{"id":588989,"date":"2025-11-20T09:21:17","date_gmt":"2025-11-20T09:21:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588989\/"},"modified":"2025-11-20T09:21:17","modified_gmt":"2025-11-20T09:21:17","slug":"frankreich-weicht-nachfragen-zu-fcas-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/588989\/","title":{"rendered":"Frankreich weicht Nachfragen zu FCAS aus"},"content":{"rendered":"<p>BERLIN &#8211; FCAS soll ab 2040 den Eurofighter ersetzen. Quertreiber Dassault spaltet das Industriekonsortium hinter dem neuen europ\u00e4ischen Kampfjetsystem. Kanzler Merz pocht auf bestehende Vertr\u00e4ge &#8211; und will Klarheit bis Jahresende. Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron spielt die Probleme herunter.<\/p>\n<p>Sprengt ein Streit um Projektanteile das FCAS-Konsortium? Dassault beansprucht beim neuen Fighterprojekt den Taktstock, Programmpartner Airbus will verhandelte Industriepakete nicht wieder aufschn\u00fcren.<\/p>\n<p>In diesen Tagen wird &#8211; ma\u00dfgeblich zwischen Berlin und Paris &#8211; \u00fcber Fortsetzung oder Abbruch des gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen R\u00fcstungsprojekts entschieden.<\/p>\n<p>Es stehe &#8222;viel Geld&#8220; auf dem Spiel, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Dienstag bei einem Treffen mit Frankreichs Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron in Berlin. Eine Richtungsentscheidung m\u00fcsse vor Phase 2 der FCAS-Entschwickung stehen. Merz wies auf bestehende Verabredungen hin, die aus deutscher Sicht weiter gelten.<\/p>\n<p>Das geht an die Adresse von \u00c9ric Trappier, Chef des franz\u00f6ischen Herstellers Dassault Aviation, der gemeinsam mit Airbus Deutschland und dem spanischen Unternehmen Indra an FCAS beteiligt ist.<\/p>\n<p>Schon im Sommer hie\u00df es von deutscher Seite, die Erwartung sei, dass sich Dassault &#8222;an die bestehenden Vereinbarungen h\u00e4lt&#8220;. Danach sollen die drei Unternehmen jeweils zu einem Drittel an dem Projekt beteiligt werden. Fr\u00fcheren Berichten zufolge strebt Dassault 80 Prozent an, was f\u00fcr Deutschland nicht infrage kommt.<\/p>\n<p>Frankreich versucht bisher nicht, Trappier einzuhegen. Macron spielt den Ball zur\u00fcck an die Industrie. &#8222;Politische Entscheidungen sind gut, aber nicht immer leicht umsetzbar&#8220;, sagte der Pr\u00e4sident. &#8222;Wir fordern von Unternehmen Zusammenarbeit, die sonst die meiste Zeit \u00fcber Wettbewerber sind. Es \u00fcberrascht mich nicht, dass es hier Reibungen gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Politik werde aber &#8222;die erforderlichen Botschaften an Industrie und Steuerungsgremien senden&#8220;, sagte Macron.<\/p>\n<p>FCAS, dessen Gesamtkosten auf einen dreistelligen Milliardenbetrag gesch\u00e4tzt werden, soll eigentlich von 2040 an den Kampfjet Eurofighter abl\u00f6sen. Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Ein f\u00fcr Oktober geplanter FCAS-Krisengipfel kam nicht zustande.<\/p>\n<p><strong>Airbus ist zunehmend genervt<\/strong><\/p>\n<p>Airbus will das Konsortium mit Dassault nicht um jeden Preis retten. &#8222;Unser Partner hat sehr offen gezeigt, dass er mit den vereinbarten Arbeitspaketen im Programm unzufrieden ist, und fordert etwas ein, was nicht dem entspricht, was vereinbart wurde\u201d, <strong><a style=\"font-weight:bold !important;\" title=\"FCAS\" href=\"https:\/\/www.aero.de\/news-51069\/Airbus-zeigt-Dassault-die-Tuer.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sagte Airbus-Chef Guillaume Faury im Oktober<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p>Wenn Dassault &#8222;in dieser Konstellation&#8220; nicht weitermachen wolle, &#8222;steht es ihnen frei, sich aus FCAS zur\u00fcckzuziehen&#8220;.<\/p>\n<p>\u00a9 aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 20.11.2025 09:05<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"BERLIN &#8211; FCAS soll ab 2040 den Eurofighter ersetzen. 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