{"id":591183,"date":"2025-11-21T06:41:13","date_gmt":"2025-11-21T06:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/591183\/"},"modified":"2025-11-21T06:41:13","modified_gmt":"2025-11-21T06:41:13","slug":"akzeptieren-dass-wir-unsere-kinder-verlieren-das-fordert-frankreichs-generalstabschef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/591183\/","title":{"rendered":"&#8222;Akzeptieren, dass wir unsere Kinder verlieren,&#8220; das fordert Frankreichs Generalstabschef"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren&#8220;, um &#8222;zu sch\u00fctzen, was wir sind&#8220; : Diese \u00c4u\u00dferungen von General Fabien Mandon, dem Generalstabschef der franz\u00f6sischen Armee, haben in den letzten Tagen f\u00fcr viel Gespr\u00e4chsstoff gesorgt.<\/p>\n<p>Am Dienstag rief der rangh\u00f6chste franz\u00f6sische Offizier vor dem Kongress der franz\u00f6sischen B\u00fcrgermeister zu einer neuen &#8222;Seelenst\u00e4rke&#8220; auf, da Moskau sich seiner Meinung nach &#8222;bis 2030 auf eine Konfrontation mit unseren L\u00e4ndern&#8220; vorbereite.<\/p>\n<p>&#8222;Jede Konfrontation vermeiden, aber uns darauf vorbereiten&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn unser Land schw\u00e4chelt, weil es nicht bereit ist zu akzeptieren, seine Kinder zu verlieren, weil man die Dinge beim Namen nennen muss, wirtschaftlich zu leiden, weil die Priorit\u00e4ten in die R\u00fcstungsproduktion gehen werden, dann sind wir in Gefahr&#8220;, sagte Fabien Mandon vor den B\u00fcrgermeistern.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben das gesamte Wissen, die gesamte wirtschaftliche und demografische St\u00e4rke, um das Regime in Moskau davon abzuhalten, sein Gl\u00fcck weiter zu versuchen. Was uns fehlt, [&#8230;] ist die Seelenst\u00e4rke, um zu akzeptieren, dass wir uns verletzen, um das zu sch\u00fctzen, was wir sind&#8220;.<\/p>\n<p>Diese Erkl\u00e4rung steht in einer Reihe mit seiner Warnung an die Abgeordneten im Oktober, als er sagte, dass die franz\u00f6sische Armee einen &#8222;Schock in drei, vier Jahren&#8220; gegen Moskau plane.<\/p>\n<p>Frankreichs Verteidungungsministerin Catherine Vautrin schloss sich am Donnerstag Fabien Mandon an und meinte, der Generalstabschef (CEMA) sei &#8222;v\u00f6llig legitim, sich zu den Bedrohungen zu \u00e4u\u00dfern, die weiter zunehmen&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Seine \u00c4u\u00dferungen, die zu politischen Zwecken aus dem Kontext gerissen wurden, geh\u00f6ren zur milit\u00e4rischen Sprache eines Chefs, der jeden Tag wei\u00df, dass junge Soldaten ihr Leben f\u00fcr die Nation riskieren&#8220;, sagte sie am Donnerstag auf X.<\/p>\n<p>&#8222;Unsere Verantwortung ist klar: Wir m\u00fcssen jede Konfrontation vermeiden, uns aber auf sie vorbereiten und den Geist der Verteidigung festigen, diese kollektive moralische Kraft, ohne die keine Nation in der Pr\u00fcfung bestehen k\u00f6nnte&#8220;.<\/p>\n<p>Scharfe Kritik aus der Opposition<\/p>\n<p>Diese Erkl\u00e4rung der Verteidungungsministerin folgte auf die heftigen Reaktionen zahlreicher Oppositionspolitiker, die Fabien Mandon vorwarfen, eine kriegerische Rhetorik zu verbreiten.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Partei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc M\u00e9lenchon, dr\u00fcckte insbesondere seine &#8222;v\u00f6llige Ablehnung der Rede des Generalstabschefs der Streitkr\u00e4fte&#8220; aus und ist der Ansicht, dass dieser seine Rolle \u00fcberschritten habe.<\/p>\n<p>Er behauptet, dass es &#8222;nicht [Aufgabe von General Mandon] ist , die B\u00fcrgermeister oder irgendjemanden zu kriegerischen Vorbereitungen einzuladen, die von niemandem beschlossen wurden&#8220;, oder &#8222;Opfer vorzusehen, die die Folge unserer diplomatischen Misserfolge w\u00e4ren, zu denen seine \u00f6ffentliche Meinung nicht eingeholt wurde!&#8220;.<\/p>\n<p>Im Anschluss daran ver\u00f6ffentlichte die Parlamentsfraktion der Partei der radikalen Linken <a href=\"https:\/\/x.com\/LachaudB\/status\/1991206643317768397\/photo\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow\">eine Pressemitteilung<\/a>, in der es hei\u00dft, dass &#8222;solche \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rungen, die das Land in eine Kriegsvorstellungswelt verwickeln, nicht stattfinden d\u00fcrfen&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;La France insoumise fordert den Pr\u00e4sidenten der Republik, Oberbefehlshaber der Streitkr\u00e4fte, auf, General Mandon \u00f6ffentlich zur Ordnung zu rufen und zu bekr\u00e4ftigen, dass die strategische Ausrichtung Frankreichs ausschlie\u00dflich der demokratischen Debatte und den zivilen Beh\u00f6rden unter der Kontrolle des Parlaments obliegt&#8220;, hei\u00dft es in dem Dokument abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>&#8222;Nein zu unertr\u00e4glichen Reden \u00fcber den Krieg&#8220;, sagte Fabien Roussel, der Nationalsekret\u00e4r der Kommunistischen Partei Frankreichs, der eine &#8222;gef\u00e4hrliche Intervention&#8220; des Generalstabschefs anprangerte.<\/p>\n<p>&#8222;Im Haushalt 2026 werden 7 Milliarden mehr f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte und 7 Milliarden weniger f\u00fcr die Gebietsk\u00f6rperschaften veranschlagt. Wir stehen vor einer gesellschaftlichen Entscheidung! Wir w\u00e4hlen den Frieden und lehnen die Logik des Krieges ab&#8220;, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>S\u00e9bastien Chenu, der Vizepr\u00e4sident des Rassemblement National (RN), verurteilte im Sender LCI &#8222;einen Fehler&#8220; von Fabien Mandon und meinte, der Generalstabschef habe nicht &#8222;die Legitimit\u00e4t &#8222;, diese Erkl\u00e4rung abzugeben.<\/p>\n<p>&#8222;Oder der Pr\u00e4sident der Republik hat ihn dazu aufgefordert, und das ist noch krasser&#8220;, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Diese Meinung teilte auch Louis Aliot, der RN-B\u00fcrgermeister von Perpignan.<\/p>\n<p>&#8222;Man muss bereit sein, f\u00fcr sein Land zu sterben [&#8230;] Daf\u00fcr muss der Krieg, der gef\u00fchrt wird, gerecht sein [&#8230;] oder die Notwendigkeit muss dazu f\u00fchren, dass es regelrecht das \u00dcberleben der Nation ist, das auf dem Spiel steht. Ich glaube nicht, dass es viele Franzosen gibt, die bereit sind, f\u00fcr die Ukraine zu sterben&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Wir treten in eine neue \u00c4ra ein&#8220;, erkl\u00e4rt die Regierung.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ver\u00f6ffentlichte die Regierung am Donnerstag einen Leitfaden mit dem Titel &#8222;Tous responsables&#8220; (Alle verantwortlich). Dieses Dokument, das vom Generalsekretariat f\u00fcr Verteidigung und nationale Sicherheit (SGDSN) entworfen wurde, soll die Franzosen darauf vorbereiten, &#8222;mit einer gro\u00dfen Krise umzugehen, unabh\u00e4ngig von ihrem Ursprung&#8220;.<\/p>\n<p>Der Leitfaden erw\u00e4hnt insbesondere deutlich das Risiko einer &#8222;Bedrohung im Zusammenhang mit einem gr\u00f6\u00dferen Einsatz unserer Streitkr\u00e4fte au\u00dferhalb des nationalen Hoheitsgebiets&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Frankreich wird sich auf jeden B\u00fcrger verlassen m\u00fcssen, sei es durch einen Einsatz in den Streitkr\u00e4ften, in verschiedenen Einsatzreserven oder auch durch Ihre freiwillige Unterst\u00fctzung, um das Land weiter am Laufen zu halten, \u00fcberall dort, wo Ihre F\u00e4higkeiten von Nutzen sein k\u00f6nnten&#8220;, hei\u00dft es in dem Dokument.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind die Aussagen von General Fabien Mandon ein Echo auf <a href=\"https:\/\/www.sgdsn.gouv.fr\/files\/2025-08\/20250713%5FNP%5FSGDSN%5FActualisation%5F2025%5FRNS%5FFR.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"><strong>die j\u00fcngste nationale strategische \u00dcberpr\u00fcfung<\/strong><\/a> (RNS 2025), die die franz\u00f6sische Regierung am 14. Juli anl\u00e4sslich des Nationalfeiertags ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p>&#8222;Insbesondere Russland bedroht heute und in den kommenden Jahren am direktesten die Interessen Frankreichs, seiner Partner und Verb\u00fcndeten sowie die Stabilit\u00e4t des europ\u00e4ischen Kontinents und des euro-atlantischen Raums selbst&#8220;, hei\u00dft es in einem der ersten Abs\u00e4tze des Dokuments.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist nunmehr klar, dass wir in eine neue \u00c4ra eintreten, in der ein besonders hohes Risiko eines gro\u00dfen Krieges hoher Intensit\u00e4t au\u00dferhalb des nationalen Territoriums in Europa besteht, in den Frankreich und seine insbesondere europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten bis zum Jahr 2030 verwickelt w\u00e4ren und in dem unser Territorium gleichzeitig durch massive hybride Aktionen ins Visier genommen w\u00fcrde&#8220;, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>In der strategischen \u00dcberpr\u00fcfung hei\u00dft es, dass &#8222;Europa an einem wichtigen Wendepunkt seiner Geschichte steht&#8220;, und die Europ\u00e4er werden aufgefordert, &#8220; eine gr\u00f6\u00dfere Verantwortung f\u00fcr die Sicherheit des Kontinents zu \u00fcbernehmen&#8220; und &#8222;alle ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel einzusetzen, um sich besser zu verteidigen und von weiteren Aggressionen abzuschrecken&#8220;.<\/p>\n<p>Die NATO bereitet sich auf eine Konfrontation mit Russland bis zum Ende des Jahrzehnts vor.<\/p>\n<p>Die von den franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden getroffene Feststellung wird von vielen europ\u00e4ischen Verteidigungsexperten und Politikern geteilt, w\u00e4hrend die NATO k\u00fcrzlich davor warnte, dass Moskau innerhalb der n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre milit\u00e4risch f\u00fcr einen Gro\u00dfangriff bereit sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Mit der Behauptung, dass Russland das B\u00fcndnis derzeit bei der Munitionsproduktion \u00fcberholt, forderte NATO-Chef Mark Rutte die Mitgliedsl\u00e4nder daher auf, ihre Verteidigungsf\u00e4higkeiten massiv auszubauen.<\/p>\n<p>&#8222;Illusionen werden uns nicht sch\u00fctzen&#8220;, erkl\u00e4rte er. &#8222;Wir k\u00f6nnen die Gefahr nicht wegtr\u00e4umen. Hoffnung ist keine Strategie. Die NATO muss ein st\u00e4rkeres, gerechteres und t\u00f6dlicheres B\u00fcndnis werden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren&#8220;, um &#8222;zu sch\u00fctzen, was wir sind&#8220; : Diese \u00c4u\u00dferungen von General Fabien Mandon,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":591184,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,51313,548,663,3934,3980,156,13,14,15,307,12,1712],"class_list":{"0":"post-591183","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-armee","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-france","15":"tag-frankreich","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-russland","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-ukraine-krieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115586327100236558","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/591183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=591183"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/591183\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/591184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=591183"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=591183"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=591183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}