{"id":589279,"date":"2025-11-20T12:10:19","date_gmt":"2025-11-20T12:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589279\/"},"modified":"2025-11-20T12:10:19","modified_gmt":"2025-11-20T12:10:19","slug":"us-regierung-gibt-epstein-akten-frei-dw-20-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589279\/","title":{"rendered":"US-Regierung gibt Epstein-Akten frei \u2013 DW \u2013 20.11.2025"},"content":{"rendered":"<p>Nach langem Widerstand hat US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> ein Gesetz zur Freigabe von Akten in der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/der-epstein-skandal\/t-74776107\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aff\u00e4re um den Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein<\/a> unterzeichnet. Trump gab die Unterzeichnung in seinem Onlinedienst Truth Social bekannt, nachdem der Druck auf ihn durch ein Votum des Kongresses zuletzt weiter gestiegen war.<\/p>\n<p>Das Gesetz sieht vor, dass die Dokumente innerhalb von 30 Tagen ver\u00f6ffentlicht werden sollen. Unklar bleibt allerdings, in welchem Umfang Enth\u00fcllungen zu erwarten sind.<\/p>\n<p>Beide Parlamentskammern des\u00a0US-Kongresses, also Repr\u00e4sentantenhaus und Senat, hatte die Freigabe der Epstein-Akten\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/epstein-akten-us-kongress-stellt-weichen-f\u00fcr-transparenz-jeffrey-epstein-us-praesident-donald-trump\/a-74799989\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf den Weg gebracht<\/a>. Es fehlte nur noch Trumps Unterschrift, um das Gesetz in Kraft zu setzen.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident hatte monatelang versucht, das Votum im Kongress abzuwenden. Am Sonntag\u00a0vollzog er wegen des gro\u00dfen Drucks\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/us-pr\u00e4sident-trump-nun-doch-f\u00fcr-freigabe-von-epstein-akten\/a-74772143\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Kehrtwende<\/a>\u00a0und empfahl seinen Republikanern die Zustimmung. In seinem Social-Media-Post zur Unterzeichnung des Gesetzes beschuldigte Trump erneut die oppositionellen Demokraten, die Wahrheit verschleiert zu haben.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74800656\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74800656_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA West Palm Beach 2008 | Jeffrey Epstein sitzt zwischen zwei M\u00e4nnern und schaut ernst\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Jeffrey Epstein im Juli 2008 w\u00e4hrend eines Prozesses in West Palm Beach im US-Bundesstaat FloridaBild: Uma Sanghvi\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Das Epstein-Akten-Transparenzgesetz sieht vor, dass Justizministerin Pam Bondi nicht sp\u00e4ter als 30 Tage nach Verabschiedung &#8222;alle nicht als geheim eingestuften Aufzeichnungen, Dokumente, Mitteilungen und Ermittlungsmaterialien&#8220;\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/die-jeffrey-epstein-dokumente-wer-steht-drin-worum-geht-es\/a-67891248\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Fall Epstein<\/a>\u00a0ver\u00f6ffentlicht. Dies gilt ebenfalls f\u00fcr Unterlagen der Bundespolizei FBI und der Staatsanw\u00e4lte.<\/p>\n<p>Ex-Finanzminister\u00a0Summers zieht Konsequenzen<\/p>\n<p>Ausnehmen kann Bondi allerdings Material, das &#8222;eine aktive Bundesuntersuchung oder laufende Strafverfolgung gef\u00e4hrden w\u00fcrde&#8220;. Kritiker f\u00fcrchten derweil, dass die Trump-Regierung mit Verweis auf laufende Untersuchungen auch andere brisante Akten zur\u00fcckhalten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Erst am vergangenen Freitag hatte Trump in der Aff\u00e4re Ermittlungen gegen den fr\u00fcheren Pr\u00e4sidenten Bill Clinton und dessen ehemaligen Finanzminister Larry Summers veranlasst. Letzterer k\u00fcndigte inzwischen an, sich aus dem \u00f6ffentlichen Leben zur\u00fcckzuziehen, auch sein Amt als Vorstand des Unternehmens OpenAI, das K\u00fcnstliche Intelligenz entwickelt, will Summers aufgeben.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74818460\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74818460_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Griechenland Athen 2024 | Larry Summers bei der Economist-Konferenz\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Der fr\u00fchere US-Finanzminister und Ex-Harvard-Pr\u00e4sident Larry Summers zieht sich aus dem \u00f6ffentlichen Leben zur\u00fcck (Archivbild)Bild: Aristidis Vafeiadakis\/ZUMA\/picture alliance<\/p>\n<p>Ermittlern zufolge missbrauchte Epstein \u00fcber Jahre minderj\u00e4hrige M\u00e4dchen und junge Frauen und vermittelte sie an Prominente. 2019 wurde der fr\u00fchere Finanzinvestor tot in seiner Gef\u00e4ngniszelle in New York gefunden, laut Beh\u00f6rden beging er Suizid. Unter anderem rechtsgerichtete Influencer mutma\u00dften jedoch, der fr\u00fchere Finanzinvestor sei ermordet worden &#8211; um ihn daran zu hindern, gegen prominente Mitt\u00e4ter auszupacken.<\/p>\n<p>Epstein-Aff\u00e4re spaltet Trump-Lager<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Mehrheit der US-B\u00fcrger unterst\u00fctzt die Freigabe der Epstein-Akten. Trump hatte im Wahlkampf eine Ver\u00f6ffentlichung in Aussicht gestellt, machte aber seit seinem Amtsantritt im Januar zun\u00e4chst nur einige wenig aussagekr\u00e4ftige Dokumente zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Kritiker werfen ihm vor, er wolle damit <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/us-praesident-donald-trump-schatten-jeffrey-epstein-akten-dokumente-maga-elon-musk-verschwoerung-v2\/a-73317227\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine m\u00f6gliche Verstrickung in die Aff\u00e4re<\/a> vertuschen. Auch aus den eigenen Reihen gab es Druck auf Trump &#8211; die Epstein-Aff\u00e4re ist eines der wenigen Themen, bei denen sich ein Teil der sonst so loyalen Basis gegen den 79-J\u00e4hrigen stellt.<\/p>\n<p>J\u00fcngst ver\u00f6ffentlichte Dokumente legen ebenso wie Videos und Fotos eine enge Beziehung zwischen dem heutigen Pr\u00e4sidenten und dem Sexualstraft\u00e4ter nahe &#8211; Trump bestreitet das. In einer Mail schrieb Epstein, der damalige Immobilienunternehmer habe &#8222;von den M\u00e4dchen gewusst&#8220;. Er habe au\u00dferdem &#8222;Stunden&#8220; mit einem Missbrauchsopfer verbracht.<\/p>\n<p>Nachbarschaft in Palm Beach<\/p>\n<p>Trump hatte in New York und als Nachbar in Palm Beach in Florida ab den 1990er-Jahren mit Epstein verkehrt. Bisher konnte dem Pr\u00e4sidenten aber kein pers\u00f6nliches Fehlverhalten nachgewiesen werden.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74818484\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74818484_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA New York 2019 | Eine stuckverzierte Immobilie mit gro\u00dfem Holzportal ist Teil einer H\u00e4userzeile, vor der B\u00e4ume stehen\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Dieses Anwesen im New Yorker Stadtteil Manhattan geh\u00f6rte einst Jeffrey Epstein (Archivbild)Bild: TNS\/ABACA\/picture alliance<\/p>\n<p>Trump bekr\u00e4ftigte kurz vor dem Kongressvotum, er habe &#8222;nichts mit Jeffrey Epstein zu tun&#8220; gehabt. Der Pr\u00e4sident nannte die Epstein-Aff\u00e4re in den vergangenen Monaten einen &#8222;Schwindel&#8220; der Demokratischen Partei, der von seinen eigenen Erfolgen ablenken solle.<\/p>\n<p>jj\/AR (dpa, afp)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach langem Widerstand hat US-Pr\u00e4sident Donald Trump ein Gesetz zur Freigabe von Akten in der Aff\u00e4re um den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":589280,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-589279","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115581958566405547","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=589279"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589279\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/589280"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=589279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=589279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=589279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}