{"id":593266,"date":"2025-11-22T03:18:18","date_gmt":"2025-11-22T03:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593266\/"},"modified":"2025-11-22T03:18:18","modified_gmt":"2025-11-22T03:18:18","slug":"wohnen-in-der-umgedrehten-kommode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593266\/","title":{"rendered":"Wohnen in der \u201eUmgedrehten Kommode\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Umgedrehte Kommode: Vom riesigen Wassertank zum modernen Wohnen<\/p>\n<p>Das bekannte Bremer Wahrzeichen soll k\u00fcnftig modernen Wohnraum bieten. Der Bauantrag f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/umgedrehte-kommode.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">\u201eUmgedrehte Kommode\u201c<\/a> ist von den Investoren bereits im Juli 2025 eingereicht worden. Im Fr\u00fchjahr 2026 soll der knapp 40 Millionen teure Umbau des \u00fcber 150 Jahre alten Wasserturms auf dem Stadtwerder starten. Der riesige Backsteinbau an der Weser ist eine markante Sehensw\u00fcrdigkeit und w\u00fcrde somit seit vielen Jahren des praktischen Leerstandes wieder eine Nutzung erfahren.<\/p>\n<p>Bremer Wahrzeichen mit historischer Bedeutung f\u00fcr die Stadt<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-279604\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Wasserkunst_Umgedrehte-kommode-300x214.jpg\" alt=\"Umgedrehte Kommode Bremen\" width=\"445\" height=\"318\"  \/>Die Umbauphase der \u201eUmgedrehten Kommode\u201c auf dem Stadtwerder in Bremen soll bereits Anfang 2026 starten. Matthias S\u00fc\u00dfen <\/p>\n<p>Mit der Industrialisierung wuchs der Wasserbedarf in der Hansestadt Bremen. Eine leistungsf\u00e4higere Wasserversorgung war gefragt. So begann Oberbaurat Friedrich Rudolph Theodor Berg in den 1850er-Jahren, ein Wasserwerk auf dem Stadtwerder zu planen. Drei Jahre dauerte der Bau, zu dem der markante Wasserturm mit zwei Wasserbeh\u00e4ltern aus Stahl mit einem Fassungsverm\u00f6gen von jeweils 1700 Kubikmetern geh\u00f6rte. 1873 ging das Bauwerk der Wasserkunst in Betrieb und versorgte viele Jahre die Innenstadt sowie umliegende Stadtteile mit lebenswichtigem Trinkwasser.<\/p>\n<p>1983 wurde das Wasserwerk stillgelegt. Die Wasserversorgung konnte einfach durch den Fortschritt der Technik effizienter geregelt werden.\u00a0 Danach diente es nur noch als Wasserspeicher f\u00fcr die Versorgung der Brauerei Beck &amp; Co. Im Jahr 2008 wurden dann die letzten 800.000 Liter Wasser abgelassen. Heute ist der Wasserturm eines der Wahrzeichen der Hansestadt und unter dem Spitznamen \u201eUmgedrehte Kommode\u201c \u00fcber Bremens Grenzen hinweg bekannt. Besonders kennzeichnend sind die vier 47 Meter hohen Eckt\u00fcrme. Sie ragen wie Beine in den Himmel und erwecken so den Eindruck einer auf den Kopf gestellten Kommode. Obwohl das Geb\u00e4ude eine st\u00e4dtebaulich bedeutsame Landmarke darstellt, konnte dem riesigen, historistischen Backsteinbau seitdem keine Verwendung mehr zugeordnet werden.<\/p>\n<p>Zahlreiche Zwischennutzungen und Konzepte in der Vergangenheit<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-279606\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/geschichte-wasserwerk-bremen-300x277.jpg\" alt=\"Staatsarchiv Bremen\" width=\"441\" height=\"407\"  \/>Eine alte Zeichnung des ehemaligen Wasserwerkes in Bremen in der N\u00e4he der Innenstadt. Staatsarchiv Bremen<\/p>\n<p>Viele Ideen gab es f\u00fcr das 1978 als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellte Geb\u00e4ude: Ein Museum sollte die \u201eUmgedrehte Kommode\u201c zeitweise werden. Im Gespr\u00e4ch war sie auch als Caf\u00e9 oder Restaurant mit einem fantastischen Ausblick auf die Bremer Altstadt. Des Weiteren war die Rede von einem gl\u00e4sernen Fahrstuhl an der Au\u00dfenseite des Geb\u00e4udes. Doch all diese Pl\u00e4ne scheiterten am Denkmalschutz. Ab und zu wurde das altehrw\u00fcrdige Geb\u00e4ude zum Ort f\u00fcr Zwischennutzungen in Form von Kunstprojekten, Ausstellungen und Feiern.<\/p>\n<p>Nun soll der \u00fcber 150 Jahre alten<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wasserturm_auf_dem_Werder\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\" data-wpel-link=\"external\"> \u201eUmgedrehten Kommode\u201c<\/a> sowie dem benachbarten Kesselhaus neues Leben eingehaucht werden. Die Investoren Amer Sandawi, Wolfgang Weber, Jost Westphal und Jens L\u00fctjen planen laut Weser-Kurier mit einem Projektvolumen von rund 40 Millionen Euro den Umbau der Sehensw\u00fcrdigkeit. 28 Wohnungen in einer Gr\u00f6\u00dfe von 50 bis 250 Quadratmetern stehen im Ende Juli eingereichten Bauantrag, der in enger Abstimmung mit der Bremer Baubeh\u00f6rde eingereicht wurde.<\/p>\n<p>Die Bremer Baubeh\u00f6rde begr\u00fc\u00dft die Pl\u00e4ne auf dem Stadtwerder: \u201eIch freue mich sehr, dass der Bauantrag f\u00fcr dieses architektonisch, bautechnisch und funktional herausfordernde Projekt eingereicht wurde\u201c, sagte die Senatsbaudirektorin Iris Reuther zu dem Vorhaben. Auf Basis des Baulandmobilisierungsgesetzes k\u00f6nne laut der Verantwortlichen nun die geplante Nutzung genehmigt werden. Die Arbeiten sollen laut den Investoren bereits im Fr\u00fchjahr 2026 beginnen. Bis Ende 2027 soll das Projekt nach einer Bauzeit von zwei Jahren abgeschlossen sein. Dann soll in der \u201eUmgedrehten Kommode\u201c Wohnen nach modernen Standards nachhaltig und teils barrierefrei m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Autoren: Daniela Conrady \/ Tjark Worthmann<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren<\/p>\n<p>Von adn_admin<a href=\"https:\/\/spot-bremen.de\/magazin\/redaktion\/adn_admin\/\" class=\"red-btn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Artikel von <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Umgedrehte Kommode: Vom riesigen Wassertank zum modernen Wohnen Das bekannte Bremer Wahrzeichen soll k\u00fcnftig modernen Wohnraum bieten.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":593267,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-593266","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115591191365014078","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=593266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593266\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/593267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=593266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=593266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=593266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}