{"id":592662,"date":"2025-11-21T21:13:15","date_gmt":"2025-11-21T21:13:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592662\/"},"modified":"2025-11-21T21:13:15","modified_gmt":"2025-11-21T21:13:15","slug":"auf-den-truemmern-der-ukraine-europa-schaut-zu-wie-trump-und-putin-kasse-machen-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/592662\/","title":{"rendered":"Auf den Tr\u00fcmmern der Ukraine: Europa schaut zu, wie Trump und Putin Kasse machen | Politik"},"content":{"rendered":"<p>Washington\/Kiew\/Moskau \u2013<b> Machen Trump und Kreml-Despot Putin jetzt den gro\u00dfen Reibach auf dem R\u00fccken der Ukraine?<\/b><\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Laut US-Plan f\u00fcr einen Frieden zwischen Aggressor Putin und der Ukraine soll ein globales Ma\u00dfnahmenpaket die von Russland verw\u00fcstete Ukraine wiederaufbauen \u2013 mit massiver US-Beteiligung und wirtschaftsgetriebenen Interessen. <\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Die USA sollen satte 50 Prozent der Gewinne aus dem Wiederaufbau der Ukraine kassieren. Die Pl\u00e4ne ver\u00f6ffentlichte das US-Medium Axios. Brisant: Die EU soll 100 Milliarden Dollar beisteuern, um das amerikanische Gesch\u00e4ftsmodell abzusichern. Noch dazu sollen eingefrorene EU-Gelder (ca. 300 Mrd. US-Dollar) freigegeben werden, w\u00e4hrend der Rest der russischen Verm\u00f6gen in einen gemeinsamen US-russischen Investmentfonds flie\u00dft \u2013 angeblich, um \u201egemeinsame Interessen zu st\u00e4rken\u201c und \u201ek\u00fcnftige Konflikte zu verhindern\u201c.<\/p>\n<p>\u25b6\ufe0e Die Ukraine soll ihr industrielles Herz, den Donbass, abtreten \u2013 als Preis f\u00fcr den \u201eFrieden\u201c. Der Donbass ist f\u00fcr die Ukraine wirtschaftlich wegen seiner reichen Kohle- und Erzreserven sowie seiner Schwerindustrie (Stahl, Maschinenbau) von zentraler Bedeutung. Dazu sollen Sanktionen gegen Russland Schritt f\u00fcr Schritt fallen \u2013 lange bevor Putin Verantwortung \u00fcbernimmt oder Reparationen zahlt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Warmer Empfang: US-Pr\u00e4sident Trump begr\u00fc\u00dft Russland-Despot Putin auf dem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt Elmendorf-Richardson in Anchorage (Alaska) am 15. August 2025\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/4d819a5b2aebef0ac7e8492b9dcd3ee4,64f7b5bd\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Warmer Empfang: US-Pr\u00e4sident Trump begr\u00fc\u00dft Russland-Despot Putin auf dem Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt Elmendorf-Richardson in Anchorage (Alaska) am 15. August 2025<\/p>\n<p>Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS\/AFP<\/p>\n<p>\u201eWichtigste Rohstoffe bleiben in Ukraine\u201c<\/p>\n<p>Diplom-Geologe Harald Elsner von der Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sagt: Die wichtigsten Rohstoffe bleiben dem Plan nach im ukrainischen Teil. \u201eDie Titanmineralvorkommen waren vor dem Krieg mit das Wichtigste, was die Ukraine produziert und auch exportiert hat. So wurden sie zum Beispiel auf der Krim zu Titanwei\u00df verarbeitet und in Russland zu Titanmetall, das vor allem f\u00fcr den Bau von Flugzeugen ben\u00f6tigt wird\u201c, so Elsner zu BILD.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p><b>Hintergrund: <\/b>Im Jahr 2021 exportierte die Ukraine gut 549.000 Ton\u00adnen Titan-Erze und -Konzentrate im Wert von etwa 159 Mio. US-Dollar. Seit Putin 2022 das Land \u00fcberfiel, ist der Export um 96 Prozent eingebrochen.<\/p>\n<p>\u201eEuropa steht nicht auf der Gewinnerseite\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr den Finanz\u00f6konomen und Gr\u00fcndungsdirektor des Leibniz-Instituts f\u00fcr Finanzmarktforschung Jan Pieter Krahnen steht fest: \u201eWenn sich Donald Trump und Wladimir Putin auf einen Deal verst\u00e4ndigen, steht Europa am Ende nicht auf der Gewinnerseite.\u201c Krahnen weiter: \u201eWir haben uns selbst in die schwache Position gebracht.\u201c<\/p>\n<p>Der \u00d6konom sagt, nur die USA w\u00fcrden aus einem m\u00f6glichen Ukraine-Friedensdeal die besten Karten ziehen \u2013 etwa bei Infrastruktur- und Rohstoffprojekten. \u201eAmerika wird sich die besten Projekte sichern, das ist klar.\u201c F\u00fcr Europa bleibe vor allem die Rolle des Mitfinanzierers.<\/p>\n<p><b>Deutschland, so Krahnen, trage dabei die Hauptlast: \u201eWir haben viel geleistet, aber unsere Wirtschaftskraft hat sich politisch kaum in Einfluss \u00fcbersetzt.\u201c<\/b><\/p>\n<p>Brisant: \u201eDie Sanktionen werden sehr schnell weg sein \u2013 die Interessen drehen schnell um.\u201c F\u00fcr eingefrorene Gelder in gesch\u00e4tzt dreistelliger Milliardenh\u00f6he sieht Krahnen wenig Wirkung zur Beeinflussung Russlands: \u201eDie eingefrorenen Gelder werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem zuk\u00fcnftigen Friedensschluss ohne Abstriche an Russland zur\u00fcckgegeben \u2013 daf\u00fcr spricht einiges.\u201c<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Der Direktor des Wiener Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (WIFO) Prof. Gabriel Felbermayr ist sogar optimistisch. Er zu BILD: \u201eDie Chancen \u00fcberwiegen die Risiken um ein Vielfaches, und zwar in allen Sektoren, von der Energiewirtschaft, \u00fcber den Maschinenbau hin zur Finanzwirtschaft.\u201c <\/p>\n<p><b>Der Wiederaufbau in der Ukraine k\u00f6nne \u201epotenziell die Deindustrialisierung Deutschlands bremsen und die Energiepreise stabilisieren.\u201c Das, so Felbermayr, w\u00fcrde bei der \u201eBew\u00e4ltigung der zentralen Krisen Europas helfen.\u201c <\/b><\/p>\n<p><b>Aber nur, sofern sich Deutschland einbringe.<\/b><\/p>\n<p><b>Zur Person<\/b><\/p>\n<p><b>Prof. Gabriel Felbermayr <\/b>(49) ist Direktor des Wiener Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung, arbeitete bei McKinsey in Wien, lehrte anschlie\u00dfend an den Universit\u00e4ten T\u00fcbingen, Hohenheim und M\u00fcnchen, wo er das ifo Zentrum f\u00fcr Au\u00dfenwirtschaft leitete, und war sp\u00e4ter Pr\u00e4sident des Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel.<\/p>\n<p><b>Prof. Jan Pieter Krahnen<\/b> (68) ist Direktor des Leibniz-Instituts f\u00fcr Finanzmarktforschung SAFE in Frankfurt und Professor f\u00fcr Finanzwirtschaft an der Goethe-Universit\u00e4t. Er war Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums sowie in der EU-Expertengruppe f\u00fcr Bankenregulierung, lehrte zuvor an den Universit\u00e4ten K\u00f6ln und Gie\u00dfen und ist Mitherausgeber mehrerer Fachzeitschriften zur Finanzmarktpolitik.<\/p>\n<p><b>Dr. Harald Elsner<\/b> arbeitet als Wirtschaftsgeologe bei der Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Dort ist er seit mehr als 21 Jahren t\u00e4tig. Er hat an der Leibniz-Uni in Hannover studiert und u. a. in Ostafrika, Australien und der Mongolei geforscht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington\/Kiew\/Moskau \u2013 Machen Trump und Kreml-Despot Putin jetzt den gro\u00dfen Reibach auf dem R\u00fccken der Ukraine? \u25b6\ufe0e Laut&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":592663,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,3083,14,15,3082,307,12,42522,317],"class_list":{"0":"post-592662","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-krim","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-putin-wladimir","20":"tag-russland","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-staatliche-sanktionen","23":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115589756508908449","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/592662","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=592662"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/592662\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/592663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=592662"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=592662"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=592662"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}