{"id":592225,"date":"2025-11-21T16:47:25","date_gmt":"2025-11-21T16:47:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592225\/"},"modified":"2025-11-21T16:47:25","modified_gmt":"2025-11-21T16:47:25","slug":"weisse-flecken-wieder-kein-netz-wie-es-um-den-mobilfunk-in-deutschland-steht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592225\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfe Flecken: Wieder kein Netz? Wie es um den Mobilfunk in Deutschland steht"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt neue Zahlen zur Mobilfunkversorgung in Deutschland. Sie zeigen, dass vieles sich verbessert hat \u2013 aber auch, dass es noch viele Orte gibt, wo es hakt.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick sieht sie gar nicht schlecht aus. \u00dcberwiegend rot ist die Deutschlandkarte der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.bundesnetzagentur-viel-kritik-an-der-pr-der-deutschen-bahn.c2a8edd5-7b8b-4d5a-9118-f5a8056a0f0f.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesnetzagentur<\/a>, die zeigt, wie es um das mobile Internet hierzulande steht. Rot, das hei\u00dft: 5G, der derzeit modernste Mobilfunkstandard. Ein paar blaue Tupfer erkennt man dazwischen auch. Sie stehen f\u00fcr Gebiete, in denen es nur die veralteten 4G-, teils sogar noch 2G-Netze gibt. Aber dass es auch wei\u00dfe Flecken gibt, also Gegenden, die ganz ohne Mobilfunkversorgung sind, sieht man erst, wenn man die Karte vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>Noch etwa zwei Prozent der Fl\u00e4che Deutschlands sind ohne Mobilfunkversorgung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Staatsmodernisierung vor Kurzem ver\u00f6ffentlicht hat. Das ist nicht viel. Zumal viele wei\u00dfe Flecken in Naturschutzgebieten und W\u00e4ldern liegen. Doch wer in Deutschland regelm\u00e4\u00dfig mobiles Internet nutzt, wei\u00df auch: Die wei\u00dfen Flecken zeigen nur einen Teil der Realit\u00e4t. Auch jenseits von W\u00e4ldern steht man noch oft ohne oder mit nur schwacher Verbindung da.<\/p>\n<p>Digitalminister hat das Problem erkannt <\/p>\n<p>Dass es noch Probleme gibt, hat auch der neue Minister Karsten Wildberger (CDU) erkannt. \u201eUnser Ziel eines fl\u00e4chendeckend leistungsf\u00e4higen und zukunftsf\u00e4higen Netzes f\u00fcr alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ist noch nicht erreicht\u201c, sagte er anl\u00e4sslich der neuen Studie. Auch Andreas Schr\u00f6der sagt: \u201eWir haben eine gute Versorgung \u2013 aber noch nicht fl\u00e4chendeckend.\u201c Er arbeitet f\u00fcr die Beratungsagentur Aconium, die zum Beispiel Kommunen beim Mobilfunkausbau unterst\u00fctzt. Schr\u00f6der wei\u00df, wo es besonders h\u00e4ufig hakt \u2013 und warum.<\/p>\n<p>Die neue Studie des Digitalministeriums zeigt, dass es vor allem in s\u00fcdlichen Bundesl\u00e4ndern viele wei\u00dfe Flecken gibt: in Baden-W\u00fcrttemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Th\u00fcringen. \u201eDas liegt daran, dass diese L\u00e4nder eine sehr herausfordernde Topografie haben: dichte W\u00e4lder, T\u00e4ler, Berge, teils sogar Hochgebirge\u201c, sagt Schr\u00f6der. \u201eDort einen Mobilfunkmast aufzubauen, ist f\u00fcr die Netzbetreiber sehr aufw\u00e4ndig.\u201c<\/p>\n<p>Nicht nur wei\u00dfe Flecken <\/p>\n<p>Schr\u00f6der weist auch auf darauf hin, dass es unter den wei\u00dfen Flecken noch richtige Funkl\u00f6cher gibt \u2013 also Gebiete, in denen man weder ins Internet kommt noch telefonieren kann. \u201eDas sind immerhin 0,2 Prozent der Fl\u00e4che\u201c, sagt Schr\u00f6der. \u201eDass man dort nicht mal einen Notruf absetzen kann, ist ein Problem.\u201c<\/p>\n<p>Hinzu kommen die grauen Flecken. \u201eDas sind Gebiete, die zwar versorgt sind, aber nicht von allen Netzbetreibern\u201c, erkl\u00e4rt Schr\u00f6der. \u201eWer als Kunde einen Anbieter hat, der das Gebiet nicht versorgt, f\u00fcr den ist dort auch ein wei\u00dfer Fleck.\u201c Ein weiteres Problem seien unterversorgte Gebiete. Wenn sich viele Internetnutzer in einer Mobilfunkzelle aufhalten, m\u00fcssen sie sich die zur Verf\u00fcgung stehende Bandbreite teilen. \u201eBei vielen Leuten st\u00f6\u00dft das Netz auch schon mal an seine Grenzen\u201c, erkl\u00e4rt Schr\u00f6der. Das merkt man zum Beispiel bei einer vollen Veranstaltung wie einem Konzert.<\/p>\n<p>Wieso das Internet im Zug hakt <\/p>\n<p>Das Problem kennen viele Menschen auch vom Bahnfahren. Bisher seien die Bahnreisenden gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber die Mobilfunkmasten in der Fl\u00e4che versorgt worden, erkl\u00e4rt Schr\u00f6der. \u201eF\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Versorgung in der Bahn reichen diese oft nicht aus, wenn der Zug mit Hunderten Fahrg\u00e4sten durchrattert.\u201c Hinzu kommt die Geschwindigkeit. \u201eBeim Fahren wechselt man in kurzen Intervallen zwischen Mobilfunkzellen\u201c, sagt Schr\u00f6der. Zum anderen sei es f\u00fcr das Signal schwierig, in die Z\u00fcge durchzudringen. Das Verkehrsministerium hat angek\u00fcndigt, dass es sich um stabiles und modernes Internet in den Z\u00fcgen k\u00fcmmern will. Bis das fl\u00e4chendeckend passiert, k\u00f6nnte es aber dauern. Erstmal gibt es nur ein Pilotprojekt auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin.<\/p>\n<p>Die Opposition sieht insgesamt nicht genug Fortschritte bei der Mobilfunkversorgung \u201eDie Bundesregierung hat es bisher vers\u00e4umt, ein durchdachtes Konzept f\u00fcr wei\u00dfe und graue Flecken vorzulegen, um auch jenseits wirtschaftlich lukrativer Ballungsr\u00e4ume eine fl\u00e4chendeckend stabile Versorgung sicherzustellen\u201c, sagte Rebecca Lenhard, digitalpolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen im Bundestag, dieser Redaktion.<\/p>\n<p> Ein gro\u00dfes Ziel f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Mobilfunk\" title=\"Mobilfunk\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mobilfunk<\/a> 2030 <\/p>\n<p>Experte Schr\u00f6der ist aber optimistisch, dass sich die Mobilfunkversorgung bald verbessern wird. Er verweist auf die neuen Versorgungsauflagen f\u00fcr Netzbetreiber. Eine ist, dass es bis 2030 eine Mobilfunkversorgung von mindestens 50 Megabit pro Sekunde geben soll \u2013 auf 99,5 Prozent der gesamten deutschen Fl\u00e4che. Das w\u00e4re eine solide Grundversorgung.<\/p>\n<p>Im Sommer hat die Regierung den Ausbau von Mobilfunknetzen als \u201e\u00fcberragendes \u00f6ffentliches Interesse\u201c einstufen lassen, wodurch zum Beispiel die Genehmigung einfacher wird. \u201eAuch das d\u00fcrfte helfen\u201c, sagt Schr\u00f6der.<\/p>\n<p>Aber braucht es wirklich in jedem Winkel Deutschlands mobiles Internet? Mobilfunk-Experte Sch\u00f6der sch\u00fcttelt \u00fcber die Frage nur den Kopf. \u201eAuf die Diskussion, ob es \u00fcberhaupt Internet im Schwarzwald braucht, d\u00fcrfen wir uns im Jahr 2025 nicht mehr einlassen\u201c, sagt er. \u201eDas halte ich f\u00fcr r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es gibt neue Zahlen zur Mobilfunkversorgung in Deutschland. 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