{"id":592464,"date":"2025-11-21T19:17:18","date_gmt":"2025-11-21T19:17:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592464\/"},"modified":"2025-11-21T19:17:18","modified_gmt":"2025-11-21T19:17:18","slug":"vorwuerfe-gegen-weimer-firmenanteile-auf-eis-gelegt-kritik-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592464\/","title":{"rendered":"Vorw\u00fcrfe gegen Weimer: Firmenanteile auf Eis gelegt, Kritik bleibt"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/weimer-116.jpg\" alt=\"Wolfram Weimer\" title=\"Wolfram Weimer | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 21.11.2025 16:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Kulturstaatsminister Weimer \u00fcbertr\u00e4gt seine Anteile an der Weimer Media Group einem Treuh\u00e4nder. Seinen Kritikern reicht das nicht. Die Firma bleibe in der Familie, kritisiert Lobbycontrol.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/iris-sayram-105.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Iris Sayram\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/sayram-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch Anfang der Woche, sagte Wolfram Weimer (parteilos) im Deutschlandfunk zu den Vorw\u00fcrfen um das Unternehmen Weimer Media Group (WMG): &#8222;Ich halte mich an die Regeln des Gesetzes, des Ministergesetzes und der Compliance-Regeln und daher habe ich, als ich Minister wurde, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrert\u00e4tigkeit niedergelegt. Wir waren beim Handelsregister und haben das eintragen lassen. Seitdem bin ich aus dem Verlag drau\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch richtig drau\u00dfen war er zu dem Zeitpunkt nicht. Wie das Unternehmen gegen\u00fcber dem ARD-Hauptstadtstudio mitteilte, hielt Weimer da noch 50 Prozent der Anteile. Gestern k\u00fcndigte er an, diese f\u00fcr die Dauer seiner Amtszeit als Kulturstaatsminister nun treuh\u00e4nderisch verwalten zu lassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Stimmberechtigt war Weimer bereits vorher nicht mehr und offiziell auch nicht an der Gewinnaussch\u00fcttung beteiligt. F\u00fcr Weimer scheint der Fall damit erledigt: &#8222;Ich vollziehe diese Trennung allein, um jeglichen Anschein eines Interessenkonflikts zu vermeiden, der indes tats\u00e4chlich nie bestanden hat&#8220;, so der Minister.<\/p>\n<p>    Lobbycontrol sieht Vorwurf nicht ausger\u00e4umt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dem widerspricht der Verein Lobbycontrol: &#8222;Das \u00e4ndert nichts grundlegend an der problematischen Interessenverquickung&#8220;, sagt Timo Lange. Die Firma verbleibe weiterhin in der Familie, weil Weimers Frau die anderen 50 Prozent an der WMG halte. Zudem geht bei einer treuh\u00e4nderischen Verwaltung zwar rechtlich das Eigentum auf den Treuh\u00e4nder \u00fcber, der wirtschaftliche Eigent\u00fcmer hingegen bleibt der sogenannte Treugeber &#8211; in diesem Falle Wolfram Weimer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch f\u00fcr die Opposition hat sich damit der im Raum stehende Interessenkonflikt nicht gel\u00f6st. F\u00fcr Sven Lehmann (Gr\u00fcne) bleiben Fragen offen, ob etwa die WMG \u00f6ffentliche Zuwendungen erhalten habe. Dies ist teils schon einger\u00e4umt. Das bayerische Wirtschaftsministerium best\u00e4tigte, dass zwischen den Jahren 2022 und 2025 in etwa 455.000 Euro F\u00f6rdermittel von der staatlichen F\u00f6rderbank an die WMG geflossen sind. Bayern hat nun eine Compliance-Pr\u00fcfung angeordnet. Die AfD fordert Weimers R\u00fccktritt.<\/p>\n<p>    Eindruck Politikerkontakte finanziell zu vermarkten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der jetzige Ausl\u00f6ser der j\u00fcngsten Vorw\u00fcrfe betreffen vor allem den von der WMG organisierten Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee. Ein seit Jahren stattfindendes Treffen von Politikern, Unternehmern und Medien. Bundestagspr\u00e4sidentin Julia Kl\u00f6ckner (CDU) nannte es &#8222;Davos von Deutschland&#8220;. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) fungierte bislang als Schirmherr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Redner sind neben Marie-Agnes Strack-Zimmermann auch Pers\u00f6nlichkeiten aus dem aktuellen Kabinett Merz aufgef\u00fchrt: Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) oder Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Veranstalterin Christiane Goetz-Weimer nannte den Gipfel &#8222;quasi Keimzelle der neuen Bundesregierung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Online-Portal Apollo News hat sich als an dem Treffen interessierter Unternehmer ausgegeben und mehre Pr\u00e4sentationen von der WMG direkt erhalten, so das Portal. Darin hei\u00dft es unter der \u00dcberschrift: &#8222;Ihre Top-Assets&#8220;: &#8222;Einfluss auf die politischen Entscheidungstr\u00e4ger&#8220; und auch &#8222;Einfluss auf die \u00f6ffentliche Meinungsbildung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch mit einer bundesweiten Berichterstattung wird geworben. Unternehmer k\u00f6nnen verschiedene &#8222;Pakete&#8220; buchen &#8211; das sogenannte Mont Blanc Paket wird mit 80.000 Euro netto angeboten.<\/p>\n<p>    Portal machte Vorw\u00fcrfe bekannt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Online-Portal Apollo News wird von einigen Medien als rechtspopulistisch bezeichnet. Nach eigenen Angaben war der Chefredakteur des Portals, Max Mannhart, Mitglied der Chefredaktion von\u00a0Nius, davor arbeitete er f\u00fcr Tichys Einblick.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Weimer selbst sprach in der Welt Anfang der Woche von einer Kampagne gegen ihn. Doch Bedenken, dass ein einflussreicher Medienunternehmer zum wichtigsten Medienpolitiker aufsteigt, gab es bereits schon vorher aus unterschiedlichen politischen Richtungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So hatte B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen bereits im Sommer in einer parlamentarischen Anfrage kritische Fragen zum Ludwig-Erhard-Gipfel gestellt. In der Antwort die Bundesregierung vom 4.8.2025 hie\u00df es unter anderem: &#8222;Der Staatsminister Dr. Wolfram Weimer hat die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Weimer Media Group mit seinem ersten Amtstag als Staatsminister niedergelegt und die Verlagsgruppe verlassen.&#8220; Der verbliebene 50-Prozent-Anteil blieb da noch unerw\u00e4hnt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehr zu diesem Thema <a href=\"https:\/\/www.ardaudiothek.de\/sendung\/berlin-code-aus-dem-ard-hauptstadtstudio-mit-linda-zervakis\/14053111\/\" title=\"ARD-Hauptstadtstudio: Berlin Code\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">h\u00f6ren Sie im Podcast Berlin Code.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.11.2025 16:59 Uhr Kulturstaatsminister Weimer \u00fcbertr\u00e4gt seine Anteile an der Weimer Media Group einem Treuh\u00e4nder. 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