{"id":587503,"date":"2025-11-19T18:16:13","date_gmt":"2025-11-19T18:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/587503\/"},"modified":"2025-11-19T18:16:13","modified_gmt":"2025-11-19T18:16:13","slug":"knapp-200-neue-leopard-panzer-fuer-die-bundeswehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/587503\/","title":{"rendered":"Knapp 200 neue Leopard-Panzer f\u00fcr die Bundeswehr"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Strausberg (dpa) &#8211; Die Bundeswehr soll in den kommenden Jahren knapp 200 neu entwickelte Leopard-Panzer erhalten. Die ersten 18 sollten sehr schnell kommen, 105 weitere seien im vergangenen Jahr bestellt worden, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei der offiziellen Vorstellung des Leopard 2 A8 genannten Panzermodells durch den Hersteller KNDS in M\u00fcnchen. Dar\u00fcber hinaus plant die Bundesregierung nach Worten des SPD-Politikers f\u00fcr das kommende Jahr eine Beschaffungsvorlage f\u00fcr weitere 75 St\u00fcck.\u00a0<\/p>\n<p>Pistorius bezeichnete den neuen Leopard-Panzer sowie die Panzerhaubitze 2000 A4 &#8211; beide werden von KNDS gebaut &#8211; als \u00abzwei Systeme, die f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit unserer Landstreitkr\u00e4fte unverzichtbar sind\u00bb. Sie seien essenziell f\u00fcr das sogenannte Gefecht der verbundenen Waffen. \u00abSie sind wie Zahnr\u00e4der eines Uhrwerks. Wenn eines fehlt oder nicht funktioniert, ger\u00e4t das ganze System in Stocken\u00bb, sagte er.\u00a0<\/p>\n<p>Diese Technologie sei auch \u00abnicht \u00fcberholt\u00bb. \u00abIm Gegenteil, wir wissen: Auch moderne Kriege werden keine reinen Drohnenkriege sein. Souver\u00e4nes Territorium wird auch in Zukunft mit Panzern, Schiffen, Flugzeugen und nicht zuletzt von Soldatinnen und von Soldaten verteidigt werden m\u00fcssen\u00bb, sagte Pistorius.\u00a0<\/p>\n<p>Er sprach von einer milit\u00e4rischen Grundwahrheit: \u00abDer Kampfpanzer ist das R\u00fcckgrat beweglicher Operation. Er ist allwetterf\u00e4hig, hochmobil und entscheidend f\u00fcr schnelle Man\u00f6ver, unterst\u00fctzt von Artillerie und zuk\u00fcnftig st\u00e4rker von Drohnen und Drohnenabwehr.\u00bb<\/p>\n<p>Pistorius beh\u00e4lt \u00abZielgr\u00f6\u00dfe\u00bb f\u00fcr sich<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnten m\u00f6glicherweise auch noch weitere Bestellungen folgen, doch welche Zahl dem Verteidigungsministerium vorschwebt, sagte Pistorius nicht. \u00abDie Zielgr\u00f6\u00dfe, werden Sie verstehen, w\u00fcrde ich gerne f\u00fcr mich behalten.\u00bb Eine Bestellung in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 500 oder noch mehr Leopard-Panzern schloss Pistorius aus: \u00abBis die produziert und geliefert wurden, dann w\u00fcrden wir \u00fcber das Jahr 2040 vermutlich reden.\u00bb Die bisher bestellten 123 sollen bis 2030 an die Bundeswehr geliefert werden, wie ein Sprecher des Bundesamtes f\u00fcr Ausr\u00fcstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) der Deutschen Presse-Agentur sagte.<\/p>\n<p>Forderung an die R\u00fcstungsindustrie: Mehr Zuverl\u00e4ssigkeit bei Lieferung und Preisen<\/p>\n<p>Pistorius forderte von der R\u00fcstungsindustrie insgesamt h\u00f6heres Tempo und mehr Zuverl\u00e4ssigkeit bei der Lieferung: \u00abSo m\u00fcssen wir darauf bauen k\u00f6nnen, dass die Industrie vereinbarte St\u00fcckzahlen zum vereinbarten Zeitpunkt und zum verabredeten Preis liefert.\u00bb F\u00fcr den Bund sagte er eine neuerliche Revision des wegen B\u00fcrokratie und Tr\u00e4gheit in der Vergangenheit oft kritisierten Beschaffungsamts der Bundeswehr in Koblenz zu, um auch auf der Verwaltungsseite die Abl\u00e4ufe zu beschleunigen. Pistorius betonte jedoch, das BAAAINBw habe den \u00abTunaround\u00ab bereits geschafft<\/p>\n<p>Das neue Leopard-Modell hat einen verbesserten Dachschutz und ein Schutzsystem des israelischen Herstellers Rafael, das anfliegende Geschosse noch vor ihrem Aufprall zerst\u00f6ren soll. Dar\u00fcber hinaus ist die Panzerung des Leopard 2 A8 verst\u00e4rkt. \u00abDer Leo ist traditionell der modernste und f\u00e4higste Kampfpanzer, den es auf der Welt gibt\u00bb, sagte Pistorius.<\/p>\n<p>Ausgaben von mehr als 3,4 Milliarden Euro geplant<\/p>\n<p>Der \u00abRoll-out\u00bb in M\u00fcnchen war die erste Pr\u00e4sentation des Waffensystems in der \u00d6ffentlichkeit. Die Bundeswehr wird 2026 die ersten Fahrzeuge f\u00fcr Erprobungen erhalten und pr\u00fcfen. Im Anschluss erhalten die ersten Bataillone die Fahrzeuge, als erstes Soldaten der zum Schutz der Ostflanke im Baltikum stationierten Brigade Litauen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die bisher bestellten 123 Leopard 2 A8 sind Ausgaben von mehr als 3,4 Milliarden Euro eingeplant &#8211; gr\u00f6\u00dftenteils aus dem schuldenfinanzierten Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr die Bundeswehr. Neben Deutschland kaufen weitere Nationen den Leopard 2 A8: Kroatien, Litauen, Niederlande, Norwegen, Schweden und Tschechien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen\/Strausberg (dpa) &#8211; Die Bundeswehr soll in den kommenden Jahren knapp 200 neu entwickelte Leopard-Panzer erhalten. 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