{"id":590889,"date":"2025-11-21T03:49:20","date_gmt":"2025-11-21T03:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/590889\/"},"modified":"2025-11-21T03:49:20","modified_gmt":"2025-11-21T03:49:20","slug":"entwurf-von-us-plan-fuer-die-ukraine-sieht-erhebliche-zugestaendnisse-an-russland-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/590889\/","title":{"rendered":"Entwurf von US-Plan f\u00fcr die Ukraine sieht erhebliche Zugest\u00e4ndnisse an Russland vor"},"content":{"rendered":"<p>      Entwurf von US-Plan f\u00fcr die Ukraine sieht erhebliche Zugest\u00e4ndnisse an Russland vor<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Erhebliche Zugest\u00e4ndnisse an Moskau: Der aktuelle Entwurf des bislang unver\u00f6ffentlichten US-Plans zur Beendigung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine sieht unter anderem deren Verzicht auf die wichtige Industrieregion Donbass vor. Die Regionen Donezk und Luhansk w\u00fcrden ebenso wie die Halbinsel Krim &#8222;de facto als russisch anerkannt werden, auch von den Vereinigten Staaten&#8220;, hie\u00df es dem am Donnerstag von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Entwurf. Dem Wei\u00dfen Haus zufolge handelt es sich derzeit noch um ein &#8222;Arbeitsdokument&#8220;.\u00a0Das Wei\u00dfe Haus hatte zuvor Bedenken wegen einer Beg\u00fcnstigung Moskaus zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die USA einen neuen Plan zur Beilegung des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs erarbeitet haben. Die wichtigsten Punkte des Vorschlags entsprechen jedoch den bisherigen Forderungen Moskaus und \u00fcberschreiten die f\u00fcr die <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/ukraine-4540764.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> geltenden roten Linien.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Dazu geh\u00f6ren weitreichende Gebietsabtretungen an <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/russland-4155004.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a>. Bereits jetzt ist etwa ein F\u00fcnftel der Ukraine von russischen Truppen besetzt. Ein Gro\u00dfteil davon ist nach fast vier Jahren Krieg weitgehend zerst\u00f6rt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Laut dem der AFP vorliegenden Entwurf des 28 Punkte umfassenden US-Plans w\u00fcrde sich die ukrainische Armee aus dem von ihr kontrollierten Teil der Region <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/donezk-4155980.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donezk<\/a> zur\u00fcckziehen, der zu einer entmilitarisierten Pufferzone unter russischer Kontrolle werden w\u00fcrde. Die beiden teilweise von Russland kontrollierten Regionen Cherson und Saporischschja im S\u00fcden der Ukraine w\u00fcrden dem Plan zufolge entsprechend der aktuellen Frontlinie aufgeteilt.\u00a0Zudem sieht der Plan eine Begrenzung der ukrainischen Armee auf 600.000 Soldaten vor.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die Ukraine hatte auf eine von Europa angef\u00fchrte Friedensmission gehofft, doch Russlands Weigerung, dem zuzustimmen, spiegelt sich auch in diesem Plan wider. So w\u00fcrde sich die <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/nato-4161146.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nato<\/a> verpflichten, keine Truppen in die Ukraine zu entsenden. Im Gegenzug w\u00fcrde die Ukraine &#8222;zuverl\u00e4ssige Sicherheitsgarantien&#8220; erhalten, hei\u00dft es in dem Plan vage. N\u00e4here Angaben werden zwar nicht gemacht, allerdings sollen im Nato-Land Polen &#8222;europ\u00e4ische Kampfflugzeuge&#8220; stationiert werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Sollte die ukrainische Regierung dem Plan in seiner jetzigen Fassung zustimmen, w\u00fcrde <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/kiew-4149412.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a> auch auf einen k\u00fcnftigen Nato-Beitritt verzichten und diese Verpflichtung in seiner Verfassung verankern. Das westliche Milit\u00e4rb\u00fcndnis w\u00fcrde seinerseits in seiner Satzung jeden k\u00fcnftigen Beitritt der Ukraine ausschlie\u00dfen &#8211; und damit einer Kernforderung Russlands nachkommen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Eine weitere zentrale Forderung Moskaus betrifft die ukrainische Innenpolitik: Die Ukraine m\u00fcsste innerhalb von hundert Tagen Wahlen abhalten, hei\u00dft es in dem Plan. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte sich diese russische Forderung Anfang des Jahres zu eigen gemacht, als er den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj als &#8222;Diktator ohne Wahlen&#8220; bezeichnete.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">&#8222;Es scheint, dass die Russen dies den Amerikanern vorgeschlagen haben und diese es akzeptiert haben&#8220;, erfuhr AFP aus ukrainischen Regierungskreisen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die US-Regierung hatte am Donnerstag Bedenken wegen einer Beg\u00fcnstigung Moskaus in dem bislang unver\u00f6ffentlichten US-Plan f\u00fcr die Ukraine zur\u00fcckgewiesen. Es sei ein &#8222;guter Plan, sowohl f\u00fcr Russland als auch f\u00fcr die Ukraine&#8220;, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Karoline Leavitt. Der Plan werde von US-Pr\u00e4sident Trump unterst\u00fctzt. \u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Trump selbst w\u00fcrde laut diesem Plan einem &#8222;Friedensrat&#8220; vorstehen, der den Waffenstillstand \u00fcberwachen soll &#8211; angelehnt an den Nahost-Friedensplan und die darauf basierende Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj hatte am Donnerstag nach einem Treffen mit einem hochrangigen US-Vertreter in Kiew erkl\u00e4rt, sein Land brauche einen &#8222;w\u00fcrdevollen Frieden&#8220;, der die Unabh\u00e4ngigkeit und Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine respektiere. Zuvor war er in Kiew mit ranghohen Vertretern des Pentagons zusammengetroffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Selenskyjs B\u00fcro erkl\u00e4rte, die Ukraine habe einen Entwurf f\u00fcr einen Plan zur Beendigung des Krieges erhalten. Der ukrainische Staatschef wolle &#8222;in den kommenden Tagen&#8220; mit Trump \u00fcber den Vorschlag sprechen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">In dem Vorschlag wird die Position zu Russlands thematisiert. Demnach soll Russland &#8222;wieder in die Weltwirtschaft integriert&#8220; und wieder in die G8-Staatengruppe aufgenommen werden w\u00fcrde, aus der es 2014 nach der Annexion der Krim ausgeschlossen worden war. Bei einer erneuten Invasion der Ukraine w\u00fcrden die Sanktionen gegen Russland wieder in Kraft treten, hei\u00dft es in dem Plan-Entwurf. Allerdings erlegt werden Moskau darin nur wenige milit\u00e4rische Einschr\u00e4nkungen auferlegt &#8211; der Plan besagt lediglich, dass &#8222;von Russland erwartet wird, dass es keine Nachbarl\u00e4nder angreift&#8220;.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Derweil\u00a0wurden bei neuen russischen Angriffen auf die s\u00fcdukrainische Stadt Saporischschja mindestens f\u00fcnf Menschen get\u00f6tet. Dem ukrainischen Rettungsdienst zufolge wurden zudem drei weitere Menschen verletzt. Erst am Vortag waren bei massiven russischen Angriffen auf die Stadt Ternopil im Westen der Ukraine 26 Menschen get\u00f6tet und 92 weitere verletzt worden.\u00a0<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Entwurf von US-Plan f\u00fcr die Ukraine sieht erhebliche Zugest\u00e4ndnisse an Russland vor Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":590890,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-590889","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115585650808774913","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/590889","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=590889"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/590889\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/590890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=590889"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=590889"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=590889"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}