{"id":589711,"date":"2025-11-20T16:27:17","date_gmt":"2025-11-20T16:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589711\/"},"modified":"2025-11-20T16:27:17","modified_gmt":"2025-11-20T16:27:17","slug":"mittelsmann-fuer-israel-tageszeitung-junge-welt-18-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589711\/","title":{"rendered":"Mittelsmann f\u00fcr Israel, Tageszeitung junge Welt, 18.11.2025"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img215715\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/215715.jpg\" class=\"img-fluid\" alt=\"2025-07-28T090107Z_1926760783_RC2KVFAS4CHT_RTRMADP_3_USA-TRUMP-B\"\/><\/p>\n<p>Die Verbindung zwischen Trump und Epstein ist seit langem bekannt, den Rest konnte man sich denken (Aberdeen, 28.7.2025)<\/p>\n<p>Donald Trump \u00fcberrascht mit einer Kehrtwende: In einem Social-Media-Post von Sonntag abend fordert der US-Pr\u00e4sident die Republikaner im Repr\u00e4sentantenhaus auf, die Akten zum Fall Jeffrey Epstein freizugeben. Dagegen hatte er zuletzt gek\u00e4mpft. Ein Votum \u00fcber ihre Ver\u00f6ffentlichung wird diesen Dienstag erwartet. Der zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf soll das Justizministerium verpflichten, s\u00e4mtliche Unterlagen zu dem verurteilten Sexualstraft\u00e4ter herauszugeben; Ausnahmen gelten nur f\u00fcr sensible Informationen \u00fcber Opfer oder laufende Verfahren. Schon vergangene Woche von den US-Demokraten geleakte Unterlagen werfen neue Fragen zu Epstein und vor allem zu dessen T\u00e4tigkeit im Auftrag Israels auf.<\/p>\n<p>Trumps Sinneswandel folgt auf Streitigkeiten unter anderem mit seiner langj\u00e4hrigen Unterst\u00fctzerin Marjorie Taylor Greene. Neben dieser fordern aus den Reihen der Republikaner auch die Abgeordneten Nancy Mace und Lauren Boebert eine Freigabe. Trump hatte sich zuletzt von Greene distanziert und in sozialen Netzwerken geschrieben: \u00bbNiemand interessiert sich f\u00fcr diese Verr\u00e4terin!\u00ab Der US-Pr\u00e4sident dr\u00e4ngte zudem das Justizministerium und die Bundespolizei FBI, Epsteins Verbindungen zu Vertretern der Demokratischen Partei wie Bill Clinton zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Im Juli hatten der Republikaner Thomas Massie und der Demokrat Ro Khanna einen sogenannten Entlassungsantrag im Kongress eingereicht, um eine Abstimmung \u00fcber den von ihnen vorgelegten Gesetzentwurf zu den Epstein-Akten zu erzwingen. Massie warnte, dass Republikaner, die aus Angst vor Trumps Missbilligung mit \u00bbNein\u00ab stimmen w\u00fcrden, ihren Ruf riskierten. \u00bbDie Bilanz dieser Abstimmung wird l\u00e4nger Bestand haben als die Pr\u00e4sidentschaft von Donald Trump.\u00ab<\/p>\n<p>Zwar scheint es m\u00f6glich, dass das Repr\u00e4sentantenhaus am Dienstag der Freigabe zustimmt. Unklar bleibt aber, ob sich auch der Senat einem solchen Votum anschlie\u00dfen w\u00fcrde. Massie hofft, dass der dortige Mehrheitsf\u00fchrer John Thune \u00bbdas Richtige tun wird\u00ab. Der republikanische Kongresspr\u00e4sident Mike Johnson hatte die Initiative bisher abgelehnt und sie behindert. So wurde die Vereidigung der Abgeordneten der Demokratischen Partei, Adelita Grijalva, um Monate verz\u00f6gert, weswegen sie ihre Unterschrift unter Massies und Khannas Entlassungsantrag erst vergangenen Mittwoch setzen und ihm dadurch zum Erfolg verhelfen konnte.<\/p>\n<p>Die bereits geleakten Dokumente zeigen, dass Epstein auch nach seiner Verurteilung f\u00fcr sexuelle Ausbeutung 2009 enge Kontakte zu einflussreichen US-Pers\u00f6nlichkeiten unterhielt, darunter Trump, sein fr\u00fcherer Berater Steve Bannon, der aktuelle US-Sondergesandte f\u00fcr Nahost, Tom Barrack, Peter Thiel (Palantir) oder Larry Summers, Finanzminister unter Clinton. In einer E-Mail von 2019 behauptete Epstein, Trump habe \u00bbvon den M\u00e4dchen gewusst\u00ab. Im selben Jahr soll der Verurteilte bei einer erneuten Verhaftung in Untersuchungshaft Suizid begangen haben.<\/p>\n<p>Zuvor hatte er seine Kontakte intensiv genutzt, wie die neuen Ver\u00f6ffentlichungen einmal mehr belegen. Auff\u00e4llig sind seine Beziehungen nach Israel, unter anderem zum fr\u00fcheren Premier Ehud Barak. 2012, als Barak Verteidigungsminister war, unterst\u00fctzte Epstein ihn bei Verhandlungen in C\u00f4te d\u2019Ivoire \u00fcber die Einrichtung eines israelischen Systems zur elektronischen Massen\u00fcberwachung. E-Mails zeigen, dass Epstein Barak zudem ermutigte, Konflikte wie in der Ukraine im Nachgang der \u00bbOrangenen Revolution\u00ab als wirtschaftliche Chancen zu betrachten, und ein Treffen zwischen Barak und Wladimir Putin vermittelte, um eine L\u00f6sung f\u00fcr den syrischen Krieg zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus nutzte Epstein sein Netzwerk und seine finanziellen Mittel, um eine Kooperation zwischen Israel und der Mongolei zu vermitteln. Sein Kalender belegt nicht zuletzt, dass ein hochrangiger israelischer Geheimdienstmitarbeiter mit Kontakten zu Ex-CIA-Direktor Leon Panetta zwischen 2013 und 2016 mehrfach in Epsteins Wohnung in Manhattan wohnte. Die neu an die \u00d6ffentlichkeit gelangten Dokumente beweisen also, dass Epstein ein wichtiger Mittelsmann bei Geheimdienstkontakten zwischen USA und Israel war. Das war lange Zeit als \u00bbVerschw\u00f6rungserz\u00e4hlung\u00ab abgetan worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Verbindung zwischen Trump und Epstein ist seit langem bekannt, den Rest konnte man sich denken (Aberdeen, 28.7.2025)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":589712,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,106,13,411,14,15,12,4017,4018,4016,4146,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-589711","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-headlines","12":"tag-israel","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-united-states","17":"tag-united-states-of-america","18":"tag-us","19":"tag-us-kongress","20":"tag-usa","21":"tag-vereinigte-staaten","22":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115582969752655078","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=589711"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589711\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/589712"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=589711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=589711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=589711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}