{"id":586748,"date":"2025-11-19T10:47:12","date_gmt":"2025-11-19T10:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586748\/"},"modified":"2025-11-19T10:47:12","modified_gmt":"2025-11-19T10:47:12","slug":"wenn-das-leben-zur-baustelle-wird-probsteer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586748\/","title":{"rendered":"Wenn das Leben zur Baustelle wird &#8211; Probsteer"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tReporter Eutin<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t19. November 2025\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Laboe (mm). Bei den Laboer Lachm\u00f6wen wird\u2019s pers\u00f6nlich: In \u201eDe niege Baadstuuv\u201c erz\u00e4hlen Birgit Bockmann und Till Huster eine Liebesgeschichte, die n\u00e4her dran ist an der Wirklichkeit, als man denkt. Von Freitag, 21. November, an bringen die beiden Schauspieler ein heiteres St\u00fcck mit viel Tiefgang auf die B\u00fchne- eine Kom\u00f6die \u00fcber Liebe, Ver\u00e4nderung und neuen Mut im vorger\u00fcckten Alter.\u00a0<br \/>Im Mittelpunkt stehen Sylvia und Arnold. Sie sind ein Paar jenseits der F\u00fcnfzig. Vordergr\u00fcndig wollen sie nur ihre Badestube renovieren. Tats\u00e4chlich geht es um viel mehr. \u201eWies jem, dat Minschen \u00f6ver f\u00f6fftig ok noch to wat to bruken s\u00fcnd\u201c, sagt Arnold in einer Schl\u00fcsselszene. Ein Satz, der h\u00e4ngen bleibt, weil er mehr meint, als er sagt. Zwischen Fliesen, Fugen und Farbeimern geht es um N\u00e4he, ums \u00c4lterwerden, um neue Liebe.\u00a0<br \/>Die Herbst-Inszenierung ist in mehrfacher Weise etwas Besonderes. Sowieso klar ist, dass die Schauspieler Birgit Bockmann und Till Huster reichlich heitere und locker-flockige Wortfetzen in plattdeutscher Sprache \u00fcber die B\u00fchne fliegen lassen. Doch dieses St\u00fcck enth\u00e4lt au\u00dfergew\u00f6hnlich viel Handlung. Da wird geh\u00e4mmert, gestrichen und gefliest, was das Zeug h\u00e4lt. Zudem ist dieses heitere Schauspiel etwas Besonderes, bevor der Vorhang sich hebt. Denn die langj\u00e4hrige Regisseurin Bockmann und Schauspielprofi Huster haben das Drehbuch selbst geschrieben. \u201eSogar f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Inszenierung mit reichlich Handlung sind wir verantwortlich\u201c, verr\u00e4t Huster. Dass das klappt, verdanke man B\u00fchnenbildner S\u00f6nke Schnoor. \u201eDurch seine hervorragenden F\u00e4higkeiten haben wir Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, die weit \u00fcber das hinausgehen, was \u00fcblicherweise bei einem Theater dieser Gr\u00f6\u00dfe gemacht wird.\u201c<br \/>\u201eDe niege Baadstuuv\u201c ist ein St\u00fcck mitten aus dem Leben. Ein St\u00fcck, das nachdenken und herzlich lachen l\u00e4sst zugleich: Sylvia und Arnold sind seit mehr als drei\u00dfig Jahren gl\u00fccklich verheiratet, die Kinder sind aus dem Haus. Alles deutet auf einen sorglosen Lebensabend hin. Doch es kommt anders. \u00dcberraschend wird Arnold in Fr\u00fchrente geschickt. Schlimm f\u00fcr ihn, denn die gewohnte Routine ist weg. Die Folgen sind dramatisch. Unerwartet und pl\u00f6tzlich st\u00fcrzt die Ehe in eine tiefe Krise. Perspektivlos und ohne Hobbys wird Arnold f\u00fcr Sylvia mehr und mehr zur Belastung. Immerhin sieht die Frau einen Ausweg. Kurzerhand schl\u00e4gt sie ihrem Mann vor, das in die Jahre gekommene Badezimmer zu renovieren. Arnold l\u00e4sst sich darauf ein, doch f\u00fcr den Beamten mit zwei linken H\u00e4nden beginnt ein Kampf mit Fliesenkleber, Spachtelmasse und Dichtmitteln. Dabei kommen nicht nur alte Gef\u00fchle, Erinnerungen und gut geh\u00fctete Geheimnisse hoch. In spritzigen Dialogen wird aufmerksamen Theaterbesuchern vor allem eine Geschichte von der Liebe im Alter erz\u00e4hlt. \u201eEin Thema, das auf der B\u00fchne selten vorkommt\u201c, betont Huster. \u201e\u00c4lteren Menschen wird ja immer weniger zugetraut, kaum dass sie beziehungstechnisch Neues aufbauen k\u00f6nnen, erst recht nichts K\u00f6rperliches\u201c, meint er nachdenklich. Wer genau hinh\u00f6rt, der merkt vielleicht, dass \u201eDe niege Baadstuuv\u201c nicht nur eine erfundene Geschichte ist.<br \/>\u201eDas Lachm\u00f6wen-Theater hat ohnehin schon etwas sehr Famili\u00e4res\u201c, schmunzelt Huster. \u201eUnd in gewisser Weise betrifft uns beide das ja ganz pers\u00f6nlich\u201c, lacht er. Schlie\u00dflich sei es in einer famili\u00e4ren Arbeitsatmosph\u00e4re viel leichter, sich zu verlieben, als etwa in den kalten Etagen einer Versicherungsgesellschaft.\u00a0<br \/>Premiere ist am Freitag, 21. November, um 20 Uhr. Weitere Auff\u00fchrungen folgen am 22., 23., 28., 29. und 30. November. Eintrittskarten zu 20 Euro gibt es unter www.lachmoewen.de oder in der Gesch\u00e4ftsstelle.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Reporter Eutin 19. November 2025 Laboe (mm). 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