{"id":592213,"date":"2025-11-21T16:40:49","date_gmt":"2025-11-21T16:40:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592213\/"},"modified":"2025-11-21T16:40:49","modified_gmt":"2025-11-21T16:40:49","slug":"covid-19-grenzen-der-corona-aufarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592213\/","title":{"rendered":"Covid-19 \u2013 Grenzen der Corona-Aufarbeitung"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314448\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314448.jpeg\" alt=\"Nicht nur in Boris Johnsons Amtszeit lief fiel schief in Sachen Corona-Politik.\"\/><\/p>\n<p>Nicht nur in Boris Johnsons Amtszeit lief fiel schief in Sachen Corona-Politik.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/PA Media\/Uk Covid-19 Inquiry<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zu den Lehren aus der Covid-Pandemie: In Staaten mit ultrarechten Regierungen, die sich entweder wissenschaftlichen Erkenntnissen ganz verweigerten oder die Bedrohung zu locker nahmen, hinterlie\u00df das Virus eine besonders t\u00f6dliche Spur. Allen voran die USA unter Donald Trump, Brasilien unter Jair Bolsonaro \u2013 und Gro\u00dfbritannien unter Boris Johnson. Man erinnert sich, wie er im Sommer 2021 alle Ma\u00dfnahmen aufhob und freudestrahlend den \u00bbLiberation Day\u00ab ausrief, wof\u00fcr es viel zu fr\u00fch war. <\/p>\n<p>Mit dem deutschen Finger auf die Insel zu zeigen, verbietet sich dennoch. Auch hierzulande lief vieles nicht gut. Und anders als in Deutschland wurden in Gro\u00dfbritannien dank guter Datenlage fr\u00fchzeitig intensiv die sozialen Implikationen erforscht. Zudem gibt es eine Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die Opfer und eine von Anfang an ernsthaft betriebene Aufarbeitung der Ereignisse. Erschienen ist jetzt bereits ein zweiter ausf\u00fchrlicher Untersuchungsbericht, der dem Regierungshandeln erneut ein verdienterma\u00dfen schlechtes Zeugnis ausstellt. <\/p>\n<p>Es finden sich viele gute Empfehlungen in dem Bericht. Allerdings darf bezweifelt werden, ob dies zu ernsthaften politischen Konsequenzen f\u00fchrt. Die St\u00e4rkung des nationalen Gesundheitssystems und der Krankenh\u00e4user ist ausgeblieben, obwohl Corona deren Unzul\u00e4nglichkeiten als Folgen vorgegangener Sparprogramme schonungslos aufdeckte. Und Boris Johnson musste als Premier nicht etwa zur\u00fccktreten, weil er bei Corona versagte, sondern weil er damals heimlich Parties feierte.<\/p>\n<p>Ohnehin hat selbst die seri\u00f6seste Aufarbeitung mittlerweile Grenzen. Je l\u00e4nger die Pandemie vorbei ist, umso mehr wollen politisch Beteiligte und auch B\u00fcrger nur noch das glauben, was sie glauben wollen. Das ist ein Ergebnis der Tatsache, dass der Umgang mit der Covid-Pandemie das gesellschaftliche Klima geradezu vergiftet hat. Dass dies ausgerechnet dem Aufschwung ultrarechter politischer Gruppierungen den Weg geebnet hat, ist an Skurrilit\u00e4t kaum noch zu \u00fcberbieten. <\/p>\n<p>Daher ist die vielleicht noch bestm\u00f6gliche Form der Aufarbeitung eine, wie sie der in deutschen Kinos anlaufende US-Film \u00bbEddington\u00ab liefert, der in Form einer Kleinstadtsatire der Gesellschaft ohne mahnenden Zeigefinger den Spiegel vorh\u00e4lt. Die Bereitschaft zu Objektivit\u00e4t und Selbstkritik ist schon lange fl\u00f6ten gegangen \u2013 da sind sich Gro\u00dfbritannien und Deutschland verdammt \u00e4hnlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur in Boris Johnsons Amtszeit lief fiel schief in Sachen Corona-Politik. 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