{"id":589187,"date":"2025-11-20T11:18:20","date_gmt":"2025-11-20T11:18:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589187\/"},"modified":"2025-11-20T11:18:20","modified_gmt":"2025-11-20T11:18:20","slug":"nachtleben-in-stuttgart-runder-tisch-soll-konflikt-im-leonhardsviertel-entschaerfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589187\/","title":{"rendered":"Nachtleben in Stuttgart: Runder Tisch soll Konflikt im Leonhardsviertel entsch\u00e4rfen"},"content":{"rendered":"<p>Im Konflikt um das Leonhardsviertel soll ein Runder Tisch die Fronten aufbrechen. Eine Wirtin hatte zuvor scharfe Kritik an der Bezirksvorsteherin ge\u00fcbt \u2013 nun will diese vermitteln.<\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Leonhardsviertel\" title=\"Leonhardsviertel\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leonhardsviertel<\/a> stehen Nachbarn und Gastronomen derzeit in erbittertem Streit. Es geht um L\u00e4rm, die mutma\u00dfliche Bevorzugung einer einzelnen Bar und Existenz\u00e4ngste der Wirte. Nach dem Vorwurf einer Wirtin in einem offenen Brief, Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle (Gr\u00fcne) bevorzuge \u201eeinseitig\u201c die Uhu-Bar, weist diese die Kritik zur\u00fcck und l\u00e4dt alle Gastronomen f\u00fcr den 4. Dezember zu einem Runden Tisch ein.<\/p>\n<p>Deniz Sever, Betreiberin der Feinkostbar L\u2019Hommage, hat mit ihrem Schreiben an die Bezirksvorsteherin den Ansto\u00df f\u00fcr dieses Treffen der Streitparteien noch vor Weihnachten gegeben. In dem Offenen Brief beschreibt sie, wie sich Lage f\u00fcr die Gastronomie im Viertel versch\u00e4rft habe. <\/p>\n<p>Die Wirtin sieht ein \u201eUngleichgewicht\u201c im Leonhardsviertel <\/p>\n<p>Sever, die seit vier Jahren gemeinsam mit ihrer Lebensgef\u00e4hrtin die Feinkostbar an der Leonhardstra\u00dfe betreibt, sieht ein \u201eUngleichgewicht\u201c im Viertel. Die Gastronomin wirft Kienzle vor, sich \u201eeinseitig hinter die Uhu-Bar zu stellen\u201c und damit andere Betriebe zu benachteiligen. Die Umsetzung des dortigen Konzepts schade den umliegenden Bars, kritisiert sie. Man m\u00fcsse f\u00fcrchten, dass wegen wiederholter Beschwerden der Anwohner L\u00e4rmmessungen folgen, die am Ende alle Bars und Restaurants treffen k\u00f6nnten \u2013 \u201eobwohl die Probleme von einem einzelnen Betrieb ausgehen\u201c, so Sever.<\/p>\n<p>Die Wirtin kritisiert zudem, dass <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.stuttgarter-nachtleben-laeuft-aus-dem-ruder-im-leonhardsviertel-liegt-zoff-in-der-luft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Uhu-Bar aus ihrer Sicht faktisch als Tanzlokal genutzt werde<\/a>, w\u00e4hrend anderen Bars strikt untersagt sei, ihre G\u00e4ste zum Tanzen zu animieren. Gespr\u00e4che mit den Betreibern seien gescheitert: \u201eTaube Ohren\u201c, schreibt sie.<\/p>\n<p>Sever wirft der Bezirksvorsteherin dar\u00fcber hinaus vor, die Sorgen des Viertels \u2013 vom \u201eproblembehafteten Lokal Schiller\u201c \u00fcber mangelnde Weihnachtsbeleuchtung bis hin zu sozialer Verwahrlosung in der Altstadt \u2013 nicht ausreichend ernst zu nehmen. <\/p>\n<p>\u201eWas machen wir Ihrer Meinung nach falsch?\u201c  <\/p>\n<p>In ihrem Offenen Brief an Veronika Kienzle schreibt die Hommage-Wirtin weiter: \u201eWarum unterst\u00fctzen und bevorzugen Sie ein Projekt? Wollen Sie uns anderen, die wir offensichtlich nicht in das Bild passen, das Sie von der Altstadt haben, mal sagen, wie wir auch von Ihnen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Was machen wir Ihrer Meinung nach falsch? Das Kado, die Weinstube Fr\u00f6hlich, die Tibi Bar, das Zulu, das Messalina, das Lido, Botanical Affairs, FouFou, Paul and George, Holzmaler, die easystreet Bars, die Jakob-Stube \u2013 wir geben alle unser Bestes, sind teilweise ausgezeichnet in verschiedenen Kategorien der Gastronomie. Ein jeder von uns hat investiert in diese Stra\u00dfe und wir m\u00fcssen alle unser t\u00e4glich Brot verdienen.\u201c <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.8f1b940e-08e4-40e4-9e75-7f3a489fce8f.original1024.media.jpeg\"\/>     Die Stadt will Laufh\u00e4user aus dem Leonhardsviertel verbannen.    Foto: Lichtgut\/Rettig     <\/p>\n<p>Wenn Frau Kienzle in ihrem Privatleben eine Bar bevorzuge, sei das in Ordnung, findet Sever und f\u00e4hrt fort: \u201eAber als ehrenamtliche Bezirksvorsteherin finde ich Ihre Einstellung zu unserem Viertel sehr kontrovers und ungerecht. Ich g\u00f6nne jedem Kollegen von Herzen das Allerbeste, aber nicht auf Kosten der anderen.\u201c<\/p>\n<p>Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Sie habe sich nicht hinter die Uhu-Bar gestellt und betont gleichzeitig, Neutralit\u00e4t sei f\u00fcr sie selbstverst\u00e4ndlich. Die fachliche Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Fragen wie L\u00e4rm, Genehmigungen oder \u00f6ffentliches Ordnungsrecht liege ohnehin nicht bei ihr, sondern bei der Stadtverwaltung: bei der Gastst\u00e4ttenbeh\u00f6rde, der Wirtschaftsf\u00f6rderung, dem Amt f\u00fcr \u00f6ffentliche Ordnung oder dem Baurechtsamt.<\/p>\n<p> Was die Bezirksvorsteherin zum Thema Weihnachtsbeleuchtung sagt <\/p>\n<p>L\u00e4rmmessungen w\u00fcrden nur dann erforderlich, wenn sich die Lage nicht beruhige \u2013 und das gelte dann \u201ef\u00fcr alle Betriebe gleicherma\u00dfen\u201c. Auch zur Frage, ob die Uhu-Bar als Tanzlokal betrieben werde, verweist die Bezirksvorsteherin auf die zust\u00e4ndige Gastst\u00e4ttenbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Beim Thema Weihnachtsbeleuchtung verweist Kienzle auf die angespannte Haushaltslage und laufende Bauprojekte. Die Altstadt sei im Rahmen gr\u00f6\u00dferer Innenstadtplanungen ber\u00fccksichtigt, doch weitere Ma\u00dfnahmen seien derzeit schwer umzusetzen.<\/p>\n<p>Zugleich macht die Gr\u00fcne deutlich, dass sie die Anliegen der Gastronomin ernst nehme: Hinweise wie diejenigen zum Schiller seien an Polizei und Beh\u00f6rden weitergegeben worden. Der Bezirksbeirat k\u00f6nne jedoch komplexe Sachverhalte nicht im Rahmen kurzer B\u00fcrgerbeitr\u00e4ge abschlie\u00dfend diskutieren.<\/p>\n<p>Um in dem Streit zu vermitteln und zu einer L\u00f6sung zu kommen, l\u00e4dt Veronika Kienzle alle Gastronomen f\u00fcr den 4. Dezember zum \u201eRunden Tisch Nachtleben\u201c ins Rathaus ein. Dieser sei bereits vor etwa 15 Jahren auf Initiative des Bezirksbeirats Mitte eingerichtet worden und werde inzwischen von der Wirtschaftsf\u00f6rderung betreut. Dort sollen Vertreter der Stadt, Politik, Gastronomie und Anwohnerschaft miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen. Deniz Sever erkl\u00e4rt, sie und ihre Kolleginnen und Kollegen w\u00fcrden zu einer solchen Gespr\u00e4chsrunde gern erscheinen \u2013 sofern sie tats\u00e4chlich auch eingeladen werden. <\/p>\n<p> Klage gegen den Bebauungsplan beim VGH in Mannheim <\/p>\n<p>Inzwischen ist klar geworden, dass die Frage, ob Laufh\u00e4user aus der Altstadt verbannt werden k\u00f6nnen, wie vom Gemeinderat gew\u00fcnscht, zu einem juristischen Tauziehen auf Jahre wird. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.bordelle-in-der-altstadt-stuttgart-juristisches-tauziehen-um-die-zukunft-des-leonhardsviertels-beginnt.b28f2586-f3e5-4b55-8bf4-f\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein Bordellbetreiber klagt gegen den im vergangenen Dezember beschlossenen Bebauungsplan <\/a>vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Konflikt um das Leonhardsviertel soll ein Runder Tisch die Fronten aufbrechen. 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