{"id":593824,"date":"2025-11-22T08:43:45","date_gmt":"2025-11-22T08:43:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593824\/"},"modified":"2025-11-22T08:43:45","modified_gmt":"2025-11-22T08:43:45","slug":"so-soll-die-produktion-guenstiger-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593824\/","title":{"rendered":"So soll die Produktion g\u00fcnstiger werden"},"content":{"rendered":"<p>Ein neues EU-Projekt soll Elektrolyseure ohne Edelmetalle marktreif machen \u2013 und Europas Wasserstoffproduktion sp\u00fcrbar verbilligen.<\/p>\n<p>        <img width=\"1200\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/stock-image-580379548-XL-e1763558684558-1200x600.jpg\" class=\"single__post-image wp-post-image\" alt=\"gr\u00fcner Wasserstoff\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\"  \/><\/p>\n<p>Europa will unabh\u00e4ngiger bei gr\u00fcnem Wasserstoff werden. Das deutsch-niederl\u00e4ndische Projekt \u201egenAEMStack\u201c entwickelt daf\u00fcr eine neue Generation AEM-basierter Elektrolyseure, die g\u00fcnstiger, skalierbarer und weniger rohstoffabh\u00e4ngig sein sollen. <\/p>\n<p class=\"wp-caption-source\">Foto: Smarterpix \/ aa-w<\/p>\n<p>Europa will mehr gr\u00fcnen Wasserstoff produzieren \u2013 und zwar mit eigener Technologie, ohne Abh\u00e4ngigkeiten von Importen oder knappen Edelmetallen. Genau hier setzt ein deutsch-niederl\u00e4ndisches Forschungsprojekt an. Das Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg (ZSW) und das Holst Centre in Eindhoven wollen gemeinsam einen neuen Elektrolyse-Stack entwickeln, der g\u00fcnstiger, flexibler und gro\u00dfindustrietauglich sein soll. Das Vorhaben h\u00f6rt auf den Namen \u201egenAEMStack\u201c und wird zweieinhalb Jahre lang mit 1,6 Millionen Euro aus dem EU-Fonds EFRE gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Dr. Marc-Simon L\u00f6ffler vom ZSW erl\u00e4utert: \u201eDie Wasserelektrolyse ist die Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr klimaneutralen, gr\u00fcnen Wasserstoff \u2013 und zentral f\u00fcr die Erf\u00fcllung der EU-Verordnung Strategische Technologien f\u00fcr Europa. Denn Wasserstoff, der in Europa durch Elektrolyse hergestellt wird, muss nicht importiert werden.\u201c<\/p>\n<p>Warum AEM-Elektrolyse die L\u00f6sung sein kann<\/p>\n<p>Im Kern geht es um eine Technik, die bislang kaum Beachtung fand: die AEM-Elektrolyse. Sie verspricht, was Europa dringend braucht \u2013 eine Wasserelektrolyse, die ohne Platin oder Iridium auskommt, aber trotzdem dynamisch genug ist, um Strom aus Wind- und Solarkraft direkt zu nutzen. Die etablierten Verfahren, alkalische Elektrolyse (AEL) und PEM-Elektrolyse (PEMEL), sitzen in einer Art technologischer Zwickm\u00fchle: Entweder robust und g\u00fcnstig, aber tr\u00e4ge \u2013 oder flexibel, aber abh\u00e4ngig von teuren Katalysatoren.<\/p>\n<p>AEM will beides verbinden. Noch aber fehlen stabile Materialien, reproduzierbare Produktionsprozesse und Skalierbarkeit im industriellen Ma\u00dfstab. Genau diese L\u00fccke will \u201egenAEMStack\u201c schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>AEMEL: vielversprechend, aber noch nicht reif f\u00fcr den Massenmarkt<\/p>\n<p>AEMEL vereint Vorteile beider etablierten Technologien. Doch f\u00fcr den industriellen Ma\u00dfstab fehlen noch stabile Komponenten und skalierbare Fertigungsverfahren. Kritische Punkte sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Haltbarkeit und Qualit\u00e4t der Membran-Elektroden-Einheiten<\/li>\n<li>Skalierbarkeit der Stacks<\/li>\n<li>automatisierbare und kosteng\u00fcnstige Produktionsprozesse<\/li>\n<li>fehlende Normen f\u00fcr industrielle Anwendungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ohne Fortschritte bleibt AEMEL ein Laboransatz. \u201egenAEMStack\u201c soll genau diese L\u00fccken schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wie \u201egenAEMStack\u201c den Sprung in die Industrie schaffen will<\/p>\n<p>Das ZSW konzentriert sich auf das Stack-Design. Die Forschenden starten mit einem Prototypen im 10-kW-Bereich und testen unter realistischen Lastprofilen, wie stabil die Membran-Elektroden-Einheiten laufen. Parallel simulieren sie, welche Materialkombinationen langfristig funktionieren k\u00f6nnten \u2013 und welche sich fr\u00fch verabschieden.<\/p>\n<p>Das Holst Centre arbeitet an den Materialien selbst: por\u00f6se Transportschichten, stabile Beschichtungen, optimierte Katalysatorstrukturen. Dazu kommen Kostenmodelle und Analysen, wie sich die Technik sp\u00e4ter in gro\u00dfe Elektrolyseanlagen integrieren lie\u00dfe. Ziel ist ein Baukasten, der nicht propriet\u00e4r, sondern offen nutzbar ist \u2013 eine Voraussetzung f\u00fcr schnelle Verbreitung.<\/p>\n<p>Warum die Politik das Projekt vorantreibt<\/p>\n<p>Die EU hat Anfang 2024 die STEP-Plattform (\u201eStrategic Technologies for Europe Platform\u201c) gestartet. Sie soll Schl\u00fcsseltechnologien f\u00f6rdern, die Europas technologische Souver\u00e4nit\u00e4t sichern \u2013 darunter Energie- und Klimatechnik. Wasserstoffproduktion steht dort ganz oben.<\/p>\n<p>Entsprechend deutlich f\u00e4llt die politische Unterst\u00fctzung aus. Baden-W\u00fcrttembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betont: \u201eWir arbeiten nicht nur an einer strategischen Technologie, die die Europ\u00e4ische Union insgesamt voranbringen soll \u2013 wir tun dies auch gemeinsam, weil wir zusammen st\u00e4rker sind als allein.\u201c<\/p>\n<p>Martijn van Gruijthuijsen aus Noord-Brabant erg\u00e4nzt: \u201eDank der europ\u00e4ischen Mittel k\u00f6nnen ZSW und Holst Centre ihre Zusammenarbeit vertiefen und zu einer strategischen Partnerschaft ausbauen.\u201c<\/p>\n<p>Offen, herstellerneutral \u2013 und damit skalierbar<\/p>\n<p>Ein entscheidender Punkt des Projekts: Der neue Stack wird herstellerneutral entwickelt. Unternehmen k\u00f6nnen ihn sp\u00e4ter als offene Plattform nutzen und eigene Produkte darauf aufbauen. Das reduziert Einstiegsh\u00fcrden, beschleunigt Innovationen und verhindert propriet\u00e4re Insell\u00f6sungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Einbindung der Industrie sind zwei Partner zust\u00e4ndig:<\/p>\n<ul>\n<li>e-mobil BW, die Innovationsagentur Baden-W\u00fcrttemberg<\/li>\n<li>Wirtschaftsf\u00f6rderung Brabant<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie sollen Unternehmen fr\u00fchzeitig an Bord holen und gew\u00e4hrleisten, dass der Stack sp\u00e4ter praxistauglich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein neues EU-Projekt soll Elektrolyseure ohne Edelmetalle marktreif machen \u2013 und Europas Wasserstoffproduktion sp\u00fcrbar verbilligen. 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