{"id":593338,"date":"2025-11-22T03:58:15","date_gmt":"2025-11-22T03:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593338\/"},"modified":"2025-11-22T03:58:15","modified_gmt":"2025-11-22T03:58:15","slug":"warum-sie-nicht-reden-wollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593338\/","title":{"rendered":"Warum sie nicht reden wollen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17\">Der nette Herr von der Facebook-Nachricht selbst ist noch besch\u00e4ftigt, auf LinkedIn ist zu sehen, dass er beruflich erfolgreich ist. Die Namen zweier Frauen stehen in seiner Nachricht noch, und eine mit t\u00fcrkischem Namen ruft nach einem erfolglosen Anruf bald zur\u00fcck. Es ist kurz nach zehn Uhr, sie sitzt im Zug auf der R\u00fcckfahrt von <a target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/berlin.t-online.de\/region\/berlin\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a>, neben ihr ruft ab und an eine Person etwas rein, das ist die zweite weibliche Ansprechpartnerin. Der t-online-Journalist ist der Erste, mit dem das Team spricht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">F\u00fcr ein Interview ist es \u00fcblich, sich erst einmal &#8222;aufzuw\u00e4rmen&#8220;, Rahmenbedingungen zu kl\u00e4ren, im Hintergrund zu sprechen. Alle drei m\u00f6chten nicht mit Namen auftauchen. Schade, Transparenz untermauert Glaubw\u00fcrdigkeit, aber es ist verst\u00e4ndlich. Wenn von gef\u00e4hrdeter Meinungsfreiheit in Deutschland die Rede ist und von Menschen, die sich nicht mehr trauen, ihre Meinung zu sagen, dann geht es auch um Angst vor rechten Shitstorms und Nachstellungen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Sto\u00dfrichtung ist leicht vorstellbar, die Aktion wird am Morgen selbst von anderen Menschen mit Migrationshintergrund bereits auch heftig kritisiert: Hasan Alkas, Professor f\u00fcr Mikro\u00f6konomie an der Hochschule Rhein-Waal, spricht auf X von &#8222;blanker Manierlosigkeit&#8220;, wenn Stipendiaten einer deutschen Stiftung bei der Rede des Bundeskanzlers demonstrativ den Saal verlassen. &#8222;Wer F\u00f6rderung erh\u00e4lt, sollte zuerst Respekt und Grundanstand beherrschen oder das Stipendium abgeben.&#8220; Auch um solche Stimmen wird es im Interview gehen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Oder um die entgegengesetzte Perspektive, zu finden bei dem Lungenspezialisten Cihan Celik vom Klinikum Darmstadt, der f\u00fcr seine Aufkl\u00e4rungsarbeit in den Medien zur Corona-Zeit das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. &#8222;Einige st\u00f6rt es, dass gebildete B\u00fcrger mit Migrationsgeschichte sichtbarer werden, Sensibilit\u00e4ten artikulieren und Teilhabe einfordern&#8220;, schreibt er auf Twitter. Das alte Bild des anspruchslosen migrantischen Arbeiters \u2013 &#8222;malochen, schweigen, Projektionsfl\u00e4che sein&#8220; \u2013 sei vorbei.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Finden sich die Stipendiaten darin wieder?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch darum soll es gehen. Doch zun\u00e4chst einmal um Grunds\u00e4tzliches, vor den eigentlichen Fragen. Wie sind sie organisiert, wer waren sie \u00fcberhaupt? Stipendiaten, fr\u00fchere Stipendiaten? Waren Mentoren dabei, die als Ratgeber f\u00fcr die Stipendiaten ein zentraler Teil des Programms sind? Teilnehmer erhalten schlie\u00dflich Wissen und Kontakte, aber kein Geld. Die Frau am Telefon sagt etwas dazu und bricht dann ab. Es sei vereinbar, dass alle die Antworten gemeinsam geben. Und nur schriftlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der nette Herr von der Facebook-Nachricht selbst ist noch besch\u00e4ftigt, auf LinkedIn ist zu sehen, dass er beruflich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":593339,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[3028,67192,296,29,140856,291,674,775,13,3659,1028,14,15,141839,12,226,10,8,9,11,672],"class_list":{"0":"post-593338","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-3028","9":"tag-ansprache","10":"tag-berlin","11":"tag-deutschland","12":"tag-deutschlandstiftung","13":"tag-facebook","14":"tag-facebook-messenger","15":"tag-friedrich-merz","16":"tag-headlines","17":"tag-integration","18":"tag-linkedin","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-presseteam","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-t-online","24":"tag-top-news","25":"tag-top-meldungen","26":"tag-topmeldungen","27":"tag-topnews","28":"tag-whatsapp"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115591348969809123","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=593338"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593338\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/593339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=593338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=593338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=593338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}