{"id":592410,"date":"2025-11-21T18:47:20","date_gmt":"2025-11-21T18:47:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592410\/"},"modified":"2025-11-21T18:47:20","modified_gmt":"2025-11-21T18:47:20","slug":"existenzrecht-israels-darf-geleugnet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592410\/","title":{"rendered":"Existenzrecht Israels darf geleugnet werden"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Einer angek\u00fcndigten Demonstration mit rund 50 Teilnehmenden darf nicht generell verboten werden, Israel das Existenzrecht abzusprechen. Diese Entscheidung hat das Oberverwaltungsgericht getroffen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zuvor waren den Anmeldern einer pro-pal\u00e4stinensischen Demonstration \u2013 die am Samstag mit rund 50 Teilnehmenden durch D\u00fcsseldorf ziehen will \u2013 entsprechende \u00c4u\u00dferungen von dem D\u00fcsseldorfer Polizeipr\u00e4sidium verboten worden. Eine Beschwerde der Demo-Anmelder beim D\u00fcsseldorfer Verwaltungsgericht wurde abgelehnt. Die Polizei hatte zudem verf\u00fcgt, dass die im Versammlungsmotto genannten Parolen \u201eFrom the river to the sea\u201c, \u201eThere is only one state \u2013 Palestine `48\u201c und \u201eYalla, yalla, Intifada\u201c nur einmal zu Beginn der Versammlung verlesen werden d\u00fcrften und danach verboten seien.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das teilweise Verbot zumindest zweier Parolen best\u00e4tigte nun das Oberverwaltungsgericht. Zur Begr\u00fcndung hei\u00dft es in einer Mitteilung des Gerichts, das Existenzrechts Israels in Abrede zu stellen, verwirkliche f\u00fcr sich genommen keinen Straftatbestand. \u201eVielmehr unterfallen eine kritische Auseinandersetzung mit der Staatsgr\u00fcndung Israels und die Forderung nach einer friedlich zu vollziehenden Ver\u00e4nderung bestehender Verh\u00e4ltnisse grunds\u00e4tzlich dem Schutz der Meinungsfreiheit.\u201c Umst\u00e4nde, die f\u00fcr eine m\u00f6gliche Einordnung solcher \u00c4u\u00dferungen etwa als Volksverhetzung hinzutreten m\u00fcssten, habe die Polizei \u201enicht aufgezeigt\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Verbot der Verwendung der \u201ePalestine\u201948\u201c-Parole sei gleicherma\u00dfen rechtswidrig, weil insbesondere kein konkreter Bezug zur in Deutschland als Terrororganisation verbotenen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hamas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamas<\/a> zu erkennen sei. Anders, urteilt das Gericht weiter, sehe es bei der \u201eIntifada\u201c-Parole aus. \u201eDiese \u00c4u\u00dferung kann vor dem Hintergrund des anhaltenden Gaza-Konflikts nicht als blo\u00dfe Aufforderung zu friedlichem Protest verstanden werden, sondern stellt sich aus Sicht eines unbefangenen Beobachters als Sympathiebekundung f\u00fcr die durch radikale Pal\u00e4stinenser ver\u00fcbten Gewalttaten gegen israelische Zivilisten und Mitglieder der IDF w\u00e4hrend der ersten und zweiten Intifada dar\u201c, hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung w\u00f6rtlich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob die Verwendung der \u201eFrom the river to the sea\u201c-Parole strafbar ist, weil es sich dabei um ein Kennzeichen der Hamas handelt, sei im Eilverfahren nicht abschlie\u00dfend zu kl\u00e4ren. \u201eHier allerdings \u00fcberwiegt das \u00f6ffentliche Interesse an einem Verbot dieser Parole\u201c, schreibt das Oberverwaltungsgericht dazu. Denn auch ohne deren fortgesetzte Verwendung sei das Anliegen der Versammlung ausreichend \u00f6ffentlich kommunizierbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einer angek\u00fcndigten Demonstration mit rund 50 Teilnehmenden darf nicht generell verboten werden, Israel das Existenzrecht abzusprechen. 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