{"id":590704,"date":"2025-11-21T01:53:17","date_gmt":"2025-11-21T01:53:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/590704\/"},"modified":"2025-11-21T01:53:17","modified_gmt":"2025-11-21T01:53:17","slug":"mehr-investitionen-im-ausland-lkw-hersteller-man-streicht-2300-stellen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/590704\/","title":{"rendered":"Mehr Investitionen im Ausland: Lkw-Hersteller MAN\u00a0streicht 2300\u00a0Stellen in\u00a0Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Mehr Investitionen im AuslandLkw-Hersteller MAN\u00a0streicht 2300\u00a0Stellen in\u00a0Deutschland<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Zahlreiche-geparkte-Lastwagen-vom-Hersteller-MAN-Truck-Bus-SE-auf-einem-Parkplatz-vom-Werk-in-Muench.webp\" alt=\"Zahlreiche-geparkte-Lastwagen-vom-Hersteller-MAN-Truck-Bus-SE-auf-einem-Parkplatz-vom-Werk-in-Muenchen-Bayern-MAN-ist-Teil-der-TRATON-GROUP-einem-der-weltweit-fuehrenden-Nutzfahrzeughersteller-Das-Unternehmen-MAN-Truck-Bus-SE-konzentriert-sich-auf-die-Entwicklung-Produktion-und-den-Vertrieb-von-Nutzfahrzeugen-insbesondere-Lkw-und-Busse\"\/>IG Metall und Betriebsrat kritisieren die Sparpl\u00e4ne scharf. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die Automobilbranche schw\u00e4chelt &#8211; das sp\u00fcrt auch MAN. Der Nutzfahrzeughersteller verlagert nun einen Teil der Produktion nach Polen, was hierzulande Jobs kostet. Der Konzern verspricht, auf betriebsbedingte K\u00fcndigungen zu verzichten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Lastwagen- und Bushersteller MAN will in Deutschland rund 2300 Arbeitspl\u00e4tze abbauen. Dies solle \u00fcber zehn Jahre hinweg und &#8222;absolut sozialvertr\u00e4glich&#8220; passieren, wie ein Sprecher betonte. K\u00fcndigungen seien nicht geplant. Betroffen seien laut MAN vor allem der Hauptstandort M\u00fcnchen mit 1300 Jobs, Salzgitter mit 600 und N\u00fcrnberg mit 400 Stellen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">IG Metall in Bayern geht allerdings von etwas h\u00f6heren Zahlen aus. Sie rechnet langfristig mit dem Verlust von bis zu 2000 Arbeitspl\u00e4tzen in M\u00fcnchen und 500 in N\u00fcrnberg. In Salzgitter decken sich die Zahlen mit denen von MAN. Hintergrund sei, dass die Gewerkschaft bei ihren Zahlen nicht vom aktuellen Stand, sondern von den h\u00f6heren Vereinbarungen im noch geltenden Tarifvertrag ausgeht. Sie sorgt sich wegen der Verlagerung von Produktionsteilen nach Polen auch um Arbeitspl\u00e4tze im Forschungs- und Entwicklungsbereich, die in den Mutterkonzern Traton ausgelagert sind.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Verlagerungen nach Polen finden der IG Metall zufolge im Zusammenhang mit dem Aufbau einer neuen Produktion f\u00fcr Teile eines Baukastensystems im Traton-Konzern in Krakau statt. Diese sei &#8222;die zentrale Plattform&#8220; f\u00fcr den Konzern &#8211; mindestens f\u00fcr die mittleren und schweren Lastwagen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">MAN m\u00fcsse sich dem &#8222;anhaltend schw\u00e4chelnden Truck-Markt in Deutschland anpassen und seine Kostenposition weiter verbessern&#8220;, begr\u00fcndete das Unternehmen den geplanten Stellenabbau. Belastend seien hohe Strom- und Arbeitskosten und der steigende Druck der asiatischen Konkurrenz. Dies schlage sich auch auf die Rendite nieder. &#8222;Wir gehen jetzt in eine Hochinvestitionsphase und m\u00fcssen anhaltend Gewinne erwirtschaften, um unser Produktportfolio auszuweiten&#8220;, sagte der MAN-Sprecher. Bei den Nutzfahrzeugherstellern in Europa fange die Transformation mit elektrischen Trucks demnach gerade erst an.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Durch den Abbau fielen zudem weniger Stellen weg, als Mitarbeiter in Rente gingen, hei\u00dft es von MAN. Man werde also auch k\u00fcnftig Menschen einstellen und bleibe ein heimischer Nutzfahrzeughersteller, mit dann rund 13.000 Mitarbeitern, sagte ein Sprecher. &#8222;Alle unsere Produktionsstandorte in M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg, Salzgitter und Wittlich sollen erhalten bleiben.&#8220; Dort werde man \u00fcber die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre eine Milliarde Euro investieren.<\/p>\n<p>Stammwerk in M\u00fcnchen bedroht<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Betriebsrat und IG Metall kritisieren die Pl\u00e4ne von MAN scharf. Diese gef\u00e4hrdeten &#8222;auf lange Sicht die Existenz des M\u00fcnchner Stammwerks&#8220;, sagt Sybille Wankel von der IG Metall. &#8222;Niemand verliert heute seinen Arbeitsplatz, aber perspektivisch bedeutet die Entscheidung, dass der MAN-Truck der Zukunft in Polen gebaut wird und nicht in M\u00fcnchen.&#8220; Und wenn &#8222;k\u00fcnftig alle Teile f\u00fcr einen Lkw in Polen gefertigt und von dort nur f\u00fcr die Montage nach M\u00fcnchen transportiert werden, liegt auf der Hand, dass irgendwann auch die Montage in M\u00fcnchen zur Disposition steht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karina Schnur wirft MAN zudem mangelnde ernsthafte Verhandlungsbereitschaft \u00fcber Alternativen vor: &#8222;Ich bin entsetzt \u00fcber das Verhalten des Unternehmens. Das Management war zu keinem Zeitpunkt bereit, ernsthaft \u00fcber Alternativen zu den Verlagerungspl\u00e4nen zu diskutieren. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die sich hier in M\u00fcnchen f\u00fcr ihre MAN tagt\u00e4glich mit voller Kraft einsetzen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der bayerische IG-Metall-Chef Horst Ott k\u00fcndigte an, das MAN-Management zur Rede zu stellen. Er w\u00fcrde dem Vorstand dringend empfehlen, in Gespr\u00e4che einzutreten. &#8222;Das hochzueskalieren hilft keinem &#8211; aber er muss wissen, dass wir es tun.&#8220; Wie genau das aussehen w\u00fcrde, sagte Ott nicht, betonte aber: Als IG Metall habe man da &#8222;f\u00fcr jedes Problem das richtige Werkzeug. Welches wir dann einsetzen, h\u00e4ngt vom Gegen\u00fcber ab.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, bho\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr Investitionen im AuslandLkw-Hersteller MAN\u00a0streicht 2300\u00a0Stellen in\u00a0DeutschlandIG Metall und Betriebsrat kritisieren die Sparpl\u00e4ne scharf. 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