{"id":588671,"date":"2025-11-20T06:03:12","date_gmt":"2025-11-20T06:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588671\/"},"modified":"2025-11-20T06:03:12","modified_gmt":"2025-11-20T06:03:12","slug":"anwohner-in-der-hammerschmiede-wehren-sich-gegen-die-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588671\/","title":{"rendered":"Anwohner in der Hammerschmiede wehren sich gegen die Stadt"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Hecken im Sanddornweg  in der Hammerschmiede sind getrimmt und reichen exakt bis an die Kante der Asphaltstra\u00dfe. Doch jetzt haben die Anwohner Schreiben von der Stadt erhalten, die sie auffordern, ihre Anpflanzungen bis an die Grundst\u00fccksgrenze zur\u00fcckzuschneiden. Was in den meisten F\u00e4llen bedeuten w\u00fcrde, die Hecken komplett zu entfernen.  Denn in diesem Teil der Stadt wurden die Hecken vor 70 Jahren vor die Grundst\u00fccke gesetzt, was bislang niemanden zu st\u00f6ren schien. \u201eEs kann doch nicht sein, dass ich wegen irgendwelcher Paragrafen meine Naturoase kaputt machen muss\u201c, \u00e4rgert sich Sebastian Pfaller. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/augsburg-der-wilde-wein-an-der-hindelanger-strasse-muss-jetzt-weg-id70453181.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">Es ist nicht der erste Fall, bei dem die Stadt Gr\u00fcn beseitigen l\u00e4sst, das jahrzehntelang niemanden gest\u00f6rt hat.<\/a>\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Sanddornweg ist eine kleine Sackgasse auf der R\u00fcckseite der Grundst\u00fccke mit wenig Verkehr. Zwischen Asphalt und Grundst\u00fccksgrenze liegt ein etwa ein Meter breiter Streifen, auf dem sich \u00fcber die Jahre die Hecken breit gemacht haben. \u201eBis jetzt hat das viele Jahre niemanden gest\u00f6rt &#8211; die Hecke ist tipptopp gepflegt und stellt keine Gefahr oder Hindernis f\u00fcr Rad- oder Autofahrer da\u201c, betont Pfaller. In seinem Fall wurde die Hecke 1956 gepflanzt und bietet seitdem Unterschlupf f\u00fcr V\u00f6gel und Insekten. Im Schreiben des Baureferats steht, die Anpflanzung auf seinem Grundst\u00fcck rage in den \u00f6ffentlichen Verkehrsraum und stelle eine Beeintr\u00e4chtigung des Verkehrs da. \u201eDie Stra\u00dfe wird deswegen nicht breiter, denn da wo die Hecke stand, w\u00e4re in Zukunft nur ein Streifen unbefestigter Erde\u201c, sagt dazu Pfaller.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch sein Nachbar Bruno Brischler hat das Schreiben bekommen. \u201eDas hier war mal ein Feldweg &#8211; 70 Jahre lang haben die Hecken niemanden gest\u00f6rt\u201c, sagt der Mann, der seine Hecke damals selbst gepflanzt hat. \u201eWenn ich 50 Zentimeter zur\u00fcckschneide, ist die Hecke weg\u201c, bedauert er.\n  <\/p>\n<p>            Der \u00f6ffentliche Verkehrsraum muss frei von Hindernissen bleiben<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt verweist in seiner Stellungnahme auf die Verkehrssicherungspflicht der Stadt. Diese sei als Stra\u00dfenbaulasttr\u00e4ger verpflichtet, den \u00f6ffentlichen Verkehrsraum frei von Hindernissen zu halten \u2013 auch wenn diese von Privatgrundst\u00fccken herr\u00fchren. \u00dcberh\u00e4ngende Hecken und Str\u00e4ucher k\u00f6nnten die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs beeintr\u00e4chtigen, vor allem f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger, Menschen mit Rollatoren, Kinderwagen oder k\u00f6rperlichen Einschr\u00e4nkungen. In solchen F\u00e4llen m\u00fcsse die Stadt einschreiten, um Unf\u00e4lle zu vermeiden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Verwaltung betont, dass t\u00e4glich Beschwerden \u00fcber wuchernde Pflanzen eingehen. Besonders in Stadtteilen wie Hammerschmiede, B\u00e4renkeller oder Firnhaberau, wo es kaum Gehwege gibt, dient der sogenannte Schutzstreifen zwischen Grundst\u00fcck und Stra\u00dfe als Sicherheitsabstand. Wenn dieser durch Bewuchs nicht mehr nutzbar ist, m\u00fcssen Fu\u00dfg\u00e4nger auf die Fahrbahn ausweichen \u2013 mit entsprechenden Gefahren, vor allem bei Gegenverkehr oder in der dunklen Jahreszeit.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Konkret im Sanddornweg habe die Stadt die Anlieger bereits mehrfach aufgefordert, ihre Hecken zur\u00fcckzuschneiden. Diese Aufforderungen seien aber weitgehend ohne Reaktion geblieben. Inzwischen sei der ohnehin schmale Stra\u00dfenraum so weit eingeengt, dass der Schutzstreifen vollst\u00e4ndig zugewachsen sei. Damit sei die sichere Begegnung von Fahrzeugen und Fu\u00dfg\u00e4ngern nicht mehr gew\u00e4hrleistet.\n  <\/p>\n<p>            Mitarbeiter der Stadt m\u00fcssen gef\u00e4hrliche Situationen konsequent beseitigen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ziel sei es nicht, die Begr\u00fcnung zu beseitigen, sondern die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Innerhalb der eigenen Grundst\u00fccksgrenze d\u00fcrften die Eigent\u00fcmer ihre Hecken selbstverst\u00e4ndlich behalten und pflegen. Im \u00f6ffentlichen Raum m\u00fcsse jedoch sichergestellt sein, dass Stra\u00dfen, Geh- und Sicherheitsstreifen frei bleiben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf die Frage, ob die Stadt nun h\u00e4rter durchgreife, verweist das Amt auf gestiegene Anforderungen an die Verkehrssicherheit und Haftungsfragen. Wenn der Stadt bekannt sei, dass ein \u00dcberwuchs die Sicherheit beeintr\u00e4chtige, m\u00fcsse sie handeln \u2013 andernfalls k\u00f6nne sie bei einem Unfall haftbar gemacht werden. Daher seien die Mitarbeiter verpflichtet, solche Situationen konsequent zu beseitigen. Gleichzeitig betont die Stadt, dass sie Begr\u00fcnung grunds\u00e4tzlich ausdr\u00fccklich bef\u00fcrworte. Sie sei wichtig f\u00fcr das Stadtklima und die Lebensqualit\u00e4t. Allerdings m\u00fcssten auch hier gesetzliche Vorgaben eingehalten werden \u2013 insbesondere, wenn es um den Schutz aller Verkehrsteilnehmer geht.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/augsburg-streit-um-eine-mauer-mit-wildem-wein-wird-in-lechhausen-id69100556.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"noopener\">Im vergangenen Jahr hat ein \u00e4hnlicher Fall in der Hindelanger Stra\u00dfe f\u00fcr Aufsehen gesorgt.<\/a> Dort hat ein Rentner wilden Wein an seiner Grundst\u00fccksgrenze gepflanzt und 30 Jahre lang gepflegt. Obwohl sich viele Menschen f\u00fcr den Erhalt der Hecke als Insektenparadies einsetzten, bestand die Stadt auf die Entfernung der Pflanzung.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Fridtjof Atterdal<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    86169 Hammerschmiede<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Streitfall<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Hecken im Sanddornweg in der Hammerschmiede sind getrimmt und reichen exakt bis an die Kante der Asphaltstra\u00dfe.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":588672,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,514,30,140956,13,140957,14,15,92490,27892,140955,12,140954,140953,16560],"class_list":{"0":"post-588671","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-fahrzeug","16":"tag-germany","17":"tag-grundstuecksgrenze","18":"tag-headlines","19":"tag-hindelanger-strasse","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-rechtslage","23":"tag-rentnerin","24":"tag-sanddornweg","25":"tag-schlagzeilen","26":"tag-sebastian-pfaller","27":"tag-streitfall","28":"tag-wein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115580515400825287","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=588671"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588671\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/588672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=588671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=588671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=588671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}