{"id":592050,"date":"2025-11-21T14:53:13","date_gmt":"2025-11-21T14:53:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592050\/"},"modified":"2025-11-21T14:53:13","modified_gmt":"2025-11-21T14:53:13","slug":"schumacher-prozess-in-wuppertal-wer-bekommt-15-millionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592050\/","title":{"rendered":"Schumacher Prozess in Wuppertal: Wer bekommt 15 Millionen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Widerspr\u00fcche in den fr\u00fcheren Aussagen der Angeklagten standen im Mittelpunkt des zweiten Tags im Berufungsverfahren vor dem Wuppertaler Landgericht um die versuchte Erpressung der Familie des ehemaligen Rennfahrers Michael Schumacher. In der ersten Instanz war Yilmaz T. wegen versuchter Erpressung zu drei Jahren, sein Sohn Daniel L. wegen Beihilfe zu sechs Monaten und Markus F. zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten 15 Millionen Euro f\u00fcr die R\u00fcckgabe von privaten Fotos des fr\u00fcheren Formel-1-Piloten gefordert, andernfalls werde man die Bilder im <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/darknet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Darknet<\/a> ver\u00f6ffentlichen. Schumacher ist seit einem Skiunfall im Jahr 2013 auf Pflege angewiesen und lebt streng abgeschirmt mit seiner Familie in der Schweiz.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor allem mit dem Urteil f\u00fcr Markus F. hatte sich die Familie des Rennfahrers nicht zufrieden gezeigt und war in Berufung gegangen. Ihrer Meinung nach sei der fr\u00fchere Sicherheitsmitarbeiter der Schumachers der Drahtzieher hinter der Erpressung und sollte nicht als Gehilfe, sondern als Mitt\u00e4ter verurteilt werden. Auch die Verteidiger der Angeklagten hatten Rechtsmittel eingelegt. W\u00e4hrend der im ersten Verfahren gest\u00e4ndige Yilmaz T. auf eine Verringerung des Strafma\u00dfes hofft, m\u00f6chte Markus F. einen Freispruch. Er hatte stets alle Vorw\u00fcrfe abgestritten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Vorsitzende Richter, Markus Quantius, hatte die Erfolgsaussichten f\u00fcr alle Beteiligten am ersten Verhandlungstag jedoch als \u201ed\u00fcrftig\u201c beschieden. Am Ende des ersten Verhandlungstages hatte Daniel L. seine Berufung zur\u00fcckgezogen und das Urteil aus der ersten Instanz akzeptiert. Yilmaz T. und Markus F. lie\u00dfen zudem \u00fcber ihre Verteidiger erkl\u00e4ren, dass sie sich im Berufungsverfahren nicht zur Sache \u00e4u\u00dfern wollen. So muss das Verfahren nun allein anhand von Zeugenaussagen aufgerollt und neu bewertet werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am zweiten Tag sagte unter anderem die Ermittlungsrichterin, die Yilmaz T. bei zwei Haftpr\u00fcfungsterminen befragt hatte, sowie Richterin Birgit Neubert, die im ersten Verfahren gegen die drei Angeklagten vor dem Wuppertaler Amtsgericht den Vorsitz gef\u00fchrt hatte, aus. Dabei ging es etwa darum, wann T. die Festplatten mit dem kompromittierenden Material von F. bekommen haben soll, ob bereits mehrere Monate vor dem Erpressungsversuch oder erst wenige Wochen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Unklar ist auch, ob der fr\u00fchere Chef von Markus F. in die Erpressung involviert war. T. hatte ihn bei der Haftpr\u00fcfung belastet, dies aber im Verfahren zur\u00fcckgenommen. Markus F. war von 2012 bis 2021 als Sicherheitsmitarbeiter bei den Schumachers angestellt gewesen und hatte auch Zugang zu einem Pflegecomputer mit Bildmaterial, war dann aber entlassen worden. Die Entt\u00e4uschung \u00fcber seine Entlassung soll laut Gericht ein Motiv gewesen sein, T. die Festplatten zu \u00fcbergeben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend Yilmaz T. vor der Ermittlungsrichterin erkl\u00e4rt hatte, das Geld werde unter ihm, Markus F. und dessen Chef aufgeteilt, sagte er vor dem Amtsgericht, dass er, F. und eine Krankenschwester, die Schumacher gepflegt hatte, sich das Geld teilen w\u00fcrden. Richterin Neubert berichtete, dass T. damals, auf den Widerspruch angesprochen, gesagt habe, dass er im Verfahren nun die Wahrheit sage. Von der ebenfalls entlassenen Krankenschwester sollte auch die H\u00f6he der geforderten Summe stammen, 15 Millionen Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Insgesamt blieb bei den Aussagen der beiden Richterinnen der Eindruck haften, dass einige Zusammenh\u00e4nge im Detail noch ungekl\u00e4rt, aber vielleicht auch nur schwer vollst\u00e4ndig aufzukl\u00e4ren sind. So sagte die Ermittlungsrichterin auch, auf die Glaubw\u00fcrdigkeit von Yilmaz T. angesprochen, dieser habe zwar glaubhaft und offen erz\u00e4hlt, ihrer Meinung aber nicht alles. Der Prozess wird fortgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Widerspr\u00fcche in den fr\u00fcheren Aussagen der Angeklagten standen im Mittelpunkt des zweiten Tags im Berufungsverfahren vor dem Wuppertaler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":592051,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[7130,44183,20967,56110,3364,29,34273,141631,553,67635,30,13213,1209,141630,6876,16476,4418,141629,47226],"class_list":{"0":"post-592050","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-angeklagten","9":"tag-aussagen","10":"tag-berufung","11":"tag-berufungsverfahren","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-erpressung","15":"tag-erpressungsversuch","16":"tag-familie","17":"tag-fruehere","18":"tag-germany","19":"tag-markus","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-rennfahrers","22":"tag-schumacher","23":"tag-verfahren","24":"tag-wuppertal","25":"tag-yilmaz","26":"tag-zeugenaussagen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115588261965059291","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/592050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=592050"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/592050\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/592051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=592050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=592050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=592050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}