{"id":589872,"date":"2025-11-20T18:00:25","date_gmt":"2025-11-20T18:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589872\/"},"modified":"2025-11-20T18:00:25","modified_gmt":"2025-11-20T18:00:25","slug":"krieg-in-der-ukraine-selenskyj-erhaelt-us-friedensplan-kritik-in-eu-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/589872\/","title":{"rendered":"Krieg in der Ukraine &#8211; Selenskyj erh\u00e4lt US-Friedensplan &#8211; Kritik in EU &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kiew\/Washington\/Br\u00fcssel\/Moskau (dpa) &#8211; Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat nach Angaben seines B\u00fcros offiziell einen in den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> ausgearbeiteten Plan f\u00fcr eine Friedensl\u00f6sung im Krieg mit <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> erhalten. Er traf sich in Kiew nach Medienberichten mit einer US-Delegation.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eIm Ergebnis des heutigen Treffens haben wir vereinbart, an den Punkten des Plans so zu arbeiten, dass dies zu einem w\u00fcrdigen Ende des Krieges f\u00fchrt\u201c, teilte das Pr\u00e4sidentenb\u00fcro bei Telegram mit. Die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ukraine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> strebe seit Kriegsbeginn Frieden an und werde jeden inhaltlichen Vorschlag unterst\u00fctzen, der einen \u201erealen Frieden\u201c n\u00e4her bringt.<\/p>\n<p>Selenskyj will bald mit Trump telefonieren<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Seit Jahresbeginn habe Kiew die Vorschl\u00e4ge von US-Pr\u00e4sident Donald Trump unterst\u00fctzt. \u201eWir sind auch jetzt bereit, mit der amerikanischen Seite und unseren Partnern in Europa und der Welt konstruktiv zu arbeiten, damit es im Ergebnis zu Frieden kommt\u201c, hie\u00df es. Selenskyj hoffe zudem auf ein baldiges Gespr\u00e4ch mit Trump f\u00fcr eine Diskussion der Hauptpunkte. Details des Plans wurden nicht genannt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Tags zuvor war \u00fcber Medien in den USA und Gro\u00dfbritannien bekanntgeworden, dass Washington einen angeblich 28 Punkte umfassenden Plan f\u00fcr ein Ende des seit Februar 2022 andauernden russisch-ukrainischen Krieges ausgearbeitet habe. Inhaltlich soll sich dieser vor allem an russischen Positionen orientieren. Eine Ablehnung durch Kiew gilt daher als wahrscheinlich.<\/p>\n<p>EU fordert Beteiligung an Verhandlungen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die EU forderte nach diesen Berichten eine Beteiligung an Verhandlungen. \u201eDamit irgendein Plan funktioniert, braucht es die Ukraine und die Europ\u00e4er an Bord\u201c, sagte die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas in Br\u00fcssel. Auch Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) verlangte eine Einbeziehung der EU und der Ukraine. Zuvor hatte US-Au\u00dfenminister Marco Rubio erkl\u00e4rt, dass an einer \u201eListe m\u00f6glicher Ideen\u201c gearbeitet werde. Er best\u00e4tigte dabei nicht, dass es einen fertigen Plan gebe.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Rubio rief beide Kriegsparteien zu Zugest\u00e4ndnissen f\u00fcr eine L\u00f6sung in dem Konflikt auf. \u201eUm einen komplexen und t\u00f6dlichen Krieg wie den in der Ukraine zu beenden, ist ein umfassender Austausch ernsthafter und realistischer Ideen erforderlich\u201c, schrieb Rubio in seinem pers\u00f6nlichen Account bei X.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/b4c6bcba-89e7-4ae7-90a3-3bcf7040b301.jpg\"   alt=\"US-Au\u00dfenminister Marco Rubio best\u00e4tigt, dass an einer \u201eIdee\u201c f\u00fcr ein Kriegsende in der Ukraine gearbeitet werde. (Archivbild)\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>US-Au\u00dfenminister Marco Rubio best\u00e4tigt, dass an einer \u201eIdee\u201c f\u00fcr ein Kriegsende in der Ukraine gearbeitet werde. (Archivbild) (Foto: J. Scott Applewhite\/AP\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein dauerhafter Frieden verlange von beiden Seiten \u2013 also Russland und der Ukraine -, dass sie \u201eschwierigen, aber notwendigen Konzessionen zustimmen\u201c, schrieb Rubio in dem Post, den er nicht auf den offiziellen Accounts der Regierung ver\u00f6ffentlichte. \u201eDeshalb erstellen wir derzeit eine Liste mit m\u00f6glichen Ideen zur Beendigung dieses Krieges, die auf Beitr\u00e4gen beider Konfliktparteien basiert, und werden diese Liste auch weiterentwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Kritik an russischen Maximalforderungen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">An einzelnen Punkten des angeblichen Plans, \u00fcber den in Teilen bislang nur Medien berichtet haben, gab es Kritik. Bem\u00e4ngelt wird eine Dominanz der bisherigen russischen Maximalforderungen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) warnte davor, dass Kremlchef Wladimir Putin \u201edamit Kriegsziele erreichen k\u00f6nnte, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat\u201c. \u201eUnd das w\u00e4re sicherlich ein Ergebnis, das nicht akzeptabel w\u00e4re\u201c, sagte Frei in der Sendung \u201eFr\u00fchstart\u201c von RTL\/ntv.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Laut den Medienberichten soll die Ukraine etwa Gebiete an Russland abtreten \u2013 in den Regionen Donezk und Luhansk -, die Moskau bisher nicht komplett milit\u00e4risch kontrolliert. Das hatte die ukrainische Regierung bislang kategorisch abgelehnt. Auch die EU weist immer wieder darauf hin, dass sie keine gewaltsame Verschiebung von Grenzen akzeptieren werde. Den Berichten zu dem angeblichen Friedensplan nach soll die Ukraine im Gegenzug Sicherheitsgarantien erhalten &#8211; zum Schutz vor einer k\u00fcnftigen russischen Aggression.<\/p>\n<p>Wadephul: Ukraine muss Souver\u00e4nit\u00e4t wahren<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWir alle sehen, dass Russland in einem Ma\u00df aufr\u00fcstet, dass man sich berechtigterweise in Europa die Frage stellen muss, zu welchem Zwecke geschieht das\u201c, sagte Au\u00dfenminister Wadephul in Br\u00fcssel vor dem Treffen der EU-Au\u00dfenministerinnen und -minister. \u201eEs muss klar sein, dass die Ukraine ihre Souver\u00e4nit\u00e4t wahren kann, in welchem territorialen Umfang auch immer.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die britische Regierung teilte mit, dass nur die Ukraine selbst ihre Zukunft entscheiden k\u00f6nne. Zugleich teile London das Streben von US-Pr\u00e4sident Trump, \u201eden barbarischen Krieg\u201c zu beenden, sagte ein Regierungssprecher. In der Zwischenzeit unterst\u00fctze Gro\u00dfbritannien die Ukraine auch milit\u00e4risch.<\/p>\n<p>Ukraine sieht sich unter Druck<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Trump hatte Russland und die Ukraine immer wieder zu einem Ende der Kampfhandlungen aufgefordert und beide Kriegsparteien auch kritisiert. Nun steht erneut besonders der ukrainische Pr\u00e4sident unter Druck &#8211; nicht nur wegen des Vorr\u00fcckens der russischen Truppen im Osten des Landes, sondern auch wegen eines Korruptionsskandals, der bis in die Regierung des in die EU strebenden Landes reicht.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die US-Vertreter w\u00fcrden Druck auf Selenskyj aus\u00fcben, dem von den USA und Russland ausgearbeiteten Friedensplan zuzustimmen, berichtete das Nachrichtenportal \u201eRBK-Ukraina\u201c unter Berufung auf eine nicht n\u00e4her genannte Quelle. Vorgesehen ist demnach auch, dass die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichtet, eine Amnestie f\u00fcr Kriegsverbrecher und die R\u00fcckkehr Russlands in die Weltwirtschaft akzeptiert. Das bisherige Ziel der Ukraine ist dagegen, neben dem milit\u00e4rischen Druck durch westliche Waffenhilfe Russland auch immer weiter mit Sanktionen unter Druck zu setzen, damit es wirtschaftlich k\u00fcnftig nicht mehr in der Lage ist, den Krieg fortzusetzen.<\/p>\n<p>Kreml: Keine russisch-amerikanischen Konsultationen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte zu den Berichten am Donnerstag wie schon am Tag davor, dass es nichts Neues gebe. Russland bleibt demnach bei seinen bisherigen Forderungen, die Putin auch beim Treffen mit Trump im August in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska dargelegt hat. Es gebe zwar weiter Kontakte zwischen Moskau und Washington, aber aktuell keine russisch-amerikanischen Konsultationen zur Ukraine, sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland begr\u00fc\u00dft seit langem, dass Trump sich f\u00fcr eine Beendigung des Krieges in der Ukraine einsetzt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:251120-930-319463\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kiew\/Washington\/Br\u00fcssel\/Moskau (dpa) &#8211; Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat nach Angaben seines B\u00fcros offiziell einen in den USA&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":589873,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,147,29,548,663,158,3934,3935,13,8221,4046,141291,14,15,16,307,12,149,141290,317,64],"class_list":{"0":"post-589872","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-headlines","18":"tag-konflikte","19":"tag-krieg","20":"tag-moskauer-kreml","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-politik","24":"tag-russland","25":"tag-schlagzeilen","26":"tag-sueddeutsche-zeitung","27":"tag-u-s-department-of-state","28":"tag-ukraine","29":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115583336299997232","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=589872"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/589872\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/589873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=589872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=589872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=589872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}