{"id":586941,"date":"2025-11-19T12:49:27","date_gmt":"2025-11-19T12:49:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586941\/"},"modified":"2025-11-19T12:49:27","modified_gmt":"2025-11-19T12:49:27","slug":"immer-mehr-stellenverlagerungen-ins-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/586941\/","title":{"rendered":"Immer mehr Stellenverlagerungen ins Ausland"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/man-lkw-100.jpg\" alt=\"LKWs von MAN.\" title=\"LKWs von MAN. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.11.2025 11:51 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Binnen zwei Jahren haben deutsche Unternehmen Zehntausende Jobs ins Ausland verlagert. Laut Statistischem Bundesamt wurden 71.100 Stellen hierzulande ab- und nur 20.300 aufgebaut. Das j\u00fcngste Beispiel ist der Lkw- und Bushersteller MAN. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutsche Unternehmen haben binnen zwei Jahren Zehntausende Jobs ins Ausland verlagert. Zwischen 2021 und 2023 zogen 1.300 Firmen ab einer Gr\u00f6\u00dfe von 50 Besch\u00e4ftigten Unternehmensfunktionen ganz oder teilweise ab, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 2,2 Prozent aller 2023 in Deutschland ans\u00e4ssigen Firmen dieser Gr\u00f6\u00dfe. Infolgedessen wurden 71.100 Stellen in Deutschland abgebaut.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zugleich wurden in diesem Zusammenhang aber auch 20.300 Jobs neu geschaffen, &#8222;etwa infolge von Umschichtungen in andere Unternehmensfunktionen oder Neueinstellungen infolge von erzielten Kosteneinsparungen&#8220;, so die Statistiker. Letztlich gingen damit netto rund 50.800 Stellen in Deutschland verloren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Besonders betroffen war die Produktion von Waren. Die meisten Unternehmen, die Jobs verlagerten, w\u00e4hlten Zielorte in der EU &#8211; dorthin schichteten 900 Firmen Arbeitspl\u00e4tze um. In Staaten au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union verlagerten 700 der befragten Firmen Stellen. Als Motive nannten knapp drei Viertel (74 Prozent) die Senkung von Lohnkosten vor strategischen Entscheidungen (62 Prozent). Andere Kostenvorteile wurden von 59 Prozent der Unternehmen aufgef\u00fchrt, danach folgt der Fachkr\u00e4ftemangel im Inland (38 Prozent).<\/p>\n<p>    Auch rechtliche H\u00fcrden sind Hindernis<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Hindernisse bei der Verlagerung nannten Firmen haupts\u00e4chlich rechtliche oder administrative H\u00fcrden und steuerliche Probleme sowie Bedenken, dass die Kosten der Verlagerung den Nutzen \u00fcbersteigen. Insgesamt waren 59 Prozent der Unternehmen mit 50 und mehr Besch\u00e4ftigten 2023 in globale Wertsch\u00f6pfungsketten eingebunden, indem sie Waren oder Dienstleistungen aus dem Ausland bezogen oder dorthin lieferten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Zahlen stammen aus der neuen Statistik zu globalen Wertsch\u00f6pfungsketten, f\u00fcr die nun erstmals Ergebnisse vorliegen.<\/p>\n<p>    MAN will Produktion nach Polen verlagern<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie heute zudem bekannt wurde, plant der M\u00fcnchner Lkw- und Bushersteller MAN eine Verlagerung der Produktion von M\u00fcnchen ins polnische Krakau. Das berichtet die \u00f6sterreichische Zeitung &#8222;Kurier&#8220; unter Berufung auf ein Gutachten der Anwaltskanzlei Linklaters f\u00fcr die Aufsichtsr\u00e4te von MAN und des Mutterkonzerns Traton, die \u00fcber entsprechende Pl\u00e4ne des Vorstands entscheiden sollten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen solle das Ergebnis bis 2028 um rund 935 Millionen Euro verbessert werden. Teil des Plans sei auch die Streichung von Gehaltsbestandteilen im Umfang von 160 Millionen Euro. Damit solle die operative Umsatzrendite von MAN bis 2028 auf acht Prozent gesteigert werden. Ohne die Ma\u00dfnahmen drohten dem Traditionsunternehmen rote Zahlen, hie\u00df es in dem Bericht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Gegenzug wolle der Vorstand Investitionen von 700 Millionen Euro in M\u00fcnchen und 25 Millionen in Salzgitter zusagen und betriebsbedingte K\u00fcndigungen ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite haben (&#8230;) sehr fr\u00fchzeitig den Dialog \u00fcber eine zukunftsorientierte Aufstellung von MAN aufgenommen mit dem Ziel, weiterhin wettbewerbsf\u00e4hig und ein verl\u00e4sslicher Arbeitgeber zu bleiben&#8220;, sagte ein MAN-Sprecher am Dienstag. Dabei habe MAN &#8222;aufgrund seiner starken Pr\u00e4senz in Deutschland deutliche Wettbewerbsnachteile durch hohe Faktor- und Stromkosten&#8220;.<\/p>\n<p>    MAN: &#8222;Mittelfristig keine wesentliche Erholung&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die schwache Konjunktur, die neue Konkurrenz aus China, die auf den europ\u00e4ischen Markt f\u00fcr Elektro-Lastwagen dr\u00e4nge, und die Versch\u00e4rfung der CO2-Ziele in der EU erzeugten zus\u00e4tzliche Belastungen. MAN steht dabei zweifach unter Druck: Der konzerninterne schwedische Rivale Scania ist deutlich profitabler.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Auch mittelfristig sehen wir keine wesentliche Markterholung&#8220;, hatte MAN-Finanzvorst\u00e4ndin Inka Koljonen bei der Vorstellung der Quartalszahlen Ende Oktober einger\u00e4umt. &#8222;Deshalb arbeiten wir weiterhin konsequent daran, unsere Resilienz zu st\u00e4rken.&#8220; Der Rivale Daimler Truck hat aus den gleichen Gr\u00fcnden angek\u00fcndigt, 5.000 Arbeitspl\u00e4tze vor allem in Deutschland zu streichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.11.2025 11:51 Uhr Binnen zwei Jahren haben deutsche Unternehmen Zehntausende Jobs ins Ausland verlagert. 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