{"id":589013,"date":"2025-11-20T09:34:17","date_gmt":"2025-11-20T09:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589013\/"},"modified":"2025-11-20T09:34:17","modified_gmt":"2025-11-20T09:34:17","slug":"kommerzielle-laser-aus-der-gravitationswellen-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589013\/","title":{"rendered":"Kommerzielle Laser aus der Gravitationswellen-Forschung"},"content":{"rendered":"<p class=\"h3 subtitle serif\">Das Spin-off VM\u00a0Photonics GmbH bringt Laser f\u00fcr hochpr\u00e4zise optische Messungen auf den Markt<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" alt=\"Foto einer Laserquelle mit einer goldgelben Einhausung.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/original-1763463152.jpg\" class=\"img-responsive\" title=\"Die am Max-Planck-Institut f\u00fcr Gravitationsphysik und der Leibniz Universit\u00e4t Hannover entwickelte Laserquelle Ten64, die VM\u00a0Photonics GmbH\u00a0kommerziell anbietet.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1763631257_671_original-1763463152.jpg\" class=\"visible-print-block mb-1 banner\" alt=\"Foto einer Laserquelle mit einer goldgelben Einhausung.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die am Max-Planck-Institut f\u00fcr Gravitationsphysik und der Leibniz Universit\u00e4t Hannover entwickelte Laserquelle Ten64, die VM\u00a0Photonics GmbH\u00a0kommerziell anbietet.<\/p>\n<p class=\"copyright hidden-print\" id=\"copyright_25738226\">\n          \u00a9 Bild: VM Photonics GmbH\n        <\/p>\n<p>\n          Die am Max-Planck-Institut f\u00fcr Gravitationsphysik und der Leibniz Universit\u00e4t Hannover entwickelte Laserquelle Ten64, die VM\u00a0Photonics GmbH\u00a0kommerziell anbietet.\n        <\/p>\n<p>\n          \u00a9 Bild: VM Photonics GmbH\n        <\/p>\n<p>Auf den Punkt gebracht<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kommerzielle Innovation:<\/strong> Das aus dem Max-Planck-Institut f\u00fcr Gravitationsphysik\u00a0(Albert-Einstein-Institut) und der Leibniz Universit\u00e4t Hannover ausgegr\u00fcndete Unternehmen VM\u00a0Photonics\u00a0GmbH bietet ultrapr\u00e4zises Laserlicht f\u00fcr optische Messungen an, das zehnmal reiner und stabiler ist als das vergleichbarer Produkte.<\/li>\n<li><strong>Erfahrung:<\/strong> Die Firmengr\u00fcnder Henning Vahlbruch und Fabian Meylahn haben jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von Lasersystemen f\u00fcr Gravitationswellen-Detektoren.<\/li>\n<li><strong>Messbar besser:<\/strong> Das neue Lasersystem \u00fcbertrifft vergleichbare Systeme deutlich in Leistungs- und Frequenzstabilit\u00e4t und beh\u00e4lt diesen Vorsprung auch bei nachtr\u00e4glicher Verst\u00e4rkung auf h\u00f6here Leistung bei.<\/li>\n<li><strong>Vielf\u00e4ltige Anwendungen:<\/strong> M\u00f6gliche Einsatzgebiete umfassen die Messung von Gravitationswellen, die \u00dcberwachung des Klimawandels aus dem All, die Erzeugung von Quetschlicht und die Suche nach Dunkler Materie.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von der Gravitationswellen\u2011Forschung auf den Markt<\/p>\n<p>Lasersysteme, die auf sogenannten nichtplanaren Ringoszillatoren (NPRO) basieren, z\u00e4hlen 40 Jahre nach ihrer Erfindung zu den wichtigsten Werkzeugen f\u00fcr hochpr\u00e4zise, physikalische Messungen. Sie liefern das stabile und reine Laserlicht, das nach weiterer Verst\u00e4rkung und Stabilisierung die Messung von Gravitationswellen mit Detektoren wie Ligo und Virgo erm\u00f6glicht. Diese revolutionieren seit einem Jahrzehnt die Astronomie. \u201eIn unserem Team am Max-Planck-Institut f\u00fcr Gravitationsphysik in Hannover und am Institut f\u00fcr Gravitationsphysik der Leibniz Universit\u00e4t Hannover verf\u00fcgen wir \u00fcber jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und Installation von einigen der pr\u00e4zisesten Lasersysteme der Welt\u201c, erkl\u00e4rt Fabian Meylahn, Mitarbeiter am Max-Planck-Institut und Mitgr\u00fcnder der Firma VM Photonics GmbH. \u201eSo kamen wir zu dem Schluss, dass wir die bisher kommerziellen verf\u00fcgbaren NPRO-Laser nicht nur selbst fertigen, sondern auch deutlich verbessern k\u00f6nnen\u201c, erg\u00e4nzt Henning Vahlbruch, Mitarbeiter am Institut der Universit\u00e4t und Mitgr\u00fcnder der Firma. \u201eUnser Ziel war es, eine Laserquelle zu entwickeln, die stabileres und reineres Laserlicht liefert als die am Markt erh\u00e4ltlichen.\u201c<\/p>\n<p>Messbarer Fortschritt: 10\u2011mal ruhigeres Laserlicht<\/p>\n<p>In einer nun in Review of Scientific Instruments erschienenen Ver\u00f6ffentlichung haben Vahlbruch und Meylahn ihre Entwicklung am Max-Planck-Institut f\u00fcr Gravitationsphysik mit \u00e4hnlichen kommerziellen Lasersystemen verglichen. Dazu entwickelten sie einen Teststand, mit dem sie die Schwankungen von Leistung und Frequenz des Laserlichts mit einer Leistung von 400\u00a0Milliwatt bei einer Wellenl\u00e4nge von 1064\u00a0Nanometern ermittelten. So konnten sie die Laserquellen direkt miteinander vergleichen.<\/p>\n<p>Selbst ohne die interne Leistungsstabilisierung, die in allen Ger\u00e4ten vorhanden ist, \u00fcbertraf die Neuentwicklung von VM\u00a0Photonics GmbH\u00a0die Vergleichsger\u00e4te deutlich. Mit eingeschalteter Leistungsstabilisierung liegen die Schwankungen der Laserleistung der Neuentwicklung noch einmal weit unter denen der anderen Lasersysteme \u2013 \u00fcber das gesamte untersuchte Spektrum von 10\u00a0Hertz bis hin zu einigen hundert Kilohertz und insbesondere im niedrigen Frequenzbereich. Auch die Frequenzstabilit\u00e4t des neuen Lasersystems, also wie stark die Wellenl\u00e4nge des Laserlichts variiert, \u00fcbertrifft die der anderen untersuchten Systeme um mehr als den Faktor\u00a010 im gesamten untersuchten Bereich. Der Laser von VM\u00a0Photonics GmbH\u00a0bietet zudem einen Modus, bei dem er statt der \u00fcblichen 400\u00a0Milliwatt nur 250\u00a0Milliwatt Leistung liefert. Dadurch verbessert sich die Frequenzstabilit\u00e4t weiter.<\/p>\n<p>Neue Horizonte: Anwendungen jenseits der Astrophysik<\/p>\n<p>\u201eDiese hochpr\u00e4zise Laserquelle hat eine Vielzahl von Anwendungsbereichen, in denen sie f\u00fcr genauere Ergebnisse und pr\u00e4zisere Messungen sorgen kann\u201c, sagt Benno Willke, Ko-Autor der Studie und Gruppenleiter an den Instituten. \u201eM\u00f6gliche Einsatzgebiete sind unter anderem die Messung von Gravitationswellen auf der Erde und im All, die satellitengest\u00fctzte Gravimetrie und damit die \u00dcberwachung des Klimawandels, der Vergleich von Atomuhren, die Suche nach dunkler Materie und neuen Elementarteilchen sowie die Suche nach den Fingerabdr\u00fccken der Quantengravitation.\u201c Die Quantengravitation ist ein aktives Forschungsfeld, in dem Forschende versuchen, die Theorien der Quantenmechanik und der Gravitation zu vereinheitlichen.\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Spin-off VM\u00a0Photonics GmbH bringt Laser f\u00fcr hochpr\u00e4zise optische Messungen auf den Markt Die am Max-Planck-Institut f\u00fcr Gravitationsphysik&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":589014,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[98933,3364,29,141077,30,141073,46,141074,141078,1411,141076,125345,141072,141075],"class_list":{"0":"post-589013","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-ausgruendung","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-frequenzstabilitaet","12":"tag-germany","13":"tag-gravitationswellenmessungen","14":"tag-hannover","15":"tag-lasertechnologie","16":"tag-nichtplanare-ringoszillatoren","17":"tag-niedersachsen","18":"tag-optische-messungen","19":"tag-technologietransfer","20":"tag-ultrapraezises-laserlicht","21":"tag-vm-photonics"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115581345444052698","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=589013"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589013\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/589014"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=589013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=589013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=589013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}