{"id":589199,"date":"2025-11-20T11:24:35","date_gmt":"2025-11-20T11:24:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589199\/"},"modified":"2025-11-20T11:24:35","modified_gmt":"2025-11-20T11:24:35","slug":"80-jahre-kriegsende-muenchner-stadtmuseum-zeigt-die-stadt-in-truemmern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589199\/","title":{"rendered":"80 Jahre Kriegsende: M\u00fcnchner Stadtmuseum zeigt die Stadt in Tr\u00fcmmern"},"content":{"rendered":"<p>Zum 80. Mal j\u00e4hrt sich in diesem Jahr das Ende des Zweiten Weltkrieges, viele Veranstaltungen hat es dazu schon gegeben. Die Sammlung Fotografie des M\u00fcnchner Stadtmuseums zeigt jetzt in einer Ausstellung ein <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a>, das wir uns heute so nicht (mehr) vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>80 Jahre nach dem Kriegsende schaut M\u00fcnchen zur\u00fcck auf die Zeit in Schutt und Asche<\/p>\n<p>&#8222;Stadt in Tr\u00fcmmern. Herbert List und die Ruinenfotografie in M\u00fcnchen&#8220; hei\u00dft die Schau und zu sehen ist genau das \u2013 \u00a0Tr\u00fcmmerfotografien der direkten Nachkriegszeit. Sie sind Arbeiten von Herbert List sowie Clemens Bergmann, Dorothea Brockmann, Johann Danb\u00f6ck und Helmut Silchm\u00fcller.<\/p>\n<p>Herbert List (1903 Hamburg \u2013 1975 M\u00fcnchen) gilt heute als einer der wegweisenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Ein hanseatischer Kaufmann und Autodidakt, der im Ausland f\u00fcr Harper\u2019s Bazaar und Life arbeitet und ab 1941 in den Kriegsjahren ohne Akkreditierung der Reichspressekammer fotografiert. Seinen zerst\u00f6rten Wohnort M\u00fcnchen h\u00e4lt er in den Nachkriegsjahren als Langzeitprojekt mit der Kamera fest.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1627252_neues-rathaus-muenchen-um-1945_artikelbild-100proz_1F7tXj_nSMJ2q.jpg\" alt=\"Neues Rathaus, M\u00fcnchen, um 1945.\" title=\"Neues Rathaus, M\u00fcnchen, um 1945.\" width=\"730\" height=\"961\"\/><\/p>\n<p>      Neues Rathaus, M\u00fcnchen, um 1945.<br \/>\n      \u00a9 M\u00fcnchner Stadtmuseum \u00a9 Herbert List Estate, Hamburg Germany<\/p>\n<p>    Neues Rathaus, M\u00fcnchen, um 1945.<\/p>\n<p>von M\u00fcnchner Stadtmuseum \u00a9 Herbert List Estate, Hamburg Germany <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Clemens Bergmann (1903 \u2013 1973, M\u00fcnchen) war im Zweiten Weltkrieg von der Feuerwehr M\u00fcnchen als Turmbeobachter eingesetzt, um Br\u00e4nde schneller lokalisieren zu k\u00f6nnen. Er fotografierte die Bombardierung der Stadt heimlich, vor allem von der Frauenkirche aus.<\/p>\n<p>Dorothea Brockmann (1899, Holzminden \u2013 1983, Eichst\u00e4tt) Scherenschnitt-K\u00fcnstlerin, betrieb von 1921 bis 1926 eine Werkstatt f\u00fcr kunstgewerbliche Produkte in M\u00fcnchen zusammen mit Bessie (Elisabeth) Drey (1898 \u2013 unbekannt). Von ihr sind private Fotografien zu sehen.<\/p>\n<p>Johann Danb\u00f6ck (1883, H\u00fctting \u2013 1962, M\u00fcnchen) war Kaufmann und fotografierte privat zwischen den 1910er-1950er Jahren. Er hinterlie\u00df drei Fotoalben mit selbstaufgenommenen und gesammelten Ansichten M\u00fcnchens, die zum Teil kommerziell vertriebene Bildpostkarten wurden.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/storage\/image\/0\/5\/2\/7\/1627250_gipsabguesse-in-der-zerstoerten-akademie-muenchen-winter-1945-46_artikelbild-100proz_1F7tWD_jAH07c.jpg\" alt=\"Gipsabg\u00fcsse in der zerst\u00f6rten Akademie M\u00fcnchen, Winter 1945\/46.\" title=\"Gipsabg\u00fcsse in der zerst\u00f6rten Akademie M\u00fcnchen, Winter 1945\/46.\" width=\"812\" height=\"1061\"\/><\/p>\n<p>      Gipsabg\u00fcsse in der zerst\u00f6rten Akademie M\u00fcnchen, Winter 1945\/46.<br \/>\n      \u00a9 M\u00fcnchner Stadtmuseum \u00a9 Herbert List Estate, Hamburg Germany<\/p>\n<p>    Gipsabg\u00fcsse in der zerst\u00f6rten Akademie M\u00fcnchen, Winter 1945\/46.<\/p>\n<p>von M\u00fcnchner Stadtmuseum \u00a9 Herbert List Estate, Hamburg Germany <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Helmut Silchm\u00fcller (1906, Brandenburg \u2013 1980, M\u00fcnchen), Optiker und Fotograf, betrieb von 1934 bis 1970 ein Gesch\u00e4ft in der Hohenzollernstra\u00dfe 17. Sein fotografisches Werk umfasst vorwiegend Stadtansichten vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, Produktaufnahmen und Landschafts- und Stadtansichten.<\/p>\n<p>Im Bombenhagel: Fotografien der brennenden Stadt von den Frauent\u00fcrmen hinunter<\/p>\n<p>Das Herzst\u00fcck der Ausstellung ist ein Zyklus von Ruinenbildern, die Herbert List, der 1945 nach M\u00fcnchen zur\u00fcckkehrte, auf seinen Streifz\u00fcgen durch die zerst\u00f6rte Stadt festhielt. Sie zeigen markante Darstellungen des alten und neuen Rathauses und prominente Bauten wie das ehemalige Braune Haus, die Glyptothek, die Akademie, den Hofgarten, die Frauenkirche, den Marstall und das Wittelsbacher Palais. Auch zerst\u00f6rte Plastiken und Skulpturen sind im \u00f6ffentlichen Raum in Szene gesetzt.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1627253_eine-echtfotopostkarte-von-helmut-silchmueller-zeigt-das-palais-wittelsbach_artikelbild-100p.jpeg\" alt=\"Eine Echtfotopostkarte von Helmut Silchm\u00fcller zeigt das Palais Wittelsbach, M\u00fcnchen 1945.\" title=\"Eine Echtfotopostkarte von Helmut Silchm\u00fcller zeigt das Palais Wittelsbach, M\u00fcnchen 1945.\" width=\"812\" height=\"1158\"\/><\/p>\n<p>      Eine Echtfotopostkarte von Helmut Silchm\u00fcller zeigt das Palais Wittelsbach, M\u00fcnchen 1945.<br \/>\n      \u00a9 M\u00fcnchner Stadtmuseum<\/p>\n<p>    Eine Echtfotopostkarte von Helmut Silchm\u00fcller zeigt das Palais Wittelsbach, M\u00fcnchen 1945.<\/p>\n<p>von M\u00fcnchner Stadtmuseum <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Die Serie ist in der Ausstellung zum ersten Mal seit 1995 zu sehen. Ihre jetzige Pr\u00e4sentation stellt Lists ber\u00fchrendes Stadtportr\u00e4t mit weiteren Aufnahmen von Amateuren und professionellen, im Auftrag entstandenen Postkarten und Bildberichten gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Zu den eindr\u00fccklichsten Exponaten geh\u00f6ren Dias des Turmbeobachters Clemens Bergmann, der im Bombenhagel der Kriegszeit von den Frauent\u00fcrmen die brennende Stadt fotografierte. Helmut Silchm\u00fcller vertrieb Tr\u00fcmmeransichten pr\u00e4gnanter Monumente und Stra\u00dfenz\u00fcge als Postkarten kommerziell, ein weiteres Set an Dias zeigt Wiederaufbau und Alltag M\u00fcnchens 1947 in Farbe.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/storage\/image\/5\/5\/2\/7\/1627255_clemens-bergmann-fotografierte-heimlich-meist-von-der-frauenkirche-hier-das_artikelbild-100proz_1F7tYu_WkDN1Z.jpg\" alt=\"Clemens Bergmann fotografierte heimlich, meist von der Frauenkirche. Hier das Neue Rathaus vor brennender Stadt, 1943\/1944, Farbdia.\" title=\"Clemens Bergmann fotografierte heimlich, meist von der Frauenkirche. Hier das Neue Rathaus vor brennender Stadt, 1943\/1944, Farbdia.\" width=\"812\" height=\"541\"\/><\/p>\n<p>      Clemens Bergmann fotografierte heimlich, meist von der Frauenkirche. Hier das Neue Rathaus vor brennender Stadt, 1943\/1944, Farbdia.<br \/>\n      \u00a9 M\u00fcnchner Stadtmuseum<\/p>\n<p>    Clemens Bergmann fotografierte heimlich, meist von der Frauenkirche. Hier das Neue Rathaus vor brennender Stadt, 1943\/1944, Farbdia.<\/p>\n<p>von M\u00fcnchner Stadtmuseum <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Zuletzt thematisieren Amateur-Fotoalben des Kaufmanns Johann Danb\u00f6ck den editorischen Umgang mit gekauften und selbstaufgenommenen Bildern vor und nach der Zerst\u00f6rung der Stadt.<\/p>\n<p>Im Kontrast dazu wird Lists besonderer Ansatz deutlich: Er war weniger an einer sachlichen Dokumentation der Zerst\u00f6rung interessiert, sondern widmete sich \u00fcberzeitlichen k\u00fcnstlerischen Kompositionen.<\/p>\n<p>Dieses Spannungsfeld zwischen stadthistorischer Dokumentation und fotok\u00fcnstlerischem Werk greift die Ausstellung auf. Neben den pr\u00e4sentierten Fotoalben, Dias und gerahmten Kunstwerken bieten Displays eine alternative, topografische Lekt\u00fcre der Bilder, die einem Spaziergang durch die Stadt M\u00fcnchen nach 1945 gleicht.\u00a0<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung am 20.11., 19 Uhr Ausstellung: 21.11.- 17.12.25, Rathausgalerie, <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/marienplatz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marienplatz<\/a> 8. Eintritt frei. Barrierefrei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum 80. 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