{"id":593382,"date":"2025-11-22T04:26:19","date_gmt":"2025-11-22T04:26:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593382\/"},"modified":"2025-11-22T04:26:19","modified_gmt":"2025-11-22T04:26:19","slug":"so-schlimm-wie-terrorismus-frankreich-kaempft-gegen-den-drogenhandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593382\/","title":{"rendered":"&#8222;So schlimm wie Terrorismus&#8220;: Frankreich k\u00e4mpft gegen den Drogenhandel"},"content":{"rendered":"<p>Die franz\u00f6sische Regierung will den Kampf gegen den Drogenhandel intensivieren. Laut Justizminister G\u00e9rald Darmanin ist der Drogenhandel heute eine Bedrohung, die &#8222;mindestens genauso gro\u00df ist wie der Terrorismus&#8220;.<\/p>\n<p>Der Justizminister reiste am Donnerstag in Begleitung von Innenminister Laurent Nu\u00f1ez nach Marseille, um sich nach dem Mord an Mehdi Kessaci mit Sicherheitskr\u00e4ften und hohen Richtern zu treffen. Medmi Kessaci wurde am 13. November in Marseille get\u00f6tet und ist der <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2024\/03\/01\/drogenkrieg-von-marseille-warum-sterben-kinder-und-jugendliche-im-kugelhagel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bruder des Umwelt- und Anit-Drogen-Aktivisten Amine Kessaci<\/a>. <\/p>\n<p>Der Mord, der sich am vergangenen Donnerstag am helllichten Tag ereignete, war der dritte seit Anfang Oktober in der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Frankreichs.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass viel mehr getan werden muss&#8220;<\/p>\n<p>Die kriminelle Gruppe DZ Mafia kontrolliert einen Gro\u00dfteil des Drogenhandels in Marseille. G\u00e9rald Darmanin sagte am Donnerstag dazu, dass die Beh\u00f6rden &#8222;schwer&#8220; einen &#8222;sehr, sehr harten Kampf gegen eine kriminelle Organisation, die zweifellos f\u00fcnf bis sechs Milliarden Euro Bargeld macht&#8220;, gewinnen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der Justizminister sagte au\u00dferdem, dass &#8222;das, was auf der Ebene der DZ Mafia passiert, mindestens ein Dutzend andere Departements auch betrifft, insbesondere in S\u00fcdfrankreich&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben andere kriminelle Netzwerke, die wir mit \u00e4u\u00dferster Kraft bek\u00e4mpfen&#8220;, so Darmanin. Er hoffe, dass dank der Mittel des Drogengesetzes eine Antwort auf diese Bedrohung m\u00f6glich sein wird. Eine Bedrohung, die &#8222;enorm t\u00f6tet&#8220; und auf im Land &#8222;mindestens so gro\u00df ist wie Terrorismus&#8220;. <\/p>\n<p>G\u00e9rald Darmanin versprach, dass in K\u00fcrze zus\u00e4tzliche Richter und Gerichtsschreiber zur Verst\u00e4rkung nach Marseille geschickt werden. Man m\u00fcsse auch gegen die Korruption k\u00e4mpfen, &#8222;die die Ermittlungsbeh\u00f6rden betrifft, die m\u00f6glicherweise auch die Gerichte betrifft&#8220;.<\/p>\n<p>Es seien ein Dutzend Ermittlungen eigeleitet worden &#8222;wegen Beamten, die korrumpiert worden sein sollen und die Informationen an kriminelle Organisationen weitergegeben&#8220; haben sollen. <\/p>\n<p>Laurent Nu\u00f1ez erkl\u00e4rte seinerseits am Donnerstag, dass Frankreich &#8222;viel mehr tun&#8220; m\u00fcsse, um den Drogenhandel zu bek\u00e4mpfen. Der Mord an Mehdi Kessaci sei &#8222;ein Verbrechen, das Angst machen soll und darauf abzielt, irgendwo die Republik und den Staat zu treffen&#8220;.<\/p>\n<p>Die Polizei in Marseille geht von einem &#8222;Einsch\u00fcchterungsmord&#8220; aus, der sich gegen seinen Bruder Amine Kessaci richtete. Der Aktivist setzt sich sehr f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des Drogenhandels ein.<\/p>\n<p>Vorschlag neuer Sanktionen gegen das organisierte Verbrechen<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Jean-No\u00ebl Barrot hatte zuvor am Donnerstag vorgeschlagen, auf europ\u00e4ischer Ebene ein \u00fcbergreifendes System zur Bek\u00e4mpfung der Akteure des organisierten Verbrechens einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Laut Regierung soll dieser Vorschlag &#8222;verschiedene Arten von Verbrechen bestrafen&#8220;, darunter den Drogenhandel, der &#8222;eine vorrangige Bedrohung f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit&#8220; darstellt, aber auch den Waffen-, Menschen- und Migrantenhandel sowie Umweltverbrechen.<\/p>\n<p>Der Vorschlag ist Teil eines Aktionsplans zur Bek\u00e4mpfung des Drogenhandels auf internationaler Ebene. Zwischen den nationalen Beh\u00f6rdenist angesichts der Kriminalit\u00e4t eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit erforderlich, die keine Grenzen mehr kennt. <\/p>\n<p>So wurde am vergangenen Sonntag in M\u00e1laga in einer gemeinsamen Aktion der spanischen und ecuadorianischen Polizei der Drogenh\u00e4ndler &#8222;Pipo&#8220; Chavarr\u00eda verhaftet, der sich bei einem Gef\u00e4ngnisaufstand im Jahr 2021 als tot dargestellt hatte.<\/p>\n<p>Die ecuadorianische Regierung sagte, der Drogenh\u00e4ndler habe aus dem Ausland &#8222;Morde in Ecuador in Auftrag gegeben&#8220;, illegale Goldsch\u00fcrfungen kontrolliert und in Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Jalisco New Generation Kartell die Drogenrouten koordiniert.<\/p>\n<p>Dealer aus Marseille weiten ihren Einfluss in Belgien aus<\/p>\n<p>Anfang der Woche rief auch Laurent Nu\u00f1ez zu einer st\u00e4rkeren Zusammenarbeit zwischen den Staaten auf, da die Beh\u00f6rden Drogenh\u00e4ndler aus dem Marseiller Stadtteil Castellane verd\u00e4chtigen, ihre Aktivit\u00e4ten in die belgische Gemeinde Anderlecht ausgeweitet zu haben.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.franceinfo.fr\/societe\/drogue\/trafic-de-drogue-des-dealers-marseillais-s-implantent-en-belgique%5F7624847.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">einer Reportage von France T\u00e9l\u00e9visions<\/a> \u00e4hneln Inschriften und Tags auf Mauern in der Peterbos-Siedlung in Anderlecht in jeder Hinsicht denen, die der Clan von La Castellane verwendet.<\/p>\n<p>&#8222;Dort sieht man 13,17 Euro. 13 steht f\u00fcr Bouches-du-Rh\u00f4ne und 17 f\u00fcr das 17. Arrondissement von Marseille, das es nicht gibt, von dem man aber sagt, es sei der Peterbos&#8220;, erkl\u00e4rt der B\u00fcrgermeister der Stadt, Fabrice Cumps, f\u00fcr den es keinen Zweifel an der Beteiligung der Marseiller Dealer gibt.<\/p>\n<p>&#8222;Es handelt sich um eine sehr professionelle Logistik mit QR-Codes, die es erm\u00f6glichen, die Ware mit Hilfe von Rekrutierungen zu verteilen. All diese Feststellungen, die wir in Marseille getroffen haben, haben wir nach und nach auch hier wiedergefunden. Es hat sich eher eine Partnerschaft entwickelt&#8220;, so der B\u00fcrgermeister..<\/p>\n<p>Im Rahmen der Ermittlungen begab sich Fabrice Cumps in die Castellane, w\u00e4hrend der Staatsanwalt von Marseille, Nicolas Bessonne, nach Belgien reiste. Letzterer erkl\u00e4rte, dass die beiden Parteien &#8222;sich gegenseitig Material, aber auch Arbeitskr\u00e4fte ausleihen&#8220;.<\/p>\n<p>Den Beh\u00f6rden zufolge wurde zwischen den Anf\u00fchrern der Clans von Castellane und der Siedlung Peterbos eine Partnerschaft geschlossen, weil sich die beiden M\u00e4nner mehrmals in Marseille getroffen hatten.<\/p>\n<p>Sie wurden festgenommen und inhaftiert, der eine in Algier und der andere in Belgien, sollen jedoch die kriminellen Operationen ihrer Bande weiterhin von ihren Zellen aus geleitet haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die franz\u00f6sische Regierung will den Kampf gegen den Drogenhandel intensivieren. 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