{"id":59280,"date":"2025-04-25T05:09:10","date_gmt":"2025-04-25T05:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/59280\/"},"modified":"2025-04-25T05:09:10","modified_gmt":"2025-04-25T05:09:10","slug":"hannover-der-grosse-frust-warum-online-dating-krank-machen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/59280\/","title":{"rendered":"Hannover | Der gro\u00dfe Frust &#8211; warum Online-Dating krank machen kann"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Hannover (dpa) &#8211; Augenkontakt, ein ermutigendes Zwinkern, dann ein L\u00e4cheln, schlie\u00dflich ein romantisches Treffen: Doch so einfach ist die Suche nach der gro\u00dfen Liebe meist nicht. Wer noch wei\u00df, wie schwer die ersten Flirtversuche sind, bevorzugt vermutlich eine unkompliziertere Variante: Online-Dating.\u00a0<\/p>\n<p>Aber auch daran scheiden sich die Geister &#8211; negative Gef\u00fchle wie Frust, Stress und Wut scheinen einfach dazuzugeh\u00f6ren, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufm\u00e4nnische Krankenkasse ergab. Und es kann noch schlimmer ausgehen, die Kasse warnt vor dem sogenannten Online-Dating-Burnout.\u00a0<\/p>\n<p>Zwar d\u00fcrfte auch sch\u00fcchternen Menschen das Flirten in den g\u00e4ngigen Apps leichter fallen &#8211; das Swipen, Liken und Matchen gilt als bequem und unverbindlich. Aber: Bei 59 Prozent der Befragten zwischen 18 und 60 Jahren habe die Partnersuche per Internet \u00abemotionale Ersch\u00f6pfung und Frustration ausgel\u00f6st\u00bb, teilte die Krankenversicherung mit.<\/p>\n<p>Depressive Verstimmung, Stress, Wut und Scham<\/p>\n<p>37 Prozent hatten mit Traurigkeit oder depressiver Verstimmung zu k\u00e4mpfen, 30 Prozent f\u00fchlten sich etwa wegen der gro\u00dfen Auswahl an potenziellen Partnerinnen und Partnern gestresst. Bei immerhin 28 Prozent l\u00f6ste die Partnersuche im Internet \u00c4rger oder Wut aus, knapp jeder f\u00fcnfte Nutzer oder jede f\u00fcnfte Nutzerin empfand demnach beim Online-Dating Scham.<\/p>\n<p>F\u00fcr die repr\u00e4sentative Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 31. Januar bis 14. Februar online bundesweit 1.010 Singles im Alter von 18 bis 60 Jahren, die offen f\u00fcr eine Partnerschaft waren. Die Krankenversicherung z\u00e4hlt mit rund 1,5 Millionen Versicherten zu den gr\u00f6\u00dften bundesweiten Kassen.\u00a0<\/p>\n<p>Vor allem M\u00e4nner empf\u00e4nglich f\u00fcr Online-Dating<\/p>\n<p>Insgesamt schauten sich der Umfrage zufolge 59 Prozent der befragten Singles schon einmal auf Online-Kontaktb\u00f6rsen, Dating-Portalen oder -Apps oder auch Social-Media-Plattformen nach potenziellen Partnern um &#8211; 41 Prozent verzichteten darauf.\u00a0<\/p>\n<p>Vor allem M\u00e4nner sind offensichtlich empf\u00e4nglich daf\u00fcr, das Gl\u00fcck zu zweit im Netz zu suchen: Unter ihnen waren es 62 Prozent, bei den Frauen 55 Prozent. Und gefragt ist Online-Dating vor allem bei 30- bis 49-J\u00e4hrigen, von denen 68 Prozent schon einmal online nach einem \u00abMatch\u00bb gesucht haben.\u00a0<\/p>\n<p>Doch warum kommt es zu negativen Gef\u00fchlen bei der Partnersuche via Internet? Laut Umfrage bekamen 54 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer keine Antwort auf ihre Nachricht oder sie wurden geghostet &#8211; der Kontakt wurde also abgebrochen.<\/p>\n<p>Oberfl\u00e4chlichkeit oder nur sexuelles Interesse empfanden 46 Prozent der Befragten &#8211; das betraf vor allem Frauen (61 Prozent). Unter den M\u00e4nnern waren es 35 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>44 Prozent der Nutzer hatten den Eindruck, Profile seien unehrlich oder gesch\u00f6nt, 32 Prozent f\u00fchlten sich eher wie eine Ware. Und jeder dritte Befragte (34 Prozent) fand beim Online-Dating schlicht niemanden, der &#8211; oder die &#8211; geeignet war.\u00a0<\/p>\n<p>Warnung vor zu hohen Erwartungen<\/p>\n<p>Auch ein Problem: Die teils hohen eigenen Erwartungen, die Richtige oder den Richtigen zu finden. Fest steht: \u00abWer hier trotz hohem Invest an Freizeit, teils an Emotionen und auch Geld negative Erfahrungen macht, die mitunter am Selbstwert kratzen, kann einen Online-Dating-Burnout entwickeln\u00bb, sagte Psychologin Isabelle Wenck.\u00a0<\/p>\n<p>Dies sei mit einem krankhaften Burnout etwa wegen hoher Arbeitsbelastung nicht zu vergleichen &#8211; \u00abauch wenn Symptome wie Antriebslosigkeit oder emotionale Ersch\u00f6pfung daran erinnern\u00bb. Es handele sich um ein psychosomatisches Syndrom, das durch Frust und Stress beim Kn\u00fcpfen digitaler Kontakte entstehen k\u00f6nne. Genaue Zahlen dazu lagen nicht vor.<\/p>\n<p>Der erste Schritt sei, sich rechtzeitig zu fragen, ob die Partnersuche im Netz seelisch zu sehr belastet, riet Wenck. \u00abF\u00fcr den Fall ist es ratsam, Online-Zeiten und Kontakte zu reduzieren oder sogar erst einmal zu pausieren.\u00bb Wer es dann erneut mit dem Online-Dating versuchen wolle, solle seine Erwartungen und Ziele nicht zu hoch schrauben. Sie mahnte \u00abreale Interaktionen in der Freizeit\u00bb an: \u00abDamit lassen sich Entt\u00e4uschungen beim Online-Dating besser abfedern.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Lieber im echten Leben jemanden kennenlernen<\/p>\n<p>Doch auch wenn Online-Dating weit verbreitet ist, w\u00fcnschen sich viele Menschen im Grunde doch eine etwas romantischere erste Begegnung: Nach einer fr\u00fcheren Umfrage des Branchenverbands Bitkom w\u00fcrden mehr als drei Viertel der Nutzerinnen und Nutzer von Online-Dating-Plattformen lieber im realen Leben jemanden kennenlernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hannover (dpa) &#8211; Augenkontakt, ein ermutigendes Zwinkern, dann ein L\u00e4cheln, schlie\u00dflich ein romantisches Treffen: Doch so einfach ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":59281,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,2507,30,1724,141,46,198,1411,193],"class_list":{"0":"post-59280","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-freizeit","11":"tag-germany","12":"tag-gesellschaft","13":"tag-gesundheit","14":"tag-hannover","15":"tag-internet","16":"tag-niedersachsen","17":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114396880319993757","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59280","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59280"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59280\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}