcnderin Sahra Wagenknecht r\u00e4umte mit Blick auf die Koalitionskrise in Brandenburg Vers\u00e4umnisse ein. \u201eBei den Medienstaatsvertr\u00e4gen etwa h\u00e4tten wir fr\u00fchzeitiger unsere Bedenken anmelden m\u00fcssen\u201c, sagte Wagenknecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). \u201eDas hatte aber keiner wirklich auf dem Schirm, weil wir eben eine so junge Partei sind und noch nicht diesen Referenten-Apparat haben, der in etablierten Parteien solche Aufgaben erledigt.\u201c <\/p>\n<p><img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Wagenknecht-raeumt-Fehler-ein-Archivbild-1179797.jpg\" title=\"Brandenburg stimmt in Koalitionskrise \u00fcber Rundfunkreform ab\" alt=\"Wagenknecht r\u00e4umt Fehler ein. (Archivbild)\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p>Wagenknecht r\u00e4umt Fehler ein. (Archivbild) &#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\tFoto: Michael Kappeler\/dpa<\/p>\n<p>Normalerweise h\u00e4tte ein Referent dazu etwas aufgeschrieben und das dem BSW-Vizeministerpr\u00e4sidenten Crumbach mit ins Brandenburger Kabinett gegeben, sagte Wagenknecht. \u201eIch habe seit mehr als einem Jahr nicht mehr den Kopf freigehabt, um \u00fcber strategische Fragen nachzudenken, weil ich full time mit Parteimanagement zu tun hatte.\u201c <\/p>\n<p>\u00d6ffentlich-rechtlicher Rundfunk soll effizienter werden\u00a0 <\/p>\n<p>Der von Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) ausgehandelte Reformstaatsvertrag sieht f\u00fcr ARD, ZDF und Deutschlandradio vor, dass sie digitaler und effizienter werden. Das Programmangebot soll gestrafft werden. Ein weiterer Staatsvertrag soll den Jugendmedienschutz ausweiten. Das BSW dringt auf weitergehende Reformen und bef\u00fcrchtet bei den Pl\u00e4nen f\u00fcr mehr Jugendmedienschutz zu gro\u00dfe staatliche Eingriffe. Die geplante Reform soll am 1. Dezember in Kraft treten.\u00a0 <\/p>\n<p>Der Landtag in Niedersachsen Landtag hatte am Dienstag der Reform mehrheitlich zugestimmt. In Sachsen hatte das BSW dagegen gestimmt, in Th\u00fcringen daf\u00fcr. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Potsdam. 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