{"id":593389,"date":"2025-11-22T04:30:53","date_gmt":"2025-11-22T04:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593389\/"},"modified":"2025-11-22T04:30:53","modified_gmt":"2025-11-22T04:30:53","slug":"g20-gipfel-in-johannesburg-merz-will-beziehungen-zu-afrika-vertiefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593389\/","title":{"rendered":"G20-Gipfel in Johannesburg: Merz will Beziehungen zu Afrika vertiefen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gzwanzig-gipfel-106.jpg\" alt=\"Flaggen mit den Konterfeis der Staatschefs h\u00e4ngen in Johannesburg \" title=\"Flaggen mit den Konterfeis der Staatschefs h\u00e4ngen in Johannesburg  | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 21.11.2025 18:28 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Bundesregierung will den G20-Gipfel in S\u00fcdafrika nutzen, um vor allem die Beziehungen zu den afrikanischen Regierungen zu verbessern. Aber auch der Ukraine-Plan der USA d\u00fcrfte Thema werden. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/uli-hauck-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Uli Hauck\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/uli-hauck-105.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bevor es nach Johannesburg geht, wollte der Bundeskanzler am Freitagmorgen noch in der Robert-Reinick-Grundschule in Berlin-Spandau einen Zwischenstopp machen. Doch der Wohlf\u00fchltermin zum bundesweiten Vorlesetag wurde kurzfristig abgesagt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Friedrich Merz (CDU) musste sich am Freitagvormittag um die Ukraine k\u00fcmmern, deshalb mit dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj telefonieren. Sie begr\u00fc\u00dfen die US-Bem\u00fchungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs, wollen aber eng eingebunden werden.<\/p>\n<p>    Abgestimmte europ\u00e4ische Linie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Zeit dr\u00e4ngt, zumal nach Aussage von Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) Deutschland \u00fcber die US-\u00dcberlegungen im Vorfeld nicht informiert worden war. Wadephul begr\u00fc\u00dft zwar, dass in die Sache Bewegung gekommen ist. F\u00fcr ihn ist es aber noch kein Plan, sondern es sind Punkte, die zu diskutieren seien, sagte der CDU-Politiker gestern im ZDF.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor allem weil der Plan zahlreiche Vorschl\u00e4ge enth\u00e4lt, die f\u00fcr Kiew nur schwer zu akzeptieren sein d\u00fcrften, wie: kein NATO-Beitritt, ein kleineres Heer und dauerhaft weitreichende Gebietsabtretungen. Der G20-Gipfel in Johannesburg bietet sich f\u00fcr weitere Abstimmungen an, auch wenn US-Amerikaner, Russen und Chinesen nicht mit am Tisch sitzen. Zumindest die Europ\u00e4er wollen mit einer abgestimmten Linie auftreten.<\/p>\n<p>    Ein selbstbewusster Gastgeber<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei wird eine Unterst\u00fctzung bei Themen wie dem Ukraine-Krieg von den Gastgebern aus S\u00fcdafrika, aber auch von Nationen wie Indien oder Brasilien nicht unbedingt zu erwarten sein. S\u00fcdafrika lasse sich nicht vorschreiben, &#8222;wen es sich zum Feind machen l\u00e4sst&#8220;, sagt Henrik Maihack. Er leitet das Afrika-Referat der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus seiner Sicht k\u00f6nne man es aber auch als Vorteil sehen, &#8222;dass S\u00fcdafrika mit vielen schwierigen Akteuren im Gespr\u00e4ch ist, mit denen Deutschland vielleicht aktuell nicht so sehr im Gespr\u00e4ch ist&#8220;. Zumal sich die S\u00fcdafrikaner immer wieder eingebracht haben &#8211; &#8222;nicht zuletzt \u00fcbrigens auch im Ukraine-Krieg&#8220;.<\/p>\n<p>    Macht- und wirtschaftspolitische Gemeinsamkeiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Merz will die Treffen nutzen, die beim G20-Gipfel und dem darauffolgenden EU-Afrika-Gipfel in Angola anstehen. Allein zahlreiche bilaterale Gespr\u00e4che mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs sind geplant. Afrikaner und Europ\u00e4er stellen in den Vereinten Nationen zusammen 40 Prozent der Stimmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Pfund, das in einer multipolaren Welt immer wichtiger wird, ist Maihack \u00fcberzeugt. &#8222;Europa und Afrika haben zusammen mehr als 80 L\u00e4nder, die alle keine Gro\u00dfmacht sind und die alle davon profitieren, dass die Vereinten Nationen funktionieren, dass der Welthandel funktioniert, und das k\u00f6nnte man viel mehr nutzen, dieses Potenzial.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Konkret wird Deutschland beispielsweise auf afrikanische Stimmen angewiesen sein, wenn es 2027 f\u00fcr einen nicht-st\u00e4ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat kandidiert. Es gibt aber auch wirtschaftliche Gr\u00fcnde, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Denn Afrika hat die weltweit j\u00fcngste Bev\u00f6lkerung, und elf der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften sind auf dem Kontinent.<\/p>\n<p>    Neue Kooperationen im Bereich Rohstoffe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig ist der Handel zwischen der EU und Afrika in den vergangenen Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig gewesen. Die Europ\u00e4er sollten den Gipfel deshalb gemeinsam nutzen, um Rohstoff-Partnerschaften oder Infrastrukturprojekte wie &#8222;Global Gateway&#8220; voranzubringen, sagt Matthias Kr\u00e4mer. Er leitet den Bereich Au\u00dfenwirtschaftspolitik beim Bundesverband der Deutschen Industrie. &#8222;Die Zahl der Projekte, die da tats\u00e4chlich schon laufen, ist nat\u00fcrlich noch \u00fcberschaubar.&#8220; Von daher sei es allerh\u00f6chste Zeit, da konkret zu werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein weiterer wichtiger Punkt f\u00fcr die deutsche Wirtschaft &#8211; neue Kooperationen im Bereich Rohstoffe, um auch die Abh\u00e4ngigkeit von China abzubauen. Die Afrikaner sind an Projekten interessiert, die \u00fcber einen reinen Rohstoff-Export hinausgehen, sagt Kr\u00e4mer: &#8222;Das hei\u00dft, dass man nicht nur Rohstoffe aus diesen L\u00e4ndern exportiert, sondern dass man eben auch Angebote in der Weiterverarbeitung macht, dass auch Wertsch\u00f6pfung in diesen L\u00e4ndern entsteht. Dieses Interesse haben diese L\u00e4nder, und das ist auch verst\u00e4ndlich.&#8220;<\/p>\n<p>    Gute Partnerschaften mit Gleichgesinnten?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ohne Donald Trump und Xi Jingping k\u00f6nnte es m\u00f6glicherweise auf dem ersten G20-Gipfel auf dem afrikanischen Kontinent kein gemeinsames Abschlusskommuniqu\u00e9 geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In einer zunehmend multipolaren Welt k\u00f6nnte es aber auch eher auf gute Partnerschaften mit Gleichgesinnten als auf wachsweiche Papiere ankommen. Der deutsche Kanzler und der Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wollen diese Chance nutzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.11.2025 18:28 Uhr Die Bundesregierung will den G20-Gipfel in S\u00fcdafrika nutzen, um vor allem die Beziehungen zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":593390,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,37169,30,13,182,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-593389","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-g20","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-merz","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115591479031292131","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=593389"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593389\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/593390"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=593389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=593389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=593389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}