{"id":588266,"date":"2025-11-20T02:02:15","date_gmt":"2025-11-20T02:02:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588266\/"},"modified":"2025-11-20T02:02:15","modified_gmt":"2025-11-20T02:02:15","slug":"polen-schliesst-letztes-russisches-konsulat-nach-anschlag-auf-bahnstrecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588266\/","title":{"rendered":"Polen schlie\u00dft letztes russisches Konsulat nach Anschlag auf Bahnstrecke"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/polen-bahn-100.jpg\" alt=\"Polizisten am Ort des Anschlags nahe Mika\" title=\"Polizisten am Ort des Anschlags nahe Mika | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.11.2025 18:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Nach der Sprengstoffattacke auf eine Bahnstrecke spricht Polen von &#8222;Staatsterrorismus&#8220; und schlie\u00dft das russische Generalkonsulat in Danzig. In Zukunft will das Land Soldaten zur Bewachung der Infrastruktur einsetzen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Reaktion auf den Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnstrecke schlie\u00dft Polen das russische Generalkonsulat in Danzig (Gdansk). Er habe die Genehmigung f\u00fcr die diplomatische Niederlassung zur\u00fcckgezogen, sagte Au\u00dfenminister Radoslaw Sikorski. Polen werde als Antwort auf den Anschlag auch weitere Schritte &#8222;nicht diplomatischer Natur&#8220; unternehmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zu diesen Schritten geh\u00f6rt laut Verteidigungsministers Wladyslaw Kosiniak-Kamysz der Einsatz der polnischen Armee zur Bewachung der kritischen Infrastruktur. Im Rahmen der Operation &#8222;Horizont&#8220; sollen sich 10.000 Soldaten gemeinsam mit Angeh\u00f6rigen anderer uniformierter Dienste an der \u00dcberwachung wichtiger Objekte beteiligen, um zuk\u00fcnftigen Sabotageakten entgegenzuwirken.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/polen-bahn-sabotage-russland-100.html\" title=\"Polen vermutet russischen Geheimdienst hinter Sabotage an Bahnstrecke\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die polnische Regierung beschuldigt russische Geheimdienste, hinter dem Sprengstoffanschlag auf die Bahnstrecke <\/a>von Warschau nach Lublin zu stecken. In der N\u00e4he der Ortschaft Mika rund hundert Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Warschau waren am Wochenende bei einer Explosion die Gleise besch\u00e4digt worden. Weil ein Zugf\u00fchrer die Besch\u00e4digung bemerkte und meldete, wurde niemand verletzt. Die Bahnstrecke ist wichtig f\u00fcr Milit\u00e4rtransporte in die Ukraine, die sich seit Anfang 2022 gegen einen russischen Angriffskrieg wehrt.<\/p>\n<p>    Zwei Verd\u00e4chtige offenbar in Belarus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Ermittler haben zwei Tatverd\u00e4chtige im Visier. Die beiden ukrainischen Staatsb\u00fcrger sollen im Auftrag Moskaus gehandelt und sich nach der Tat nach Belarus abgesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden M\u00e4nnern Spionage f\u00fcr einen ausl\u00e4ndischen Geheimdienst, Gef\u00e4hrdung des Verkehrs sowie den Einsatz von Sprengstoff vor, wie ein Sprecher der Beh\u00f6rde sagte. Im Falle einer Verurteilung droht ihnen lebenslange Haft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dfenminister Sikorski sagte, man werde sich an die Regierung in Belarus mit einem Gesuch wenden, die beiden Tatverd\u00e4chtigen auszuliefern. Gro\u00dfe Hoffnungen, dass das von Machthaber Alexander Lukaschenko autorit\u00e4r regierte Land der Bitte nachkomme, habe man nicht. Belarus ist ein enger Verb\u00fcndeter Russlands.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mittlerweile seien im Zusammenhang mit dem Anschlag mehrere andere Personen festgenommen worden, so die Staatsanwaltschaft. Diese seien aber nach bisherigen Ermittlungen nicht diejenigen, die ihn begangen haben.<\/p>\n<p>    &#8222;Absicht war, Menschen zu t\u00f6ten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dieser Vorfall sei eine bedeutende Eskalation im russischen Vorgehen, sagte Sikorski. &#8222;Sabotage ist, wenn Besitz besch\u00e4digt wird. Wenn die Absicht ist, Menschen zu t\u00f6ten, ist das keine Sabotage mehr, sondern Staatsterrorismus.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das russische Generalkonsulat war die letzte verbleibende Einrichtung dieser Art in Polen. Bereits im Mai hatte Polen nach Brandstiftungsvorw\u00fcrfen gegen den russischen Geheimdienst das Generalkonsulat in Krakau schlie\u00dfen lassen. Das Generalkonsulat in Posen (Poznan) wurde aus dem gleichen Grund bereits 2024 geschlossen.<\/p>\n<p>    Engere Zusammenarbeit mit der Ukraine vereinbart<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sikorski betonte, Polen habe \u00e4hnlich wie andere EU-L\u00e4nder, die von den Aktivit\u00e4ten des russischen Geheimdienstes betroffen seien, nicht die Absicht, die russische Botschaft in Warschau zu schlie\u00dfen und die diplomatischen Beziehungen zu Moskau abzubrechen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der polnische Regierungschef Donald Tusk schrieb derweil auf der Plattform X, er habe mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj eine enge Zusammenarbeit der Geheimdienste sowie der Bahnunternehmen beider L\u00e4nder vereinbart. &#8222;Ziel ist unter anderem die Identifizierung von Personen, die der Zusammenarbeit mit Russland verd\u00e4chtigt werden, und die Verhinderung von Sabotageakten&#8220;, so Tusk.\u00a0<\/p>\n<p>    Kreml weist Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck: &#8222;Russophobie&#8220; in Warschau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die F\u00fchrung in Moskau hat wiederholt bestritten, f\u00fcr Sabotageakte verantwortlich zu sein. Der Kreml weist auch im Fall der Bahnstrecke die Anschuldigung Polens zur\u00fcck und wirft Warschau &#8222;Russophobie&#8220; vor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Beziehungen zu Polen haben sich vollst\u00e4ndig verschlechtert&#8220;, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er sprach von einem &#8222;v\u00f6lligen Verfall&#8220; der Beziehungen zu Polen. Die Schlie\u00dfung des Generalkonsulats dr\u00fccke den Wunsch der polnischen F\u00fchrung aus, jegliche M\u00f6glichkeit konsularischer oder diplomatischer Beziehungen zunichtezumachen. Da k\u00f6nne man nur &#8222;sein Bedauern ausdr\u00fccken&#8220;. Peskow sagte, dies habe &#8222;nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Reaktion will Russland nun die diplomatische und konsularische Pr\u00e4senz Polens im Land reduzieren, k\u00fcndigte die Sprecherin des russischen Au\u00dfenministeriums, Maria Sacharowa an. Es handele sich um &#8222;spiegelgerechte&#8220; Ma\u00dfnahmen der russischen Seite, sagte sie der Moskauer Zeitung Kommersant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.11.2025 18:24 Uhr Nach der Sprengstoffattacke auf eine Bahnstrecke spricht Polen von &#8222;Staatsterrorismus&#8220; und schlie\u00dft das russische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":588267,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,2226,3364,29,30,13,14,15,3917,307,12],"class_list":{"0":"post-588266","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bahnstrecke","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-polen","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115579568365090361","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=588266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588266\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/588267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=588266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=588266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=588266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}