{"id":591853,"date":"2025-11-21T13:00:23","date_gmt":"2025-11-21T13:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/591853\/"},"modified":"2025-11-21T13:00:23","modified_gmt":"2025-11-21T13:00:23","slug":"esc-nach-israels-zweitem-platz-rundfunkunion-aendert-abstimmungsregeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/591853\/","title":{"rendered":"ESC: Nach Israels zweitem Platz \u2013 Rundfunkunion \u00e4ndert Abstimmungsregeln"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Abstimmungsregeln f\u00fcr den Eurovision Song Contest (ESC) werden ge\u00e4ndert. Das teilte die Europ\u00e4ische Rundfunkunion (EBU) mit. Ziel sei es, Vertrauen und Transparenz beim gr\u00f6\u00dften Musikwettbewerb der Welt zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Wettbewerb 2026 in Wien werde die maximale Anzahl der Stimmen des Publikums via Online, SMS und Telefonanruf von 20 auf 10 reduziert. Au\u00dferdem werde die Jury bereits wieder im Halbfinale ihre Meinung abgeben. Obendrein w\u00fcrden bestehende Regeln verst\u00e4rkt, die jeglichen Missbrauch des Wettbewerbs zum Beispiel durch Liedtexte oder Inszenierung verhindern sollen.<\/p>\n<p>Damit reagiert die EBU auf das Ergebnis des ESC 2025 in Basel. Die israelische S\u00e4ngerin Yuval Raphael hatte dank eines \u00fcberw\u00e4ltigenden Publikumsvotings Platz zwei belegt. Danach wurden Vorw\u00fcrfe laut. Hinweise auf Manipulationen fanden sich nicht. Israel k\u00f6nnte aber von einer aufwendigen Werbekampagne in sozialen Netzwerken profitiert haben.<\/p>\n<p>Reaktion auf Vorg\u00e4nge rund um israelische S\u00e4ngerin<\/p>\n<p>Die EBU fand Hinweise darauf, dass eine israelische Werbeagentur eine digitale Kampagne gestartet hatte, welche die Stimmen f\u00fcr Israel f\u00f6rdern sollte. Zum Beispiel: Anleitungen, wie Zuschauer alle erlaubten Stimmen (bis zu 20 pro Person) vollst\u00e4ndig f\u00fcr den israelischen Beitrag abgeben k\u00f6nnten. Die EBU versch\u00e4rft nun als offensichtliche Konsequenz die Regeln.<\/p>\n<p>\u201eWir unternehmen klare und entschlossene Ma\u00dfnahmen, um sicherzustellen, dass der Wettbewerb eine Feier der Musik und Einheit bleibt\u201c, hie\u00df es. Die Richtlinien sollten den Wettbewerb vor Versuchen sch\u00fctzen, die Abstimmung unfair zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Die wiederhergestellte Rolle der Jury im Halbfinale soll laut EBU das musikalische Gleichgewicht und die Vielfalt der Songs f\u00f6rdern, die sich f\u00fcr das Finale qualifizieren. Zudem solle es sicherstellen, dass hochwertige Beitr\u00e4ge mit breitem k\u00fcnstlerischem Wert neben denen mit gro\u00dfer Beliebtheit anerkannt w\u00fcrden. Das Juryvoting im Halbfinale war 2023 abgeschafft worden, zuletzt entschieden nur die Zuschauer \u00fcber die Finalteilnehmer.<\/p>\n<p>Auch die technische Sicherheit des Abstimmungsverfahrens werde erh\u00f6ht, um betr\u00fcgerische oder koordinierte Aktivit\u00e4ten zu erkennen. \u201eDiese Ma\u00dfnahmen sind darauf ausgelegt, den Fokus dort zu halten, wo er hingeh\u00f6rt \u2013 auf Musik, Kreativit\u00e4t und Verbindung\u201c, sagte ESC-Direktor Martin Green.<\/p>\n<p>Liste der Teilnehmer vor Weihnachten<\/p>\n<p>Mehrere L\u00e4nder \u2013 darunter Spanien und Irland \u2013 hatten in den vergangenen Monaten mit Blick auf den Gazakrieg mit einem Boykott des ESC 2026 gedroht, sollte Israel teilnehmen. <\/p>\n<p>Eine genau gegenteilige Haltung hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eingenommen. Er drohte mit einem Boykott durch Deutschland, sollte Israel ausgeschlossen werden. Auch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68fde1a03a0474e2d7a65c90\/mai-2026-fataler-fehler-israel-auszuschliessen-oesterreichs-kanzler-klar-fuer-teilnahme-des-landes-am-esc.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68fde1a03a0474e2d7a65c90\/mai-2026-fataler-fehler-israel-auszuschliessen-oesterreichs-kanzler-klar-fuer-teilnahme-des-landes-am-esc.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00d6sterreich<\/a> kritisierte die Forderungen nach einem Ausschluss Israels scharf.<\/p>\n<p>Die israelische Rundfunkanstalt KAN nannte einen m\u00f6glichen Ausschluss Israels von dem Wettbewerb \u201ebesonders beunruhigend\u201c. Und weiter: \u201eEin solcher Schritt k\u00f6nnte weitreichende Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Werte haben, f\u00fcr die die EBU steht.\u201c<\/p>\n<p>Die EBU will die Liste der Teilnehmer vor Weihnachten bekannt geben. Nach dem Sieg des \u00f6sterreichischen Countertenors JJ in Basel ist der ORF Gastgeber des 70. ESC. Das Finale steigt am 16. Mai 2026.<\/p>\n<p>Kanada w\u00e4re nicht das erste nicht europ\u00e4ische Land<\/p>\n<p>Der ESC k\u00f6nnte zum 70-Jahres-Jubil\u00e4um im kommenden Fr\u00fchjahr wom\u00f6glich ein neues Land begr\u00fc\u00dfen. Vertreter Kanadas haben Gespr\u00e4che mit der ausrichtenden European Broadcasting Union (EBU) aufgenommen, best\u00e4tigte der Senderzusammenschluss. Noch steht allerdings nicht fest, ob und in welcher Form das Land beim ESC auftauchen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u201eUns freut es immer, wenn wir erfahren, dass Sender Teil der gr\u00f6\u00dften Live-Musik-Show der Welt werden m\u00f6chten\u201c, sagte ESC-Direktor Martin Green. \u201eDie kanadischen Gespr\u00e4che mit CBC\/Radio-Canada sind in einem sehr fr\u00fchen Stadium und wir freuen uns darauf, die Diskussionen mit ihnen fortzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>Aus Kanada gibt es auch von staatlicher Seite Hinweise auf eine m\u00f6gliche Teilnahme. Im Budget der Regierung f\u00fcr 2025 und 2026 ist die Rede davon, gemeinsam mit dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender CBC\/Radio-Canada \u201eeine Teilnahme am ESC zu er\u00f6rtern.\u201c Zwei Quellen hatten CBC gesagt, dass Premierminister Mark Carney pers\u00f6nlich daran interessiert sei, dem Land einen Startplatz zu verschaffen.<\/p>\n<p>Obwohl der seit 1956 ausgerichtete ESC eigentlich als europ\u00e4ischer Musikwettbewerb gilt, nehmen immer wieder auch L\u00e4nder au\u00dferhalb Europas teil \u2013 wichtigstes Kriterium daf\u00fcr war in der Vergangenheit meist die Mitgliedschaft des teilnehmenden Senders im Senderverband EBU. Deshalb liegen Nationen wie Armenien und Israel zwar geografisch nicht in Europa, senden aber trotzdem Songs. 1980 hatte EBU-Mitglied Marokko ein einmaliges Gastspiel.<\/p>\n<p>Zuletzt war 2015 zum 60. ESC sogar Australien zu den Teilnehmern gesto\u00dfen \u2013 das Land ist genau wie Kanada aber kein vollwertiges, sondern nur ein assoziiertes Mitglied der EBU.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Abstimmungsregeln f\u00fcr den Eurovision Song Contest (ESC) werden ge\u00e4ndert. Das teilte die Europ\u00e4ische Rundfunkunion (EBU) mit. 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