{"id":590721,"date":"2025-11-21T02:05:26","date_gmt":"2025-11-21T02:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/590721\/"},"modified":"2025-11-21T02:05:26","modified_gmt":"2025-11-21T02:05:26","slug":"moenchengladbach-fussgaengerbruecke-wird-abgerissen-theodor-heuss-strasse-gesperrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/590721\/","title":{"rendered":"M\u00f6nchengladbach: Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke wird abgerissen &#8211; Theodor-Heuss-Stra\u00dfe gesperrt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anitha Nadarajah kann die marode Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke an der Theodor-Heuss-Stra\u00dfe von ihrem Wohnzimmer aus sehen. So nah wohnt die 14-J\u00e4hrige an der viel befahrenen Stra\u00dfe und dem \u00dcberweg auf H\u00f6he der August-Oster-Stra\u00dfe und Volksgartenstra\u00dfe. Kostenpflichtiger Inhalt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/moenchengladbach\/moenchengladbach-bruecke-fuer-fussgaenger-ueber-theodor-heuss-strasse-gesperrt_aid-137361995\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seitdem die Br\u00fccke Mitte Oktober gesperrt wurde<\/a>, darf sie niemand mehr betreten, auch Anitha und die anderen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Stadtteil Hermges nicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei liegt die \u00dcberf\u00fchrung f\u00fcr viele von ihnen auf dem t\u00e4glichen Schulweg. Um die vierspurige Stra\u00dfe und die danebenliegenden Gleise zu \u00fcberqueren, m\u00fcssten sie nun einen Umweg von rund zehn Minuten laufen, die n\u00e4chsten \u00dcberg\u00e4nge sind 350 beziehungsweise 500 Meter entfernt.<\/p>\n<p>Jugendliche laufen \u00fcber die vierspurige Stra\u00dfe      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/moenchengladbach\/moenchengladbach-wenn-fussgaenger-sich-wie-das-wasser-wege-suchen-kolumne-mensch-gladbach_aid-138035095\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Realit\u00e4t aber sieht anders aus: Viele Jugendliche laufen nur wenige Meter neben der gesperrten Br\u00fccke \u00fcber die Gleise<\/a> und die Stra\u00dfe. Das erz\u00e4hlt Anitha, es l\u00e4sst sich aber auch beobachten, wenn man nur wenige Minuten lang an der Stelle wartet. Anitha selbst hat auch schon diese Abk\u00fcrzung gew\u00e4hlt, um zur Sprachschule westlich der Theodor-Heus-Stra\u00dfe zu laufen. \u201eEs war schon gef\u00e4hrlich\u201c, sagt die Neuntkl\u00e4sslerin. Von beiden Seiten seien schnelle Autos gekommen, sie habe lange gewartet, bevor sie schlie\u00dflich \u00fcber die Stra\u00dfe gelaufen sei. \u201eIch wurde fast \u00fcberfahren\u201c, soll sie zu ihrem Vater Janarthanan Nadarajah gesagt haben, als sie abends vom Unterricht wieder nach Hause kam.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Anitha stand sofort fest: Es muss sich etwas \u00e4ndern. \u201eIch will, dass die Stadt etwas tut, damit wir die Stra\u00dfe sicher \u00fcberqueren k\u00f6nnen\u201c, sagt die 14-J\u00e4hrige. \u201eOder dass sie die Bauarbeiten f\u00fcr eine neue Br\u00fccke beschleunigt\u201c, f\u00e4hrt sie fort. Noch am gleichen Tag, am Freitag vergangene Woche, verfasste sie eine E-Mail an den Oberb\u00fcrgermeister von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moenchengladbach\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00f6nchengladbach<\/a>, in der sie sie die Verkehrssituation an der Theodor-Heuss-Stra\u00dfe schilderte \u2013 und zwar so, wie die Jugendlichen sie wahrnehmen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eGerade zu den Schulzeiten ist dort sehr viel Verkehr, und es kommt immer wieder zu gef\u00e4hrlichen Situationen. Viele f\u00fchlen sich unsicher, und ich mache mir Sorgen, dass irgendwann etwas Schlimmes passieren k\u00f6nnte\u201c, schrieb sie. Anitha schrieb auch, dass Sch\u00fcler und Anwohner theoretisch den Umweg \u00fcber die n\u00e4chsten Ampeln und \u00dcberquerungen nehmen k\u00f6nnten, \u201eaber praktisch macht es fast keiner.\u201c<\/p>\n<p>Br\u00fccke hat den Wohnort mit der Schule verbunden      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anitha hat der Stadt auch \u00dcbergangsl\u00f6sungen vorgeschlagen, um die Stelle sicherer zu machen.\u201eMan k\u00f6nnte ja einen Zebrastreifen aufmalen oder eine Ersatzampel aufstellen\u201c, sagt die 14-J\u00e4hrige. Beides w\u00fcrde zumindest den Weg \u00fcber die Stra\u00dfe erleichtern. Den Trampelpfad \u00fcber die Gleise w\u00fcrden die Fu\u00dfg\u00e4nger trotzdem nehmen m\u00fcssen. \u201eDie Gleise sind aber weniger das Problem\u201c, sagt Vater Janarthanan Nadarajah. Von ihrer Wohnung aus k\u00f6nnen die beiden beobachten, wie selten G\u00fcterz\u00fcge die Gleise benutzen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Stra\u00dfe sei dagegen \u201efast wie eine Autobahn\u201c. Immer wieder sehe er Autos \u00fcber die Hauptstra\u00dfe rasen, so Janarthanan Nadarajah. Fr\u00fcher habe an dieser Stelle ein Blitzer gestanden, doch den gebe es l\u00e4ngst nicht mehr. \u201eVielleicht w\u00fcrde es schon helfen, das Tempo zu beschr\u00e4nken\u201c, sagt Nadarajah.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er kann es verstehen, dass viele Jugendliche die gef\u00e4hrliche Abk\u00fcrzung \u00fcber die vierspurige Stra\u00dfe nehmen. Das Viertel sei eben so geplant, dass die \u00dcberf\u00fchrung die Wohnorte der Sch\u00fcler mit der Schule verbindet. \u201eWenn die Br\u00fccke nicht mehr da ist, verschwindet die Schule ja nicht.\u201c<\/p>\n<p>Am Wochenende wird die Br\u00fccke abgerissen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anfang der Woche dann flatterte eine Ank\u00fcndigung in den Hausflur der Nadarajahs: Die Br\u00fccke soll abgerissen werden, und zwar schon am Wochenende. Als Anwohner wurden sie als Erste \u00fcber die Stra\u00dfensperrungen informiert. Einen Tag sp\u00e4ter erhielt Anitha au\u00dferdem eine Anwort von der Stadt, geschrieben im Auftrag des Oberb\u00fcrgermeisters. \u201eWir nehmen das von Dir geschilderte Problem sehr ernst\u201c, hei\u00dft es darin. Dann folgt der Text aus einer Pressemitteilung, die die Stadt am selben Tag ver\u00f6ffentlicht: Am Freitag, 21. November, sollen die Abrissarbeiten der Br\u00fccke beginnen. Bis Sonntagabend wird deshalb die Theodor-Heuss-Stra\u00dfe erst teilweise, dann ganz gesperrt werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWirtschaftlich saniert werden kann die Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke nicht mehr\u201c, schreibt ein Sprecher der Stadt. Bei einer technischen Pr\u00fcfung des Bauwerks sei herausgekommen, dass der hohe Chloridgehalt im Beton die Stahlkonstruktion angreife. Die Tragf\u00e4higkeit sei damit beeintr\u00e4chtigt. Die Stadtverwaltung pr\u00fcfe derweil, ob eine Behelfsbr\u00fccke errichtet werden kann.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Janarthanan Nadarajah ist als Vater entt\u00e4uscht dar\u00fcber, dass der \u00dcberweg anscheinend \u00fcber Jahre nicht gewartet wurde. \u201eEs ist als w\u00fcrde ich mein Auto erst dann in die Werkstatt bringen, wenn es schon kaputt ist\u201c, sagt er. Anitha ist froh, dass die Stadt ihr Anliegen schnell beantwortet hat. \u201eSie suchen auf jeden Fall nach einer L\u00f6sung\u201c, sagt sie. Eine Behelfsbr\u00fccke h\u00e4lt sie f\u00fcr eine gute Idee. Bleibt abzuwarten, ob und wann die kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anitha Nadarajah kann die marode Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke an der Theodor-Heuss-Stra\u00dfe von ihrem Wohnzimmer aus sehen. 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