{"id":588669,"date":"2025-11-20T06:02:24","date_gmt":"2025-11-20T06:02:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588669\/"},"modified":"2025-11-20T06:02:24","modified_gmt":"2025-11-20T06:02:24","slug":"hessen-reformiert-die-musikschulfoerderung-hessen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588669\/","title":{"rendered":"Hessen reformiert die Musikschulf\u00f6rderung | hessen.de"},"content":{"rendered":"<p>Der Pakt f\u00fcr die Musikschulen sieht j\u00e4hrlich 600.000 Euro zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung f\u00fcr die hessischen Musikschulen vor. Das Land reformiert die F\u00f6rderung grundlegend: Mit der neuen F\u00f6rderrichtlinie, die in dieser Woche in Kraft getreten ist, setzt das Hessische Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) k\u00fcnftig konsequent auf Qualit\u00e4tsentwicklung. Mit dem neuen Indikatorenmodell legt das HMWK erstmals klare Qualit\u00e4tsstandards fest. Die F\u00f6rderung orientiert sich k\u00fcnftig nicht mehr an Kennzahlen wie Wochenstunden oder Sch\u00fclerzahl, sondern daran, wie gut eine Musikschule in den Bereichen Tr\u00e4gerschaft, Finanzierung, Ausstattung, innere Organisation, Kooperationen, Projekte sowie Personal aufgestellt ist.<\/p>\n<p>Stetige Weiterentwicklung des Musikschulstandortes Hessen<\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4r Christoph Degen dazu: \u201eMit dem neuen F\u00f6rdermodell und dem damit einhergehenden Mittelzuwachs wollen wir Engagement honorieren, gute p\u00e4dagogische Arbeit anerkennen und zugleich eine stetige Weiterentwicklung des Musikschulstandortes Hessen erm\u00f6glichen. Im Zentrum unserer F\u00f6rderung steht die Qualit\u00e4t. Der \u201aPakt f\u00fcr die Musikschulen\u2018 wird nicht nur Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zugutekommen, sondern auch bei den Lehrkr\u00e4ften f\u00fcr angemessene Arbeitsbedingungen sorgen und Familien entlasten. Ich danke allen, die am \u201aRunden Tisch f\u00fcr die Musikschulen\u2018 an den neuen Regelungen mitgewirkt haben, f\u00fcr die gute und konstruktive Zusammenarbeit.\u201c<\/p>\n<p>Mit dem \u201ePakt f\u00fcr die Musikschulen\u201c ist ein Mittelaufwuchs von j\u00e4hrlich 600.000 Euro bis zum Jahr 2031 geplant. Die zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel w\u00fcrden sich im Vergleich zum Jahr 2024 somit mehr als verdoppeln und im Jahr 2031 9,3 Mio. Euro betragen. Dar\u00fcber hinaus gibt es eine Garantie, dass bis zum Jahr 2031 keine Musikschule weniger F\u00f6rdermittel als im Jahr 2024 erh\u00e4lt. Im Jahr 2025 hat das Land insgesamt sogar 1,2 Millionen zus\u00e4tzliche Mittel bereitgestellt: zum Aufwuchs von 600.000 Euro noch einmal 600.000 Euro, um m\u00f6gliche Folgen des Herrenberg-Urteils abzumildern.<\/p>\n<p>Runder Tisch f\u00fcr die Musikschulen<\/p>\n<p>Bereits im Jahr 2021 wurde der \u201eRunde Tisch f\u00fcr die Musikschulen\u201c ins Leben gerufen. Vertreter der SPD, CDU und der Gr\u00fcnen, der kommunalen Spitzenverb\u00e4nde, des Landesmusikrates Hessen, des Deutschen Tonk\u00fcnstlerverbandes Hessen, des Verbandes deutscher Musikschulen Hessen (VdM) und des HMWK verst\u00e4ndigten sich darauf, ein neues Finanzierungsmodell einzuf\u00fchren. Auf Grundlage des Gutachtens der Kommunalen Gemeinschaftsstelle f\u00fcr Verwaltungsmanagement (KGSt) f\u00fcr die Musikschulen wurde in Zusammenarbeit mit den Teilnehmern des Runden Tischs ein Indikatorenmodell, das qualitative Anforderungen f\u00fcr die F\u00f6rderung festlegt, entwickelt.<\/p>\n<p>Dazu gibt es einen Indikatorenkatalog mit 18 Fragen zu den Bereichen Tr\u00e4gerschaft, Finanzierung, Ausstattung, innere Organisation, Kooperationen, Projekte sowie Personal. Konkret wird zum Beispiel abgefragt, ob Mietinstrumente vorhanden sind oder sich die Verg\u00fctung am Tarifvertrag f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst orientiert. Mit der Beantwortung der Fragen erlangt jede Musikschule einen Prozentsatz: den Erf\u00fcllungsgrad. Dieser gibt Auskunft dar\u00fcber, wie gut die einzelne Musikschule in den jeweiligen Bereichen abschneidet. Der Erf\u00fcllungsgrad wiederum ist entscheidend f\u00fcr die H\u00f6he der F\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Hintergrund zum \u201eHerrenberg-Urteil\u201c<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig stehen die Musikschulen aufgrund des Herrenberg-Urteils vor finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Das \u201eHerrenberg-Urteil\u201c ist eine Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG) vom 28. Juni 2022 (Az. B 12 R 3\/20 R), die Auswirkungen auf die sozialversicherungsrechtliche Einordnung von Honorar-Lehrkr\u00e4ften hat. Im konkreten Fall ging es um eine Klavierlehrerin an der Musikschule der Stadt Herrenberg, die Klage einreichte. Sie war freiberuflich auf Honorarbasis an der Musikschule t\u00e4tig. Das BSG entschied, dass die Lehrerin nicht selbstst\u00e4ndig, sondern abh\u00e4ngig besch\u00e4ftigt sei und damit sozialversicherungspflichtig. Viele Honorar-Lehrkr\u00e4fte, die bislang als \u201eselbstst\u00e4ndig\u201c galten, k\u00f6nnten nun als sozialversicherungspflichtig eingestuft werden, was zu h\u00f6heren Kosten bei den Musikschulen f\u00fchrt. Um m\u00f6gliche Folgen des Herrenberg-Urteils abzumildern, hat die Landesregierung im Jahr 2025 zus\u00e4tzliche 600.000 Euro f\u00fcr die Musikschulen zur Verf\u00fcgung gestellt. Somit erh\u00e4lt im Jahr 2025 jede Musikschule mehr F\u00f6rdermittel als 2024.<\/p>\n<p>Stimmen vom \u201eRunden Tisch f\u00fcr die Musikschulen\u201c zur neuen F\u00f6rderung:<\/p>\n<p>Michael Eberhardt, Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen Hessen:\u00a0\u201eMit gro\u00dfer Freude begr\u00fc\u00dfen wir die Einf\u00fchrung der neuen F\u00f6rderrichtlinie des Indikatorenmodells im Rahmen des \u201aPaktes f\u00fcr Musikschulen\u2018. Diese wegweisende Entscheidung legt den Grundstein f\u00fcr eine nachhaltige Weiterentwicklung der hessischen \u00f6ffentlichen Musikschulen \u2013 insbesondere in den l\u00e4ndlichen Regionen. Sie st\u00e4rkt langfristig die Rahmenbedingungen, um unseren musisch-kulturellen Bildungsauftrag in hoher Qualit\u00e4t f\u00fcr alle Generationen zu erf\u00fcllen: von den J\u00fcngsten bis hin zu Seniorinnen und Senioren. F\u00fcr die Kommunen \u2013 St\u00e4dte, Gemeinden und Landkreise \u2013, die von der besonderen Strahlkraft und der verbindenden Wirkung der Musikschulen profitieren, bedeutet die neue F\u00f6rdersystematik ein deutliches Signal der Verl\u00e4sslichkeit. Gerade auch finanzschwache l\u00e4ndliche Regionen, in denen Musikschulen wichtige Netzwerke in nahezu alle sozialen und kulturellen Bereiche hinein pflegen, erhalten damit stabile und perspektivisch wachsende Unterst\u00fctzung durch das Land Hessen.<\/p>\n<p>Bijan Kaffenberger, wissenschafts- und digitalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hessen:\u00a0\u201eMusik ist eines der zentralen Elemente unserer Kultur, deren finanzielle Unterst\u00fctzung ein wichtiges Ziel unserer Kulturpolitik. Junge Musikerinnen und Musiker qualitativ zu f\u00f6rdern, ist uns als SPD dabei ein besonderes Anliegen. F\u00fcr diesen Weg haben wir bereits im vergangenen Jahr die Basis geschaffen: Insgesamt 1,2 Millionen Euro haben die Hessen-Koalition und Wissenschaftsminister Timon Gremmels f\u00fcr die F\u00f6rderung der Musikschulen bereitgestellt. Besonders wichtig: Auch in finanziell herausfordernden Zeiten halten wir an unserem Versprechen fest und setzen auf die Musik als Teil unserer Kultur und als verbindendes Element unserer Gesellschaft. Wir st\u00e4rken unsere Musikschulen und damit die kulturelle Bildung, sowie das kulturelle Angebot in unseren St\u00e4dten und Gemeinden. Unser Ziel ist und bleibt: Jeder und jede soll Zugang zu Musik und qualitativ guter musikalischer Bildung haben. Mit dem \u201ePakt f\u00fcr die Musikschulen\u201c und der neuen F\u00f6rderrichtline schaffen wir genau hierf\u00fcr Basis.\u201c<\/p>\n<p>Lucas Schmitz, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag:\u00a0\u201eMusikalische Bildung hat f\u00fcr uns als CDU-Fraktion im Hessischen Landtag h\u00f6chsten Stellenwert. Musikschulen f\u00f6rdern Wahrnehmung, Entwicklung und Kreativit\u00e4t unserer Kinder und Jugendlichen \u2013 und genau diese wertvolle Arbeit st\u00e4rken wir mit der F\u00f6rderrichtlinie dauerhaft.\u201c<\/p>\n<p>Hildegard F\u00f6rster-Heldmann, Sprecherin f\u00fcr Kunst und Kultur der GR\u00dcNEN Landtagsfraktion Hessen und stellvertretende Fraktionsvorsitzende:<strong>\u00a0<\/strong>\u201eIch freue mich, dass der noch in der letzten Wahlperiode initiierte \u201aPakt f\u00fcr die Musikschulen\u2018 mit der neuen F\u00f6rderrichtlinie nun weitere Fr\u00fcchte tr\u00e4gt. Wir wollen den Zugang zur musikalischen Grundbildung st\u00e4rken und mehr Kinder und Jugendliche mit den Angeboten unserer Musikschulen erreichen. Der erste Schritt war unser gemeinsames Versprechen, die Musikschulfinanzierung j\u00e4hrlich um 600.000 Euro zu steigern. Mit der neuen F\u00f6rderrichtlinie erfolgt jetzt der zweite Schritt, um auch die qualitative Weiterentwicklung der Musikschulen zu f\u00f6rdern. Das ist eine gute Nachricht f\u00fcr unsere Musikschullandschaft und die kulturelle Bildung in Hessen insgesamt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Pakt f\u00fcr die Musikschulen sieht j\u00e4hrlich 600.000 Euro zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung f\u00fcr die hessischen Musikschulen vor. 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