{"id":591546,"date":"2025-11-21T10:11:31","date_gmt":"2025-11-21T10:11:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/591546\/"},"modified":"2025-11-21T10:11:31","modified_gmt":"2025-11-21T10:11:31","slug":"gedenken-in-berlin-friedrichsfelde-liebknecht-luxemburg-demonstration-soll-ermoeglicht-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/591546\/","title":{"rendered":"Gedenken in Berlin-Friedrichsfelde \u2013 Liebknecht-Luxemburg-Demonstration soll erm\u00f6glicht werden"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314425\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314425.jpeg\" alt=\"Im Januar 2025 konnte die LL-Demo trotz Baustelle stattfinden. So soll es 2026 wieder sein.\"\/><\/p>\n<p>Im Januar 2025 konnte die LL-Demo trotz Baustelle stattfinden. So soll es 2026 wieder sein.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Sebastian Gollnow<\/p>\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195465.gedenken-in-friedrichsfelde-liebknecht-luxemburg-ehrung-akut-gefaehrdet.html?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dauerbaustelle vor dem Zentralfriedhof<\/a> in Berlin-Friedrichsfelde drohte zum echten Problem oder auch nur zum Vorwand zu werden, die traditionelle Liebknecht-Luxemburg-Demonstration bis ins Jahr 2028 hinein zu verbieten \u2013 und im schlimmsten Fall das gewohnte stille Gedenken gleich mit.<\/p>\n<p>Doch nun deutet sich an, dass <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1187767.liebknecht-luxemburg-ehrung-berlin-mit-hindernissen-zu-karl-und-rosa.html?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00e4hnlich wie im Januar 2025<\/a> auch im Januar 2026 der Zugang provisorisch gew\u00e4hrleistet werden kann. Die zust\u00e4ndige Stadtr\u00e4tin Filiz Kek\u00fcll\u00fco\u011flu (Gr\u00fcne) erkl\u00e4rte am Donnerstagabend in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Lichtenberg: \u00bbDas Stra\u00dfen- und Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt hat gemeinsam mit der Polizei unter Hochdruck an einer L\u00f6sung gearbeitet, damit die Liebknecht-Luxemburg-Demo im Januar trotz Baustelle auf dem Zentralfriedhof stattfinden kann.\u00ab Es sei bei einer Ortsbegehung am Montag eine M\u00f6glichkeit gefunden worden, berichtete Kek\u00fcll\u00fco\u011flu. \u00bbIch freue mich sehr, dass wir die Zuwegung der Demo nach polizeilichen Vorgaben erm\u00f6glichen k\u00f6nnen. Nun m\u00fcssen wir nur noch eine Firma finden, die kurzfristig verf\u00fcgbar ist.\u00ab<\/p>\n<p>Ein von der Linksfraktion gestellter Antrag, das Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu gew\u00e4hrleisten, wurde in einer auf Anregung der Gr\u00fcnen nur leicht ge\u00e4nderten Fassung mit 28 zu 20 Stimmen von der BVV beschlossen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbIch freue mich sehr, dass wir die Zuwegung der Demo nach polizeilichen Vorgaben erm\u00f6glichen k\u00f6nnen. Nun m\u00fcssen wir nur noch eine Firma finden, die kurzfristig verf\u00fcgbar ist.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nFiliz Kek\u00fcll\u00fco\u011flu\u2003Stadtr\u00e4tin<\/p><\/blockquote>\n<p>Polizei und Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt schoben die Verantwortung zun\u00e4chst zwischen sich hin und her, hatte der Bezirksverordnete Antonio Leonhardt (Linke) beklagt. \u00bbLetzten Endes droht das Gedenken, ins Wasser zu fallen\u00ab, warnte er. So gehe das aber nicht. Er freue sich, dass nun endlich Bewegung in die Sache zu kommen scheine.<\/p>\n<p>Den Vorwurf, hier schon Wahlkampf zu machen \u2013 im September 2026 werden das Berliner Abgeordnetenhaus und die zw\u00f6lf Bezirksverordnetenversammlungen der Hauptstadt neu gew\u00e4hlt \u2013 lie\u00df Leonhardt an sich abtropfen. Es gehe darum, dass am 11. Januar wie jedes Jahr Sozialisten, Kommunisten und Sozialdemokraten \u00bbaus aller Welt\u00ab ihre Nelken f\u00fcr Liebknecht und Luxemburg niederlegen k\u00f6nnen. Die Gr\u00fcnen h\u00e4tten sich ja in den letzten Jahren weit von ihrer urspr\u00fcnglichen Friedenspolitik entfernt, erinnerte Leonhardt s\u00fcffisant. Aber wenn deren Stadtr\u00e4tin Kek\u00fcll\u00fco\u011flu das Gedenken doch m\u00f6glich mache, so k\u00fcndigte Leonhardt an, werde er diesmal nicht nur selbst zwei Nelken f\u00fcr Karl und Rosa nach Friedrichsfelde tragen, sondern eine weitere Nelke der Stadtr\u00e4tin \u00bbaufn\u00f6tigen\u00ab und sie mitnehmen.<\/p>\n<p>Was Leonhardt nicht versteht: Warum die provisorische L\u00f6sung angeblich 19\u2009000 Euro kosten solle? Es gehe doch lediglich darum, einen Bauzaun zu verschieben, um den Weg frei zu machen.<\/p>\n<p>Damit w\u00e4re es allerdings nicht getan, erkl\u00e4rte Filiz Kek\u00fcll\u00fco\u011flu. Zehn Ma\u00dfnahmen fordere die Polizei, darunter <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188086.karl-und-rosa-weg-frei-zu-liebknecht-und-luxemburg.html?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das Auff\u00fcllen der Baugrube<\/a>, Absperrungen und das Aufsch\u00fctten von Sand, um die Wurzeln einer Linde zu schonen. Was das koste, k\u00f6nne sie nicht sagen. \u00bbWir haben noch keine Angebote.\u00ab Sie k\u00f6nne lediglich sagen, dass die Arbeiten maximal 17\u2009500 Euro kosten d\u00fcrfen. Unterhalb dieser Schwelle sei die Direktvergabe des Auftrags an eine Firma m\u00f6glich, oberhalb w\u00e4re ein Vergabeverfahren erforderlich, das so schnell nicht zu bewerkstelligen w\u00e4re. Dann w\u00fcrde es nicht rechtzeitig klappen und das wolle doch wohl niemand.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314427.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>Kek\u00fcll\u00fco\u011flu beteuerte, es gebe kein \u00bbPingpong\u00ab zwischen Stra\u00dfen- und Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt und der Polizei. Sie versicherte dar\u00fcber hinaus: \u00bbStilles Gedenken war immer m\u00f6glich!\u00ab Es gebe schlie\u00dflich einen schmalen Zugang zum Friedhof. Es drehe sich lediglich um die Demonstration, da es mehr Platz brauche, wenn Tausende Menschen auf einmal ankommen und auf das Friedhofsgel\u00e4nde dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die Bezirksverordnete Jutta Feige (SPD) beschwerte sich, dass die Umgestaltung des Friedhofsvorplatzes doch eigentlich bereits im Dezember 2025 abgeschlossen sein sollte. Nun hei\u00dfe es, dass dies fr\u00fchestens 2027 klappen werde. Solle das bedeuten, dass man in einem Jahr erneut ein Problem h\u00e4tte? \u00bbEs kann doch nicht sein, dass so ein kleiner Platz so lange dauert\u00ab, schimpfte Feige. Das sei ja \u00bbeine Schande\u00ab f\u00fcr den Bezirk. Das sei den B\u00fcrgern nicht zu vermitteln. \u00bbDie erkl\u00e4ren uns irgendwann mal f\u00fcr verr\u00fcckt.\u00ab<\/p>\n<p>Die Baufirma habe mangelhafte Arbeit geleistet. Man habe dieser Firma deshalb k\u00fcndigen m\u00fcssen. Darum ruhen im Moment die Bauarbeiten, versuchte Stadtr\u00e4tin Kek\u00fcll\u00fco\u011flu den Stillstand und die daraus resultierende Verz\u00f6gerung zu rechtfertigen. Sie reagierte beleidigt auf Feiges Vorhaltungen. Die Debatte wurde kurz hitzig. BVV-Vorsteher Gregor Hoffmann (CDU) wies Kek\u00fcll\u00fco\u011flu emp\u00f6rt darauf hin, dass Feige berechtigte Nachfragen gestellt habe. Er unterbrach dann die Sitzung und entschuldigte sich schlie\u00dflich daf\u00fcr, dass er laut geworden sei.<\/p>\n<p>Die AfD lehnte den Antrag der Linken ab. Er habe sich die Demonstration zweimal angesehen, erkl\u00e4rte der AfD-Verordnete Heribert Eisenhardt. Da sei auf Transparenten den Massenm\u00f6rdern Stalin und Mao gehuldigt worden und mehrfach sei es bei den Demonstrationen zu \u00bblinker Gewalt\u00ab gekommen.<\/p>\n<p>Im Aufruf zur Demonstration, die am 11. Januar 2026 um 10 Uhr am U-Bahnhof Frankfurter Tor starten soll, ist durchaus von einer k\u00e4mpferischen, aber auch friedlichen Ehrung die Rede. W\u00f6rtlich hei\u00dft es da: \u00bbRosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 von den B\u00fctteln des Kapitals ermordet, weil sie Kapitalismus und Krieg kompromisslos bek\u00e4mpften und sich dem Frieden mit all ihrer Kraft verpflichtet f\u00fchlten. Wenn wir, Linke unterschiedlicher Str\u00f6mungen, ihrer auf der Demonstration im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung k\u00e4mpferisch und friedlich gedenken, dann verbindet sich f\u00fcr uns diese Erinnerung untrennbar mit dem heutigen Kampf um den Frieden, damit wir nicht die letzten Menschen sein werden.\u00ab Und weiter: \u00bbSoziale Not f\u00fcr immer mehr Menschen und irrsinnige Profite f\u00fcr die R\u00fcstungskonzerne und andere Aufr\u00fcstungsgewinnler zerfressen die b\u00fcrgerliche Gesellschaft und machen den Nazis den Weg f\u00fcr v\u00f6lkische Ideologie und Bewegung immer leichter. Und wie stets muss ein S\u00fcndenbock herhalten \u2013 die Migranten.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Januar 2025 konnte die LL-Demo trotz Baustelle stattfinden. So soll es 2026 wieder sein. 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