{"id":587903,"date":"2025-11-19T22:09:11","date_gmt":"2025-11-19T22:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/587903\/"},"modified":"2025-11-19T22:09:11","modified_gmt":"2025-11-19T22:09:11","slug":"muenchens-verrueckte-80er-eingefangen-von-heinz-gebhardt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/587903\/","title":{"rendered":"&#8222;M\u00fcnchens verr\u00fcckte 80er&#8220;\u2013eingefangen von Heinz Gebhardt"},"content":{"rendered":"<p>Fotografierte: &#8222;Genauso sind wir!&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr Gebhardt ist Fotografieren kein Beruf, sondern sein Leben. Mit 17 Jahren wird er an der Staatslehranstalt f\u00fcr Fotografie aufgenommen. Ab 1968 ist er dann hauptberuflich als Fotograf unterwegs, unter anderem f\u00fcr die M\u00fcnchner Abendzeitung und die &#8222;tz&#8220;, aber immer als Freiberufler. Tags\u00fcber lichtet er &#8222;Mord und Totschlag&#8220; ab, verdient sein Geld unter anderem bei Gerichtsprozessen. <\/p>\n<p>Gegen 21 Uhr trifft er sich dann mit den Kolumnisten der Tageszeitungen an der Hotelbar, um loszuziehen \u2013 und zwar \u00fcberall dorthin, wo was los ist und wo wer sein k\u00f6nnte. Gloria von Thurn und Taxis, Mick Jagger, Fasching, Rudolph Mooshammer, Walter Sedlmayer, Opernfestspiele, Honecker-Besuch, royaler Besuch \u2013 die Geschichten gehen dem Fotografen nie aus. Wenn er auf Jagd ist, h\u00e4lt er sich gern im Hintergrund: &#8222;Ich habe die beobachtet, wie sich wirklich sind. Und das kann man nur einfangen, wenn man sie l\u00e4sst. Und mir wurde dann immer gesagt: Du machst ganz andere Bilder. Aber genau so sind wir!&#8220; <\/p>\n<p>Ein Paparazzo der ersten Stunde? Vielleicht. Aber f\u00fcr Gebhardt gibt es auch Grenzen. Er hatte zum Beispiel den Zusammenbruch von Heinz R\u00fcmann am Grab seiner Frau exklusiv fotografiert. Doch die Welt erfuhr nie etwas davon. Gebhardt hat sich daf\u00fcr entschieden, die Bilder nie zu ver\u00f6ffentlichen. <\/p>\n<p>Sorge des Fotografen: &#8222;Werde ich gleich davongejagt?&#8220;<\/p>\n<p>Gebhardt hat nie gleich aufgegeben. Und ein Motiv hat er \u00fcber Jahrzehnte immer wieder eingefangen: die Silhouette seiner Heimatstadt vor den verschneiten Alpen. &#8222;Der F\u00f6hn rund um Weihnachten ist daf\u00fcr oft am besten geeignet &#8211; unten warme und oben m\u00f6glichst kalte Luft.&#8220; Aber nicht nur das Wetter muss mitspielen, sondern auch der richtige Ort zug\u00e4nglich sein: &#8222;Und da vergeht ganz sch\u00f6n viel Zeit, zu schauen: Auf welches Dach komme ich rauf? Gibt es da einen Hausmeister? Sind die Menschen freundlich oder werde ich gleich davongejagt?&#8220; Gebhardt erschafft einmalige Stadtansichten. <\/p>\n<p>Trotzdem ist er immer bescheiden geblieben: &#8222;Ich habe mich nie als k\u00fcnstlerischer Fotograf empfunden, sondern als Stadtchronist.&#8220; Die 70er- und die 80er-Jahre in M\u00fcnchen \u2013 Heinz Gebhardt hat sie nicht nur in seinen Bildern festgehalten, sondern auch in vollen Z\u00fcgen genossen: &#8222;Schee war&#8217;s.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fotografierte: &#8222;Genauso sind wir!&#8220; F\u00fcr Gebhardt ist Fotografieren kein Beruf, sondern sein Leben. 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