{"id":593675,"date":"2025-11-22T07:18:19","date_gmt":"2025-11-22T07:18:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593675\/"},"modified":"2025-11-22T07:18:19","modified_gmt":"2025-11-22T07:18:19","slug":"frankreichs-militaer-warnt-vor-russischer-bedrohung-bis-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593675\/","title":{"rendered":"Frankreichs Milit\u00e4r warnt vor russischer Bedrohung bis 2030"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_politik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 21.11.2025, 18:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/autor\/stefan-braendle-i0ortob07.html\" title=\"Zur Autorenseite von Stefan Br&#xE4;ndle\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" br=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stefan Br\u00e4ndle<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/40545481-chief-of-staff-of-the-french-armed-forces-fabien-mandon-arrives-before-meeting-between-fran.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Der franz&#xF6;sische Generalstabschef Fabien Mandon.\"\/>Der franz\u00f6sische Generalstabschef Fabien Mandon. \u00a9\u00a0Ludovic Marin\/AFP<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Generalstabschef Mandon appelliert an die seelische Kraft der Bev\u00f6lkerung und betont die Gefahr eines hybriden Krieges mit Russland.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Es sind starke Worte, die der franz\u00f6sische Generalstabschef Fabien Mandon vor der Jahresversammlung der B\u00fcrgermeister ge\u00e4u\u00dfert hat. Der h\u00f6chste Milit\u00e4r des Landes erkl\u00e4rte, die Franz\u00f6sinnen und Franzosen m\u00fcssten sich auf einen \u201eSchock in drei, vier Jahren\u201c vorbereiten. Denn Russland plane f\u00fcr sp\u00e4testens 2030 einen Angriff gegen ein Natoland. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Frankreich habe vieles, um Moskau davon abzuhalten, darunter Knowhow, Bev\u00f6lkerungszahl und Wirtschaftsst\u00e4rke, f\u00fchrte Mandon aus. \u201eWas uns fehlt, ist die seelische Kraft, die uns akzeptieren l\u00e4sst, dass es auch schmerzen kann, die Nation zu verteidigen. Wenn unser Land wankt, weil es nicht akzeptieren will, seine Kinder zu verlieren und wirtschaftlich zu leiden \u2013 dann gehen wir ein Risiko ein.\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die vom Fernsehen live \u00fcbertragene Rede des Luftwaffengenerals war noch nicht zu Ende, als die Schlagzeile vom \u201eVerlust der Kinder\u201c durch die Medien ging. In die Verbl\u00fcffung mischte sich teils Verst\u00e4ndnis, aber auch \u00c4rger \u00fcber die \u201eSpr\u00fcche\u201c vom Kriegstod franz\u00f6sischer Kinder.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Sicher scheint: Der abgelesene Passus war kein Versprecher. Mandon suchte wohl bewusst eine Schockwirkung, um seine Landsleute mit dem Wort \u201eKinder\u201c aufzur\u00fctteln. Er stellte noch im gleichen Auftritt klar, dass er damit Soldaten meine, die \u00fcblicherweise 18 bis 27 Jahre alt seien. \u201eKinder der Nation\u201c \u2013 entnommen dem Beginn der Marseillaise: \u201eAllons enfants de la patrie&#8230;\u201c \u2013 werden in Frankreich zum Teil auch die Weltkriegssoldaten genannt; ihre Namen sind auf langen Gefallenenlisten der Mahnmale franz\u00f6sischer D\u00f6rfer und St\u00e4dte inskribiert, \u00fcberschrieben mit \u201emort pour la France\u201c \u2013 gestorben f\u00fcr Frankreich.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Mandon sagte selbst, er habe das Forum der Stadtoberen f\u00fcr seinen Weckruf gew\u00e4hlt, weil sie seine Botschaft in die Gemeinden w\u00fcrden hinaustragen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6re, wie andere Gener\u00e4le in TV-Diskussionsrunden ausf\u00fchrten, die unangenehme Einsicht, dass Russland nicht nur die Ukraine angegriffen hat und dort t\u00e4glich Kriegsverbrechen begeht, sondern bereits einen hybriden Krieg gegen Europa f\u00fchre. Das Bewusstsein daf\u00fcr sei aber in der Bev\u00f6lkerung nicht sehr verbreitet. Und er erkl\u00e4rte hintan: \u201eEinen Krieg hoher Intensit\u00e4t zu erleiden, bedeutet, Verluste zu erleiden. Ein Land, das dies nicht versteht, ist ein schwaches Land.\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Heftige Reaktionen auf Mandons Wortmeldung kamen nicht ganz unerwartet von jenen Parteien, die f\u00fcr ihre Sympathien mit dem russischen Pr\u00e4sidenten <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/wladimir-putin-per42970\/\" class=\"id-import-Link\" title=\"Wladimir Putin\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Wladimir Putin&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/politik\/wladimir-putin-per42970\/&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:15,&quot;storyElementCount&quot;:18}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wladimir Putin<\/a> bekannt sind oder zumindest waren. Linkspopulist Jean-Luc M\u00e9lenchon verwahrte sich gegen einen \u201ekriegerischen Diskurs, der von niemandem beschlossen\u201c worden sei. Andere Angeh\u00f6rige der Unbeugsamen (LFI) sprachen Mandon das Recht ab, solche \u201epolitischen Aussagen\u201c zu t\u00e4tigen. Das rechte <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/rassemblement-national-partei-gruendung-erfolge-programm-wahl-le-pen-front-national-91559669.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Rassemblement National&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/politik\/rassemblement-national-partei-gruendung-erfolge-programm-wahl-le-pen-front-national-91559669.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:15,&quot;storyElementCount&quot;:18}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rassemblement National<\/a> (RN) lie\u00df verlauten, der Generalstabschef habe \u201ekeine Legitimit\u00e4t, die Franzosen aufzuschrecken\u201c.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Von Seiten der Regierung und der Partei von Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/thema\/emmanuel-macron-per772394\/\" class=\"id-import-Link\" title=\"Emmanuel Macron\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Emmanuel Macron&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/thema\/emmanuel-macron-per772394\/&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:17,&quot;storyElementCount&quot;:18}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emmanuel Macron<\/a> kam dagegen erstmal Unterst\u00fctzung \u2013 am Freitag dann legte Regierungssprecherin Maud Bregeon einen beeindruckend verpatzten R\u00fcckzieher hin, in dem sie versprach, \u201efranz\u00f6sische Kinder\u201c w\u00fcrden nicht \u201ein der Ukraine k\u00e4mpfen und sterben\u201c; au\u00dferdem habe Frankreich eine Berufsarmee (als ob das keine Franz\u00f6sinnen und Franzosen seien). Gleichwohl best\u00e4tigte sie, dass man derzeit Pl\u00e4ne f\u00fcr einen freiwilligen Wehrdienst w\u00e4lze. Verteidigungsministerin Catherine Vautrin lobte derweil Mandon, dass er der Nation die Augen vor der Bedrohung durch Russland \u00f6ffne. Macron, der als Staatschef die au\u00dfenpolitische Linie Frankreichs festlegt, \u00e4u\u00dferte sich vorerst nicht. Im europ\u00e4ischen Rahmen hatte er sich stets f\u00fcr ein offensives Vorgehen \u2013 unter anderem mit der Entsendung von Bodentruppen \u2013 ausgesprochen. Auch erkl\u00e4rte er, die Abschreckung zur Kriegsverhinderung erfordere nicht nur eine atomare Force de Frappe, sondern auch die Entschlossenheit der Nation zur Verteidigung.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wohl nicht zuf\u00e4llig l\u00e4sst die Regierung seit dieser Woche auch einen \u201e\u00dcberlebens-Ratgeber\u201c in den Briefk\u00e4sten verteilen. Gedacht ist er f\u00fcr Umweltkatastrophen, Terroranschl\u00e4ge \u2013 und auch f\u00fcr Kriegszeiten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Politik Stand: 21.11.2025, 18:08 Uhr Von: Stefan Br\u00e4ndle DruckenTeilen Der franz\u00f6sische Generalstabschef Fabien Mandon. \u00a9\u00a0Ludovic Marin\/AFP Generalstabschef&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":593676,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-593675","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115592136652538703","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=593675"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/593675\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/593676"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=593675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=593675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=593675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}