{"id":588109,"date":"2025-11-20T00:28:13","date_gmt":"2025-11-20T00:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588109\/"},"modified":"2025-11-20T00:28:13","modified_gmt":"2025-11-20T00:28:13","slug":"papst-fordert-waffenstillstand-und-dialog-in-der-ukraine-sterben-weiter-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588109\/","title":{"rendered":"Papst fordert Waffenstillstand und Dialog: \u201eIn der Ukraine sterben weiter Menschen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Vom Frieden in der Ukraine \u00fcber die Ma\u00dfnahmen gegen Migranten in den USA, den Terrorismus in Nigeria bis hin zu m\u00f6glichen Reisen im Jahr 2026: das waren die Themen, die Leo XIV. diesen Dienstagabend in Castel Gandolfo im Gespr\u00e4ch mit Journalisten angesprochen hat. Und der Papst hat auch verraten, warum die Tage in Castel Gandolfo f\u00fcr ihn so wichtig sind&#8230;<\/p>\n<p><b>Vatican News<\/b><\/p>\n<p>Vor den Toren der Villa Barberini beantwortete der Pontifex, wie inzwischen \u00fcblich, die Fragen der Journalisten \u2013 beginnend mit der zur Ukraine, die weiter von massiven russischen Angriffen betroffen ist. Am Vorabend des Versuchs, die Verhandlungen in der T\u00fcrkei wieder aufzunehmen, wurde dem Papst die Frage gestellt, ob Gebiete an Russland abgetreten werden sollten, um den Krieg zu beenden \u2013 eine Hypothese, die k\u00fcrzlich auch von US-Pr\u00e4sident Donald Trump in den Raum gestellt wurde. \u201eDas m\u00fcssen sie selbst entscheiden, die Verfassung der Ukraine ist sehr klar\u201c, erkl\u00e4rte Leo XIV. \u201eDas Problem ist, dass es keinen Waffenstillstand gibt, dass sie nicht zu einem Punkt kommen, an dem sie miteinander reden und sehen k\u00f6nnen, wie dieses Problem gel\u00f6st werden kann&#8230; Leider sterben jeden Tag Menschen. Ich denke, man muss auf Frieden bestehen, beginnend mit diesem Waffenstillstand, und dann muss man miteinander reden.\u201c<\/p>\n<p>\n   Zum Nachh\u00f6ren &#8211; was der Papst sagte\n  <\/p>\n<p><b>Die Frage der Migranten in den USA<\/b> <\/p>\n<p>Papst Leo \u00e4u\u00dferte sich auch zur Erkl\u00e4rung der US-Bischofskonferenz vom 13. November zu Migranten und Asylbewerbern, die in Baltimore ver\u00f6ffentlicht wurde, wo die Vollversammlung der US-amerikanischen Bischofskonferenz stattfand. Zum ersten Mal seit Jahren haben die US-Bisch\u00f6fe einen Hirtenbrief ver\u00f6ffentlicht, in dem sie sich gegen Massenausweisungen aussprechen, ihre Besorgnis \u00fcber die Lage im Land zum Ausdruck bringen und bekr\u00e4ftigen, dass nationale Sicherheit und der Schutz der Menschenw\u00fcrde nicht unvereinbar seien. Der Papst w\u00fcrdigte die Erkl\u00e4rung seiner Landsleute als \u201esehr wichtig\u201c. \u201eIch m\u00f6chte vor allem alle Katholiken, aber auch alle Menschen guten Willens auffordern, aufmerksam auf das zu h\u00f6ren, was sie gesagt haben. Ich glaube, wir m\u00fcssen nach Wegen suchen, Menschen mit Menschlichkeit zu behandeln und mit der W\u00fcrde, die ihnen zusteht,\u201c so seine Stellungnahme.<\/p>\n<p>\u201eWenn sich Menschen illegal in den Vereinigten Staaten aufhalten, gibt es M\u00f6glichkeiten, damit umzugehen. Es gibt Gerichte. Es gibt ein Rechtssystem. Ich denke, dass es in diesem System viele Probleme gibt. Niemand hat gesagt, dass die Vereinigten Staaten offene Grenzen haben sollten,\u201c so Papst Leo weiter. \u201eIch denke, jedes Land hat das Recht zu bestimmen, wer, wie und wann Menschen einreisen d\u00fcrfen. Aber wenn Menschen ein gutes Leben f\u00fchren, viele von ihnen seit 10, 15 oder 20 Jahren, und man sie dann auf eine Weise behandelt, die, gelinde gesagt, \u00e4u\u00dferst respektlos ist \u2013 und es leider auch zu Gewalt gekommen ist \u2013, dann denke ich, dass die Bisch\u00f6fe ihre Aussagen klar auf den Punkt gebracht haben. Ich m\u00f6chte alle Menschen in den Vereinigten Staaten einfach dazu auffordern, ihnen zuzuh\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Die Verfolgungen in Nigeria <\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Frage betraf Afrika, insbesondere Nigeria: ein Land, das auch in den Appellen des Angelusgebets vom vergangenen Sonntag erw\u00e4hnt wurde, und wo die Welle des Hasses und der Gewalt besonders Christen trifft: \u201eIch denke, dass in bestimmten Gebieten Nigerias sicherlich Gefahr f\u00fcr Christen besteht, aber die Gefahr betrifft alle Menschen, Christen und Muslime wurden get\u00f6tet,\u201c stellte der Papst klar. Die Frage des Terrorismus habe mit Kriegswirtschaft und der Kontrolle von Land zu tun. \u201eLeider sind viele Christen ums Leben gekommen, und ich halte es f\u00fcr sehr wichtig, dass die Regierung gemeinsam mit allen V\u00f6lkern f\u00fcr echte Religionsfreiheit und Respekt f\u00fcr alle Menschen eintritt,\u201c so seine Forderung.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Papstreise&#8230; <\/p>\n<p>Auf eine m\u00f6gliche Reise in \u201esein\u201c Lateinamerika angesprochen \u2013 beginnend mit Peru, wo er \u00fcber zwanzig Jahre als Missionar t\u00e4tig war \u2013, verwies Papst Leo auf den noch vollen Terminkalender des Heiligen Jahres. \u201eF\u00fcr das n\u00e4chste Jahr werden wir nach und nach planen. Ich bin immer gerne gereist. Das Problem ist nur, das mit den vielen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen\u201c. Als m\u00f6gliche Reiseziele nannte er unter anderem Fatima, Guadalupe in Mexiko sowie Uruguay, Argentinien \u2013 und nat\u00fcrlich Peru.<\/p>\n<p>Die Tage in Castel Gandolfo: Balsam f\u00fcr Leib und Seele <\/p>\n<p>Papst Leo plauderte auch aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen und beschrieb, wie er seine Dienstage in Castel Gandolfo verbringt: \u201eEin bisschen Sport, ein bisschen Lesen, ein bisschen Arbeit, jeden Tag gibt es Korrespondenz, Telefonate, bestimmte Angelegenheiten, die vielleicht wichtiger und dringender sind, ein bisschen Tennis, ein bisschen Schwimmen\u201c. Auf die Frage, warum er diese \u201eAuszeit\u201c von seiner w\u00f6chentlichen T\u00e4tigkeit brauche, antwortete der Papst: \u201eIch denke, der Mensch muss wirklich gut auf sich achten. Jeder sollte ein wenig f\u00fcr seinen K\u00f6rper und seine Seele tun, alles zusammen. Mit tut das sehr gut.\u201c Es sei \u201eeine Pause\u201c \u2013 so der Pontifex \u2013 \u201edie sehr hilfreich\u201c sei.<\/p>\n<p>Die Missbrauchsvorw\u00fcrfe gegen den Bischof von C\u00e1diz <\/p>\n<p>Am Tag nach der Audienz mit der spanischen Bischofskonferenz wurde der Papst auch zum Fall des Bischofs von C\u00e1diz und Ceuta, Rafael Zornoza, befragt, dem vorgeworfen wird, als Priester in den 1990er-Jahren einen Minderj\u00e4hrigen mehrfach sexuell missbraucht zu haben. \u201eJeder Fall unterliegt klar festgelegten Protokollen\u201c, erkl\u00e4rte Papst Leo dazu. \u201eDer Bischof selbst musste Stellung nehmen und betont seine Unschuld. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, und wir m\u00fcssen sie ihren Gang nehmen lassen. Je nach Ergebnis wird es Konsequenzen geben.\u201c An die Opfer gewandt, \u00e4u\u00dferte der Papst vor allem die Hoffnung, \u201edass sie einen sicheren Ort finden, an dem sie sprechen und ihre F\u00e4lle vorbringen k\u00f6nnen\u201c. Damit verbunden sei es \u201eauch wichtig, die Prozesse zu respektieren, die Zeit brauchen, aber wir haben auch schon dar\u00fcber gesprochen, dass es notwendig ist, die von der Justiz, in diesem Fall von der Kirche, vorgegebenen Schritte zu befolgen.\u201c<\/p>\n<p>(vaticannews \u2013 skr)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vom Frieden in der Ukraine \u00fcber die Ma\u00dfnahmen gegen Migranten in den USA, den Terrorismus in Nigeria bis&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":588110,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[38974,331,332,140844,115493,13,4046,14,15,13235,12,2544,317],"class_list":{"0":"post-588109","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-papst-leo-xiv","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-apostolische-reise","12":"tag-castel-gandolfo","13":"tag-headlines","14":"tag-krieg","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-nigeria","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-terrorismus","20":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115579198186611352","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=588109"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588109\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/588110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=588109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=588109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=588109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}