{"id":586314,"date":"2025-11-19T06:27:12","date_gmt":"2025-11-19T06:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586314\/"},"modified":"2025-11-19T06:27:12","modified_gmt":"2025-11-19T06:27:12","slug":"rente-da-muss-sich-junge-union-sich-ueberlegen-ob-sie-die-regierung-dran-scheitern-lassen-will-sagt-bas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586314\/","title":{"rendered":"Rente: \u201eDa muss sich Junge Union sich \u00fcberlegen, ob sie die Regierung dran scheitern lassen will\u201c, sagt Bas"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Schwarz-Rot hat eigentlich eine passable Mehrheit im Bundestag. Doch die Kampfansage von 18 jungen Abgeordneten der CDU\/CSU-Fraktion, das geplante Rentenpaket blockieren zu wollen, wird zur Zitterpartie f\u00fcr die Bundesregierung. <\/p>\n<p>Ein Appell von Kanzler Merz an die eigenen Reihen, sich doch bitte \u201ekonstruktiv\u201c einzubringen, verhallte ungeh\u00f6rt. Vizekanzler Lars Klingbeil betonte am Wochenende, dass am geplanten Rentengesetz nichts mehr ver\u00e4ndert werde. <\/p>\n<p>SPD-Chefin B\u00e4rbel Bas sprang Klingbeil am Dienstagabend im ZDF zur Seite: \u201eEs wusste ja jeder, was vereinbart ist\u201c, sagte sie in der Sendung \u201eAm Puls\u201c. Auf die Nachfrage des Moderators, dass damit die Regierung zu scheitern drohe, erg\u00e4nzte Bas: \u201eDas muss sich die Junge Union \u00fcberlegen, ob sie da eine Regierung scheitern lassen will.\u201c<\/p>\n<p>Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) versuchte zu beschwichtigen: \u201eSelbstverst\u00e4ndlich nehmen wir die Sorgen und Bef\u00fcrchtungen sehr ernst. Das ist eine gewaltige Herausforderung. Und weil es so eine gewaltige Herausforderung ist, haben wir gesagt, wir gehen an das Thema auch grundlegend ran.\u201c<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Chefin wirft JU \u201eunehrliche\u201c Motive vor<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner warf der Jungen Union unterdessen \u201eunehrliche\u201c Motive vor. \u201eWenn die Junge Union will, dass Millionen Erwerbst\u00e4tige zuk\u00fcnftig in die Grundrente oder in die Grundsicherung im Alter rutschen, soll sie das offen sagen\u201c, sagte Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/rentenpaket-union-ringt-intern-um-kompromiss-spd-bleibt-hart_aid-139178287\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/rentenpaket-union-ringt-intern-um-kompromiss-spd-bleibt-hart_aid-139178287&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eRheinischen Post\u201c<\/a> am Dienstag. \u201eEs ist doch zutiefst unehrlich, wenn die Junge Union weder die teure Aktivrente noch die ebenfalls milliardenschwere M\u00fctterrente kritisiert.\u201c<\/p>\n<p>Allein die M\u00fctterrente koste rund f\u00fcnf Milliarden Euro j\u00e4hrlich und damit \u00fcber die ersten Jahre deutlich mehr, als die Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent, so Brantner weiter. <\/p>\n<p>Zugleich kritisierte auch die Gr\u00fcnen-Politikerin das geplante Rentenpaket als nicht generationengerecht. \u201eWas die Bundesregierung jetzt vorlegt, belastet junge Menschen massiv, w\u00e4hrend m\u00f6gliche Entlastungen auf unbestimmte Zeit vertagt werden. Das ist genauso falsch\u201c, sagte Brantner der Zeitung. Deshalb w\u00fcrden die Gr\u00fcnen dem Rentenpaket im Bundestag auch nicht zustimmen.<\/p>\n<p>Die 18-k\u00f6pfige Junge Gruppe bei CDU\/CSU will das Gesetz \u00fcber Rentenniveau und M\u00fctterrente ohne \u00c4nderungen nicht mittragen. Es soll nach dem Willen der Koalitionsf\u00fchrung eigentlich im Dezember im Bundestag verabschiedet werden. Ohne die jungen Unionsabgeordneten h\u00e4tte die Koalition keine sichere Mehrheit bei einer Parlamentsabstimmung \u00fcber die Reform. Umstritten ist der Satz im Gesetzentwurf: \u201eAuch nach 2031 liegt das Rentenniveau um rund einen Prozentpunkt h\u00f6her als im geltenden Recht.\u201c <\/p>\n<p>Zuvor hatten sich auch die jungen Abgeordneten in der SPD-Bundestagsfraktion <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article691ca98f15479c9d7f9a07ce\/renten-debatte-etikettenschwindel-spd-nachwuchs-stellt-sich-gegen-junge-union.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article691ca98f15479c9d7f9a07ce\/renten-debatte-etikettenschwindel-spd-nachwuchs-stellt-sich-gegen-junge-union.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gegen die Junge Gruppe in der Union gestellt<\/a>. In einem am Dienstag ver\u00f6ffentlichten gemeinsamen Papier verteidigen sich die rund 30 SPD-Abgeordneten gegen den Vorwurf, das Rentenkonzept der Bundesregierung sei nicht generationengerecht: \u201eWas uns die Junge Gruppe der Union unter \u201aGenerationengerechtigkeit\u2018 verkauft, ist in Wahrheit ein Etikettenschwindel\u201c, hei\u00dft es in dem Papier der SPD-Angeordneten.<\/p>\n<p>Die Junge Gruppe in der CDU\/CSU-Fraktion pl\u00e4diere f\u00fcr ein Modell, \u201ebei dem junge Menschen zwar die Absicherung des Rentenniveaus in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren mitfinanzieren, selbst bei ihrem Renteneintritt aber nicht mehr davon profitieren\u201c, kritisieren die SPD-Politiker. \u201eDas Rentenniveau soll wieder abst\u00fcrzen, als h\u00e4tte es die Stabilisierung nicht gegeben.\u201c<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr die heutigen Beitragszahler w\u00e4re eine solche Ma\u00dfnahme \u201eabsurd, da sie selbst von der Sicherung des Rentenniveaus nicht profitieren w\u00fcrden\u201c. Die SPD-Abgeordneten schreiben: \u201eWenn wir als junge Menschen einzahlen, dann wollen wir auch was rausbekommen.\u201c<\/p>\n<p>Renten steigen im Schnitt um 2,8 Prozent pro Jahr<\/p>\n<p>Derweil zeigen neue Berechnungen, dass die gesetzlichen Renten in den kommenden Jahren durchschnittlich um rund 2,8 Prozent pro Jahr steigen werden. Bis zum Jahr 2039 gehen sie um insgesamt rund 47 Prozent in die H\u00f6he, wie der Rentenversicherungsbericht 2025 zeigt. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor und soll heute im Bundeskabinett beraten werden. Er zeigt auch die bereits bekannt gewordene, gesch\u00e4tzte Rentenerh\u00f6hung von 3,7 Prozent im Juli 2026.<\/p>\n<p>Die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung steigen gegen\u00fcber dem Vorjahr um rund 5,1 Prozent. Die Nachhaltigkeitsr\u00fccklage \u2013 die Reserve der Rentenkasse zum Ausgleich von Schwankungen \u2013 wird auf 41,5 Milliarden zum Jahresende gesch\u00e4tzt. Der Beitragssatz soll bis 2027 stabil bei 18,6 Prozent bleiben und nach 19,8 Prozent im Jahr 2028 bis auf 20,1 Prozent 2030 steigen. F\u00fcr 2039 wird er auf 21,2 Prozent gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Die gesch\u00e4tzten Wirkungen des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article691b04a758d2cfb625f5eb09\/streit-um-rente-wir-werden-laenger-arbeiten-muessen-sagt-merz-gruene-wollen-rentenpaket-ablehnen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article691b04a758d2cfb625f5eb09\/streit-um-rente-wir-werden-laenger-arbeiten-muessen-sagt-merz-gruene-wollen-rentenpaket-ablehnen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in der Koalition umstrittenen Rentenpakets<\/a> ist in die Berechnungen eingeflossen, die in dem Bericht wiedergegeben sind. Die im Rahmen des Rentenpakets vorgesehenen Erstattungen des Bundes f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der sogenannten Haltelinie f\u00fcr das Rentenniveau machen demnach erstmalig 2027 rund 100 Millionen Euro aus.<\/p>\n<p>Bis zum vorgesehenen Auslaufen der Haltelinie von 48 Prozent beim Rentenniveau im Jahr 2031 steigen diese Bundesmittel demnach deutlich an: auf rund 10,1 Milliarden Euro. Gemessen an den Gesamteinnahmen der Rentenversicherung soll der Anteil ab 2032 rund 2,0 Prozent betragen \u2013 und bis 2039 bei diesem Wert stabil bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schwarz-Rot hat eigentlich eine passable Mehrheit im Bundestag. 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